GEC Diesel Lok Teil 6

Hier ist nun der (vorerst) letzte Teil des Bauberichts.

Da ein Besuch bei der AHW anstand, habe ich mich beeilt, um „Bill“ bis dahin fertig zu bekommen. Wer die AHW nicht kennt, das ist die private Waldbahn- Anlage eines sehr netten Kollegen aus dem Schmalspurbahn- Forum. In Insider- Kreisen ist diese Anlage, auf Grund der vielen Gäste, die dort immer wieder mal erscheinen, recht bekannt.  Ich hatte neulich das Privileg, die Anlage (und deren Betreiber) besuchen zu dürfen.

Nach der ersten provisorischen Probefahrt habe ich die Beleuchtung eingebaut. Insgesamt 3 warmweiße LED wurden eingebaut. Zwei LED sind für das Spitzenlicht und eine dritte LED zur Innenbeleuchtung des Führerstands eingebaut.

Der Vorwiderstand für das Spitzenlicht ist im roten Schrumpfschlauch versteckt. Für die Innenbeleuchtung wollte ich aber einen Widerstand mit einem höheren Wert verwenden, damit die Innenbeleuchtung nicht genau so hell ist, wie die Scheinwerfer. Diesen Wert hatte ich aber nur noch in „Normal“ und nicht in „Winzig“.  Deswegen sitzt der Vorwiderstand an der Stirnwand des Führerhauses. Hier soll er eine „Armatur“ imitieren (für was, bleibt der Phantasie überlassen). Da die Kabel und auch der Widerstand noch Grau lackiert wurden, fällt er dort überhaupt nicht auf.

Als nächstes wurden eine Ladebuchse für den Akku und ein Ein- und Aus- Schalter unter die Lok gebaut.

Oben ist die Ladebuchse, unten der Schalter…

Nun musste zunächst der Lack ausgebessert werden, wo er bei der unschönen Aktion mit dem Platz für den Motor beschädigt wurde. Leider ist dabei auch das Geländer arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Deswegen habe ich kurzentschlossen einfach ein paar Geländer aus Polystyrol gefräst.

Diese wurden Gelb lackiert und dann an die Lok geklebt.  Damit ist die Lok so weit fertig.

Nun konnte sie auf der AHW eingefahren werden. Auch der Empfänger wurde hier programmiert, zumindest so weit, wie es für den Motor von Bedeutung war. Letzte Feinabstimmungen, vor allem auch für das Licht, habe ich dann nach meiner Rückkehr vorgenommen.

Zum Schluss noch  ein kleines Video:

 

Leider musste ich feststellen, das der über 20 Jahre alte Motor seine besten Tage bereits hinter sich hat. Bei der Fahrt selbst merkt man noch nicht wirklich etwas davon. Doch beim Anfahren ist eine viel zu hohe Spannung nötig, so das die Lok einen Satz macht, bevor man sie auf ein deutlich geringeres Tempo herunter regeln kann. Ich werde also in absehbarer Zeit noch mal an der GEC herum basteln müssen (deswegen das „vorerst“ im Titel). Sie wird dann aller Voraussicht nach einen Glockenanker- Motor von tramfabriek.nl bekommen… Der Motor ist winzig, hat viel Kraft und läuft extrem leise und auch sehr langsam. Dazu ist er erheblich preiswerter als ein Maxon oder Faulhaber Motor. In der Regel muss man für einen Maxon oder Faulhaber Motor mindestens vier mal so viel hinblättern wie für einen Tramfabriek Motor…

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Treiber für PL2303 Adapter installieren

Hier möchte ich euch dabei helfen die sehr gängigen und weit verbreiteten USB-Serial Adapter mit einem PL2303 Chip zum Funktionieren zu bekommen. Auch wenn diese Chips weit verbreitet sind, sind doch bei Windows 10 keine passenden Treiber dabei. Das liegt daran, dass der ursprüngliche Hersteller dieses Chips die Produktion schon lange eingestellt hat und heute ausschließlich (vermutlich nicht lizenzierte) Nachbauten im Handel zu finden sind. Solche Nachbauten bekommt man nicht nur auf eBay, sondern überall zu kaufen, auch bei „seriösen“ Anbietern wie Conrad, Reichelt usw… Das Problem ist also allgegenwärtig. Adapter mit diesen Chips werden inzwischen in den aktuellen Treibern generell geblockt, obwohl die Treiber und Chips eigentlich tadellos funktionieren würden.

Abhilfe bringt die Installation älterer Treiber, die diese Blockade noch nicht beinhalten. Als ich selbst dieses Problem hatte, habe ich im Netz nach einer Lösung gesucht und sie letztendlich auf dieser Webseite gefunden:

Fake PL2303 – how to install on Windows 8.1

Die Anleitung dort ist für Windows 8.1, funktioniert aber exakt genau so auch unter Windows 10. Dort gibt es auch die Treiber zu laden, die ebenfalls mit Windows 10 funktionieren. Im unteren Drittel der Seite auf den Link „IO-Cable_PL-2303_Drivers-Generic_Windows_PL2303_Prolific“ klicken, dann wird der Treiber herunter geladen. Für alle, die des Englischen nicht so mächtig sind, hier noch mal eine Schritt für Schritt Anleitung auf Deutsch:.

Zuerst lädt man die Treber von der oben verlinkten Webseite. Dann installiert man ihn erst mal einfach so. Im heruntergeladenem Archiv ist eine .exe Datei enthalten. Diese einfach ausführen und den Anweisungen folgen. Das sollte eigentlich so weit noch jeder hin bekommen. Nun den Adapter an den PC anschließen. Dabei werden „natürlich“ automatisch die aktuellen Treiber installiert, die keine Funktionalität bieten. Wir müssen also die unpassenden aktuellen Treiber durch die älteren aber funktionierenden Treber ersetzen. Dazu müssen wir den Geräte- Manager von Windows öffnen. Bei Windows 10 geht das am einfachsten in dem man mit der rechten Maustaste auf den Startknopf drückt.

Ist der Geräte- Manager gestartet wird einen in etwa so ein Bild geboten:

Unter Anschlüsse (COM & LPT) taucht ein „Prolific USB to Serial Comm Port“ auf. Der tatsächliche Com Port (bei mir COM 7) hängt vom eigenen Computer ab. Die Nummer dahinter spielt aber keine Rolle. Wir müssen sie nur kennen, um später den richtigen COM Port im DT-Programmer auswählen zu können. Leider ist unser COM Port aber mit einem gelben Dreieck „verziert“. Macht man nun einen Doppelklick auf den Eintrag, dann erscheint ein weiteres Fenster. Hier kann man die nicht wirklich aussagekräftige Fehlermeldung lesen. Dieser Fehler ist die Folge des vorsätzlichen Blockens der PL2303 Chips und nicht wirklich ein Fehler. Um diesen Fehler nun zu beseitigen, klicken wir auf den Reiter „Treiber“.

Nun auf „Treiber Aktualisieren“ klicken und es erscheint noch ein Fenster.

Hier klicken wir auf „Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“.

Nun auf „Aus einer Liste verfügbarer Treiber auf meinem Computer auswählen“ klicken und anschließend auf „Weiter“.

Nun sollte in der Liste „Kompatible Hardware anzeigen“ mindestens 2 Einträge stehen. Der aktuelle Treiber hat hier die Version 3.8.28.0. Der Treiber blockiert aber unseren Adapter. Deswegen wählen wir die Version 3.3.2.105 aus, obwohl sie schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Das ist der Treiber, den wir vorher von der oben verlinkten Webseite geladen und installiert haben. Sollte wieder Erwarten die Version 3.3.2.105 nicht in der Liste erscheinen, dann muss man die Treiber- Installation noch einmal ausführen…

Normalerweise verwendet Windows automatisch den aktuellsten Treiber. Das ist im Allgemeinen ja auch sehr sinnvoll. Nur in unserem Fall funktioniert das halt nicht wie gewünscht. Nachdem wir den „alten“ Treiber ausgewählt haben, einfach auf „Weiter“ klicken. Nach kurzer Zeit sollte dann dieses Fenster erscheinen.

Nun können wir auf „Schließen“ klicken und die Treiber- Installation sollte erfolgreich erledigt sein. Jetzt sollte das gelbe Dreieck im Geräte- Manager verschwunden sein und unser Adapter und somit unser Prog4 tadellos funktionieren.

Ein kleiner Hinweis noch. Sollte der Prog4 nicht einwandfrei funktionieren, dann steckt man den Adapter am besten direkt an den PC und nicht an einen USB Hub. Danach wird es höchstwahrscheinlich so sein, dass man die oben beschriebene Prozedur ab dem Öffnen des Geräte-Managers wiederholen muss, da der Adapter nun einen anderen COM Port erzeugen wird.  So habe ich auch die Screenshots für diesen Artikel erzeugt, in dem ich den Adapter einfach an einen anderen USB Port angesteckt habe.

GEC Diesel Lok Teil 5

Hier ist der 5. Teil des Bauberichts.

Sie fährt!

Nachdem die Lackierung weitestgehend abgeschlossen war, habe ich angefangen, die Technik einzubauen. Dabei gab es leider größere Probleme an einer Stelle, die ich nicht erwartet habe. Der Motor wollte auf einmal nicht mehr in sein Fach im Original- Köf Gehäuse passen. Durch die verschiedenen Lackierversuche und das Bad im Spiritus muss sich da wohl etwas verändert haben. Auf jeden Fall musste ich massiv am Weißmetall nacharbeiten. Dabei ist es zu Beschädigungen am Äußeren des Modells gekommen, die ich nun wieder reparieren muss. Das mache ich aber erst, wenn alles an Technik eingebaut ist und ich auch sonst nichts mehr an der Lok ändern muss.

Während den Anpassungen für den Motor habe ich nicht fotografiert. Wäre auch nicht schön gewesen… Na ja, irgendwann passte der Motor wieder und die Kabel zum Empfänger waren auch von unten nach oben durchgefädelt. Nun konnte ich mit der eigentlichen Arbeit anfangen.

Als erste Lage habe ich noch mal Ballast aufgeklebt. Darauf kam der 500 mAh Akku, den ich mit Doppel- Klebeband auf den Ballast geklebt habe. Dazu verwende ich gerne Klebeband mit einer dünnen Gummi- Schicht. Diese Art Klebeband wird z.B. zur Montage von Spiegeln usw verwendet. Es klebt sehr gut und das Gummi gleicht Unebenheiten ziemlich gut aus.

Außerdem entsteht so ein Hohlraum im Bereich der Kabel- Durchführung im Umlaufblech. Den Minus- Pol des Akkus habe ich an ein kleines Stück Lochstreifen- Platine angelötet. Diese Platine bildet die gemeinsame Masse (Minus Pol), die ja für den Empfänger, den StepUp und die LED notwendig ist.

Als nächstes habe ich den StepUp Regler an Minus angeschlossen. Den Plus- Eingang des Reglers habe ich nach unten zum Ein/Aus Schalter geführt. Dann habe ich zuerst mal eine Voreinstellung der Ausgangsspannung durchgeführt. Das war auch notwendig, denn der Regler lieferte so wie er eingestellt war,  ca 15 Volt. Das wäre für den RX61 vermutlich „tödlich“ gewesen.  Mit Hilfe eines Multimeters habe ich die Ausgangsspannung an dem blauen Spindel- Potentiometer auf etwa 9,5 Volt einjustiert. Nun konnte ich den RX61 an den Ausgang des StepUp Reglers und an den Motor anschließen.

Dann habe ich noch einen provisorischen Schalter unter der Lok montiert. Auf Dauer ist mir die Lösung mit dem Computer Jumper aber zu fummelig. Da wird noch was „richtiges“ gebaut. Aber für eine erste Probefahrt musste das reichen.

Und tatsächlich, sie fährt aus eigener Kraft. Allerdings ist der Antrieb etwas rau und laut. Nicht wirklich verwunderlich, ist die Köf ja mindestens 15 Jahre nicht mehr gelaufen. Auch wenn ich sie geschmiert habe, braucht es sicher noch eine Weile, bis sich alles wieder richtig eingespielt hat.

Nun müssen noch die LED für das Spitzenlicht und die Führerstandsbeleuchtung eingebaut und angeschlossen werden. Dann noch das Provisorium mit dem Schalter beheben und die Ausbesserung der Schäden, die beim Motor einpassen entstanden sind, dann ist die Lok fertig.

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Das DelTang RC System

Hier möchte ich euch das Deltang RC System aus England vorstellen und die einzelnen Komponenten beschreiben. Grundsätzlich ist Deltang ein „normales“ Fernsteuerungs- System, ganz so wie man es von ferngesteuerten Flugzeugen, Autos, Drohnen usw kennt. Das besondere an DelTang ist zum einen die Kompatibilität mit den sehr verbreiteten Spectrum RC Systemen und zum anderen die Tatsache, das es sehr kleine Empfänger und speziell auf Modellbahn- Bedürfnisse zugeschnittene Sender gibt. Dadurch ist ein problemloses Steuern von Loks bis hinunter zur Spur N möglich. Wobei alles, was kleiner als H0 ist, doch sehr fummelig wird. Die RC Technik lässt sich, im Gegensatz zur herkömmlichen  Digital Technik, auch ausschließlich mit Akku betreiben. Dadurch ist ein „stromloses“ Gleis (englisch auch „Dead Rail System“ genannt) möglich. Die meisten der bekannten Probleme der Modellbahn liegen ja im unzuverlässigen Kontakt zwischen Schiene, Rad und Schleifer. Speziell bei kleinen 2- achsigen Fahrzeugen ist die Stromversorgung immer ein echtes Problem. Dazu kommen noch (zumindest beim herkömmlichen 2- Leiter System) zusätzliche Probleme bei Kehrschleifen, Gleis- Dreiecken, Drehscheiben, Weichen- Herzstücken usw. All das wird vollständig vermieden, wenn die Lok ihre eigene Energie an Bord hat. So wie es bei allen Vorbild- Loks ohne Oberleitung (Diesel, Dampf, Akku) ja auch der Fall ist. Selbst Schienen aus Holz oder Kunststoff stellen so keinerlei Problem dar.

Nichtsdestotrotz kann man aber auch bei DelTang mit Strom vom Gleis fahren, wenn man möchte…

Auf jeden Fall ist das Fahren mit Akku ein echter Genuss und nicht mit dem Stottern bei konventionellen Digital- oder Analog Betrieb zu vergleichen. Eine Wohltat, auf die ich nie wieder verzichten möchte.

Eine Bezugsquelle in Deutschland ist z.B. MikroModellBau. Hier gibt es die meisten DelTang Produkte. Es ist nicht alles im Webshop gelistet, aber auf Anfrage kann nahezu alles meist auch sehr schnell geliefert werden.

Nun zu den Komponenten im einzelnen.

 

1. Sender

Es gibt mehrere Typen von Sendern für die Modellbahn. Von ganz einfach bis hin zu Sendern zum Steuern von bis zu 12 Loks gleichzeitig. Was man da bevorzugt, ist Geschmackssache. Manche schaffen sich zu jeder Lok einen eigenen einfachen Sender an. Andere (so wie ich) bevorzugen lieber einen 12- fach Sender um leicht zwischen den Loks wechseln zu können.

Daneben gibt es auch Sender- Module, bei denen man den Leistungsteil einer herkömmlichen Spectrum- kompatiblen Fernsteuerung anschließen kann, um (vorrangig) für Gartenbahnen auf Reichweiten von mehreren 100 Metern zu kommen.

Auch zum Schalten von Weichen und Ähnlichem gibt es extra Sender. Somit könnte man die komplette Anlage mit Akku betreiben, was unter Umständen für mobile Anlagen von Interesse sein kann. Ich persönlich nutze zu Schalten der Weichen und der Drehscheibe aber lieber herkömmliche Digital- Technik, bei mir in Form einer freigeschalteten Roco z21start Zentrale. Beim Schalten von Weichen, Beleuchtung usw gibt es ja keine Kontakt- Probleme wie im Fahrbetrieb. Hier hat die RC Technik nicht wirklich Vorteile.

Die Basis für (fast) alle Sender ist das TX-2 Modul.

(Bildquelle http://www.deltang.co.uk/)

Daneben gibt es noch das TX-1M Modul, mit dem man einen herkömmlichen RC Sender zu Spectrum bzw DelTang kompatibel machen kann. Das Tx-1M Modul wird dabei mit der Lehrer- Schüler Buchse des anderen Senders verbunden.

Außerdem  gibt es das TX-1 K1 Modul, welches über einen RS232 Eingang verfügt. Hiermit kann man sich eine PC Steuerung für die RC Loks bauen. Herkömmliche Steuer- Software wie etwa RocRail, JMRI oder Train Controller arbeitet aber damit nicht zusammen.

Daneben gibt es das TX-3 Modul zum Schalten von Weichen usw.  und eine Erweiterung für das TX-2 Modul, um die handelsübliche Leistungs- Einheit eines Spectrum RC Senders zu nutzen. Das macht Sinn, wenn man mit den üblichen ca 10 – 20  Meter Reichweite des normalen TX-2 nicht auskommt.

Mit dem TX-2 Modul werden fast alle Sender aufgebaut. Der Unterschied besteht vorrangig in der Ausrüstung mit Schaltern und Potis. Bei DelTang selbst kann man auch Bausätze für verschiedene Sender bekommen.

Die gängigsten sind der TX-20 mit einem Schalter und drei Tastern. Der TX-21 ist ganz ähnlich, hat aber nur einen Taster, dafür ein Poti zum Justieren der Anfahr- und Bremsverzögerung. Der TX-22 hingegen ist der „große“ Sender, der zusätzlich zu den Optionen des TX-21 auch noch einen Mehrfach- Schalter für die Auswahl von bis zu 12 Loks hat. Es gibt noch ein paar mehr zur Auswahl. Das kann man sich bei Bedarf selbst auf der DelTang Webseite anschauen.

Fertige Sender werden nicht direkt von DelTang angeboten. Aber die Firma „Micron Radio Control“ , ebenfalls aus England, stellt ganz vorzügliche Fertig- Sender her. Neben einem komplett selbst gebauten TX-22, der allerdings etwas wüst aussieht, aber funktioniert, habe ich mir einen Micron TX-22 v2 gekauft, den ich nahezu ausschließlich nutze.

(Bildquelle http://www.micronradiocontrol.co.uk/)

Throttle ist natürlich der Fahrtregler Knopf. Den gibt es wahlweise in 2 Ausführungen. So wie auf dem Bild mit 0 in der Mitte („Gleichstrom- Trafo“, die Variante, die ich habe), oder mit 0 ganz Links („Märklin Trafo“) . Im zweiten Fall dient der mit A und B markierte Schalter zum Umschalten der Fahrtrichtung. Im ersten Fall kann man damit Funktionen schalten z.B. das Spitzenlicht. Mit „Selecta“ wählt man die Lok aus, die man gerade steuern möchte. Inertia (englisch für Trägheit) dient dazu die Anfahr- und Brems- Verzögerung einzustellen. Der „Bind“ Knopf dient zunächst mal dazu, einen Empfänger an den Sender zu binden. Im normalen Fahrbetrieb kann man damit dann weitere Funktionen schalten. Dadurch ist die Bedienung gradlinig und sehr einfach.

 

2. Empfänger

DelTang Empfänger gibt es für jeden Zweck, von winzigen Lok Empfängern, die selbst für Spur N geeignet sind, bis hin zu Gartenbahn Empfängern mit unzähligen Funktionen und Erweiterungsmodulen, von Auto Empfängern für H0 „Wiking“ Autos bis hin zu Empfängern für 5 Zoll Echtdampf Loks. Auch für Drohnen und Saalflugzeuge gibt es passende Empfänger. Sie alle im einzelnen vorzustellen, würde diesen Beitrag sprengen.

Für uns Modellbahner sind vor allem die Empfänger der Rx6x Serie von Interesse. Abgesehen vom kleinsten Empfänger (Rx 63), der nur bis 8,4 Volt verträgt, schaffen sie alle mindestens 13 Volt, sind also für herkömmliche Modellbahn Motoren geeignet.

Auf diesem Bild sieht man einen RX 63 (links unten) und einen RX 61 darüber. Zum Vergleich habe ich einen Lenz Gold (rechts oben) und einen ESU LokPilot V3  H0 Decoder daneben gelegt. Außerdem lag gerade das Gehäuse einer „Schwarzen Anna“ von Fleischmann herum. Sie musste ihr Fahrwerk für ein anderes Projekt spenden. Das ergibt einen schönen Größenvergleich… Man erkennt, dass die RC Empfänger eher kleiner sind als vergleichbare Digital- Decoder.

Es gibt neben den für uns gängigen RX 6x Empfängern schier unzählige andere Empfänger bis hin zur Größe eines Fingernagels.

(Bildquelle http://www.deltang.co.uk/)

 

3. Zubehör.

Neben den Sendern und Empfängern gibt es auch einiges an Zubehör. Allen voran verschiedene Programmierer. Der für den Heimgebrauch geeignetste, weil universellste ist der Prog4. Dafür entwickele ich gerade eine komfortable Software, den DT-Programmer.  Daneben gibt es aber auch Verstärker Boards, mit denen man einen Fahrtregler Ausgang auf bis zu 4 Ampere steigern bzw einen Funktionsausgang zu einem Fahrregler umrüsten kann.

 

4. Erstausstattung.

Für den Anfang empfehle ich einen Tx22v2 und einen Prog4, damit man gleich richtig loslegen kann. Der Tx22v2 ist zwar theoretisch auch zum Programmieren der Empfänger geeignet. Aber das Ganze ist dann doch sehr umständlich und gelingt nicht immer. Deswegen am besten gleich einen Programmer dazu kaufen. Zusammen kostet das etwa 100€. Eine Digitalzentrale bekommt man für das Geld in der Regel nicht, wenn man mal von Einsteiger Zentralen aus gefledderten Startpackungen absieht. Dazu natürlich je nach Loks entsprechende Empfänger. Die Rx6x Typen liegen bei ca 40€, also nicht mehr als ein anständiger Digital- Decoder kostet.

 

5. Stromversorgung

Zur Stromversorgung kann man alles heran ziehen, was sich entweder in der Lok unter bringen lässt oder am Gleis anliegt, sofern es sich um eine Gleichspannung zwischen 3 und 13 Volt (3-8 Volt beim RX 63) handelt. Hat man am Gleis „Digitalspannung“, also hochfrequente Wechselspannung anliegen, so muss man einen Gleichrichter und ggfs einen Spannungsbegrenzer vorschalten. Beides sind sehr gängige, winzige und spottbillige (einige wenige Cent) Elektronik- Bauteile. Es werden im Alltag aber nahezu ausschließlich LiPo (Lithium Polymer) Akkus verwendet.

Meist werden Modellbahn- Motoren bei RC Betrieb mit ca 9 Volt gespeist. Dadurch ist die Höchstgeschwindigkeit nicht mehr so übertrieben und 9 Volt kann man recht einfach aus einer einzigen LiPo Zelle erzeugen. Nominell hat so eine Zelle 3,7 Volt. Es gibt aber winzige Schaltungen, sogenannte StepUp Regler, die aus diesen 3,7 Volt 5, 9 oder gar 12 Volt machen können, und das nahezu verlustfrei. Man könnte natürlich auch 5 oder 6 Volt Motoren in seine Loks bauen und auf so einen StepUp Regler verzichten. Bei großen Loks mit viel Platz (Gartenbahn usw) kann man auch mehrzellige LiPo Akkus nutzen, die dann z.B. 11,1 Volt ( = 3 Zellen) haben. Allerdings benötigen mehrzellige LiPo Akkus spezielle Ladegeräte, sogenannte Balancer oder Balancier- Ladegeräte, um die Zellen optimal zu laden und nicht zu beschädigen.

Man muss nicht zwingend LiPo Akkus verwenden. Allerdings haben LiPo Akkus die höchste Kapazität im Verhältnis zur Größe. Deswegen werden im Modellbau fast ausschließlich LiPo Akkus verwendet. Ist die Lok groß genug kann man aber selbst eine Motorrad Blei- Batterie verwenden, wenn man mag.

Die üblichen Akku Größen für H0 oder 0e Loks liegen bei 150 bis 500 mAh. Damit sind Fahrzeiten (ohne Standzeiten) von ca 2 bis 5 Stunden möglich, bevor der Akku wieder aufgeladen werden muss. LiPo Akkus dieser Kapazitäten bekommt man als Ersatzteil für Spielzeug Drohnen oder Helikopter „im Dutzend billiger“. Oftmals bekommt man 4 Akkus mit dazu passendem Ladegerät für etwa 10€ aus Fernost. Diese Akkus sind sehr gut für unsere Zwecke geeignet.

Auf dem Foto ist ein 500 mAh LiPo Akku (Oben, Blau 4 Stück incl Ladegerät 10€), ein 250 mAh LiPo Akku (Mitte, Silber 5 Stück incl Ladegerät 10€) und ein Power1 von Lenz (Strompuffer für Lenz Gold Decoder, 1 Stück 40€) zu sehen. Der Power 1 benötigt zwar am wenigsten Platz, ist dafür aber am dicksten (doppelt so dick wie die Akkus) und hält nur Energie für einige wenige Sekunden bis Minuten bereit. Um kurze Unterbrechungen in der Stromversorgung zu überbrücken zwar genug, aber kein Vergleich mit den Akkus, die Energie für mehrere Stunden bereitstellen. Je nach Fahrzeug lässt sich entweder der kürzere aber dickere Power 1 oder ein dünnerer aber längerer Akku besser unter bringen. Alles in allem ist der Platzbedarf durchaus vergleichbar.

Um die Akku Spannung von 3,7 auf 9 (oder 12 oder was auch immer) Volt zu bekommen, wird ein sogenannter StepUp Regler eingesetzt. Diese gibt es mit verschiedenen Ausgangsspannungen und sogar einstellbar. Mit einstellbaren StepUp Reglern kann man die Höchstgeschwindigkeit der Lok sehr gut anpassen. Allerdings sind die einstellbaren StepUp Regler größer als die mit fester Spannung.

Auf diesem Bild sieht man die Extreme, die hier möglich sind. Das winzige Teil unten links ist ein fester 9 Volt Step Up Regler des Markenherstellers Pololu. Dieser kostet ca 5€. Darüber liegt ein No Name China Regler, der stufenlos zwischen 3 und 24 Volt einstellbar ist. Der China Regler kostet deutlich weniger (unter 1€) und verrichtet seine Arbeit genau so gut. Dafür ist er im Vergleich riesig. Sofern genug Platz vorhanden ist, kann man ihn also durchaus einsetzen. Es gibt auch von Pololu einstellbare StepUp Regler. Diese sind etwa anderthalb mal so groß wie der feste Regler und kosten ca 10€. Für den Fall, das man nicht so üppig Platz hat, aber trotzdem eine einstellbare Spannung benötigt.

 

6. Sound

Sound ist ein eher heikles Thema. Zur Zeit bekommt man noch keine Empfänger mit eingebautem Sound. Man kann aber herkömmliche Sound Module mit einem Empfänger ansteuern.  Das benötigt aber Platz und auch die Fähigkeiten so ein Modul zu bespielen und zu programmieren. Denn meist sind diese Module für Autos oder Schiffe vorgesehen und müssen erst für Modellbahn umprogrammiert werden.

In den neuesten Firmware Versionen der Empfänger gibt es aber bereits viele Sound Optionen. Das lässt darauf schließen, dass es demnächst auch „echte“ Sound Empfänger geben wird.

Ich bin kein Fan von Loksound. Finde ich nur nervig. Ich mag es am liebsten so leise wie möglich. Deswegen ist das für mich ohnehin kein Thema.

 

Fazit.

Alles in allem ist das DelTang RC System eine preiswerte Möglichkeit zum Steuern einer Modellbahn, die darüber hinaus durch den Akku Betrieb jede Menge Vorteile gegenüber konventionellen Steuerungen bietet. Ein Digital- Decoder mit Pufferbaustein kostet mehr als ein RC Empfänger mit StepUp Regler und Akku und benötigt nicht wirklich weniger Platz. Ein fertiger Sender plus einem Programmer kostet weniger als eine Digitalzentrale, von der Kombination Zentrale und Programmer mal ganz zu schweigen. Die Kosten sind also ziemlich überschaubar.

Allerdings gibt es, abgesehen von ein paar Sendern, nichts Fertiges zu kaufen.  Auch Sound ist zur Zeit nicht optimal zu lösen. Für „Schachtelbahner“ (nicht despektierlich gemeint) ist das DT System natürlich nichts, da man stets selbst Hand anlegen muss. Auch für Leute, die ein eigenes, kleines „Miniatur Wunderland“ aufbauen wollen, ist RC Betrieb keine geeignete Lösung.  Wer aber ohnehin manuell fährt, auf Sound verzichten kann, gerne bastelt und so wie ich den größten Teil seiner Fahrzeuge selbst baut, gibt es kaum etwas besseres, zumindest nicht zu diesem Preis.

Software zum Programmieren von DT RC-Empfängern

Hallo.

Diese Seiten wurden auf Deutsch geschrieben und werden automatisch mit Google Translate übersetzt. Ich bitte die nicht fehlerfreie Übersetzung zu entschuldigen. Als Service für internationale Besucher steht diese Seite auch manuell übersetzt in Englisch zur Verfügung.

English page for DT-Programmer software

Ich möchte euch hier ein Programm vorstellen, das ich zur Zeit entwickle. Es dient dazu, DelTang Empfänger mit Hilfe des Prog4 Programmers komfortabel am PC zu programmieren. Neben einem Windows PC benötigt man natürlich einen Prog4 (ca 20€) und zusätzlich ein Seriell auf USB Kabel (ca 2-20€) um den Prog4 mit dem PC zu verbinden. Und natürlich das Programm „DT-Programmer“, welches man von hier laden kann.  Zum Download des Programms einfach den Link am Ende des Beitrags  anklicken. Dort ist immer die neueste Version des Programms zu finden.

Nach dem Download das Zip- Archiv öffnen und die darin enthaltene Datei ausführen. Mit Hilfe eines gewöhnlichen Installationsprogramm  wird DT-Programmer auf dem PC installiert. Das sollte eigentlich jeder hin bekommen.

Nachdem man DT-Programmer installiert hat sollte man zunächst den Prog4 mit dem PC verbinden. Unter Umständen müssen dazu Treiber für das Seriell auf USB Kabel installiert werden. Das ist deswegen notwendig, da diese Kabel eine zusätzliche COM Schnittstelle auf dem PC erzeugen. Diese COM Schnittstelle muss im DT-Programmer ausgewählt werden. Sie wird aber nur dann angezeigt, wenn sie auch existiert. Und das ist eben nur der Fall, wenn das Kabel eingesteckt ist. Obendrein muss der zu programmierende Empfänger zunächst einmal an den Prog4 gebunden werden, genau so, wie es sonst auch mit dem Sender erfolgt. Dazu hat der Prog4 seitlich einen „Bind- Button“. Eigentlich sollen sich die Empfänger merken, das sie (auch) an den Prog4 gebunden sind. Allerdings ist es bei mir wiederholt vorgekommen, dass die Empfänger sich das eben nicht gemerkt haben und ich sie somit vor dem eigentlichen Programmieren neu an den Prog4 binden musste.

Nun können wir das Programm starten. Es erscheint zunächst auf Englisch.

 

Zum Umstellen auf Deutsch und für weitere Einstellungen rufen wir im Menü oben den Punkt „Configuration“ auf. Dann öffnet sich ein neues Fenster, in dem wir ein paar Einstellungen vornehmen müssen.

Neben der Sprache wird vor allem noch der COM Port, an dem der Prog4 angeschlossen ist, eingestellt. Je nach Version des Prog4 muss noch die passende Baudrate ausgewählt werden. die aktuellen V2 benötigen 9600 Baud, die alten V1 115200 Baud. Nun auf „Save“ klicken. Jetzt kommt ein Hinweis auf Englisch, dass der DT-Programmer neu gestartet werden muss, um die Änderungen zu übernehmen. Bestätigen und DT-Programmer neu starten, dann sollte er auf Deutsch erscheinen, sofern man die Sprache umgestellt hat.

Das Fenster ist bei jedem Punkt ganz ähnlich aufgebaut. Der rechte Teil ist immer identisch. Hier stellt man die Verbindung zum Prog4 her. Das muss man machen, bevor man irgendwas programmieren kann. Wenn die Verbindung erfolgt ist, ändert sich das Symbol oben und wechselt die Farbe von Rot nach Grün. Man kann die Verbindung auch wieder trennen. Beim Beenden des DT-Programmers wird die Verbindung aber ohnehin getrennt, so das man den COM Port nicht versehentlich geöffnet lassen kann.

In der Zeile darunter kann man eine Sequenz zum Programmieren manuell absenden. Das ist besonders nützlich für Optionen, die noch nicht im DT-Programmer implementiert sind.

Mit dem Knopf darunter kann man die Verbindung zum Prog4 testen. Bei Erfolg erscheint im Feld darunter die Versionsnummer des Prog4. Dieses Feld zeigt alle Antworten vom Prog4 an, die während einer Programmier- Sitzung eingehen.

Der linke Bereich ändert sich, je nach dem, welchen Bereich man in der Navigation ausgewählt hat. In der oberen Reihe wählt man die Firmware Version des zu programmierenden Empfängers aus. Leider gibt es keine Möglichkeit dieses aus dem Empfänger auszulesen und somit automatisch zu machen. Aber die Firmware ist auf jedem Empfänger handschriftlich vermerkt.

Die vielen Knöpfe darunter bringen uns nun zu den eigentlichen Einstellungen, die wir in den Empfänger schreiben wollen. In der Regel gibt es unten einen Knopf „Schreiben“, mit dem die jeweils ausgewählte Option mit den eingestellten Parametern in den Empfänger geschrieben werden. Die allermeisten DelTang Empfänger können immer nur einen Befehl zur Zeit empfangen. Deswegen muss man jeden Schritt einzeln abschicken.  Aus dem gleichen Grund kann man auch nur jeweils eine einzige Option auswählen. Das ist eigentlich bei allen  Punkten so, bis auf den Punkt „Zurücksetzen“. Hier sind völlig unterschiedliche Optionen zusammen gefasst. Deswegen gibt es hier mehrere Knöpfe um Befehle abzuschicken. So sieht es bei V611 aus:

Mit dem Knopf „Zurücksetzen“ setzt man den Empfänger auf den Werkszustand zurück, aber ohne die Variante zu ändern. Das geschieht ohne weitere Sicherheitsabfrage, also Vorsicht. Außerdem kann man mit einem Mausklick die Variante des Empfängers umstellen. Sehr praktisch, wenn die benötigte Variante gerade nicht lieferbar war oder man eine falsche Variante bekommen hat. Dazu ist der Knopf „Variante Wechseln“ vorgesehen.

Im mittleren Teil kann man bei V611 das Binde- Verhalten ändern. Bei V610 ist das unter „Sonstiges“ zu finden, da es in der Firmware ebenfalls unter „Others“ integriert ist. Das Ändern des Binde- Verhaltens sollte sollte allerdings eher selten von Interesse sein, da in den allermeisten Fällen die automatische Bindung funktioniert.

Damit müsste man nun klar kommen. Falls nicht, bin ich ja nicht aus der Welt und in mehreren Foren im Internet unterwegs.

Aktuell werden die Firmware Versionen V110, V510, V511, V520 und V610 (vollständig) sowie V611 bis auf Menü 12 und 13 unterstützt.

DT-Programmer 1.0.1.2

 

 

„Heidi“ Teil 1

Im Rahmen der Vorstellung der RTR Fahrzeuge möchte ich zeigen, wie man die Deltang RC Technik in ein Großserien- Fahrzeug einbaut. (Viel) Später wird es noch einen zweiten Teil geben, in dem es um die „Superung“ des 25 Jahre alten Modells gehen wird. Es handelt sich bei der „Heidi“, wie unschwer zu erkennen, um eine Fleischmann Magic Train Stainz,  die aus verschiedenen Modellen zusammen gesetzt wurde. Das Führerhaus und der schlanke Schlot stammen von einer Lok aus dem Geburtstags- Startset, das Fahrwerk ist aber komplett und stammt von einer „normalen“ Lok (#2200), eigentlich mit einem grünen Führerhaus und dickem Schlot ausgestattet. Ich habe sie vor geraumer Zeit von einem Forums- Kollegen so wie sie ist, gekauft. Mir gefällt dieser „Frankenstein“ recht gut, besser als die „echte“ 2200…

Diese Stainz ist bei der RTR als Lok „Heidi“ gelistet und wird vorrangig als Zuglok des „Glacier- Express“ Theme- Trains eingesetzt. Der „echte“ historische Glacier Express wird von einer blauen Dampflok gezogen, deswegen ist „Heidi“ ebenfalls Blau. Allerdings werden die Wagons im modernen Rot-Weiß lackiert werden, damit auch weniger Eisenbahn- interessierte Touristen den Zug als solches wieder erkennen können. Das der Glacier Express ursprünglich ganz in Blau war, wissen die meisten Leute nicht…

Der tatsächliche Einbau der RC Technik hängt natürlich sehr von den Platzverhältnissen in der jeweiligen Lok ab. Auch der „erlaubte“ Grad der „Zerstörung“ des Original- Zustands spielt eine entscheidende Rolle. Kann ich wild drauf los schneiden, sägen und fräsen oder soll die Lok so weit es möglich ist, im Original Zustand erhalten bleiben??? In diesem Fall möchte ich so weinig wie möglich an der Lok ändern, aber wenn es nötig ist, fräse ich auch mal was weg…

Zuerst mal ein Überblick über die Komponenten, die mir zur Verfügung stehen.

Oben ist ein 240 mAh LiPo Akku, der eigentlich für eine Spielzeug- Drohne gedacht ist und den es im 5-er Pack mit Ladegerät für 10€ in der e-Bucht gibt. Die einzige andere Akku- Größe (500mAh), die ich vorrätig habe, ist zu groß, also muss es dieser Akku werden. Damit wird sowohl die Elektronik als auch der Antrieb der Lok mit Strom versorgt. Ein einzelliger LiPo Akku hat etwa 3,7 Volt Nennspannung. Damit lassen sich zwar die RC- Empfänger problemlos betreiben, doch für die normal üblichen Motoren sind 3,7 Volt zu wenig. Deswegen benötigt man in aller Regel neben Akku und RC Empfänger noch einen sogenannten „Step Up Regler“. Das ist eine mehr oder weniger kleine Elektronik, die aus einer kleinen Eingangsspannung (hier also 3.7 Volt) eine höhere Ausgangsspannung erzeugt, z.B. 9 Volt. Mit 9 Volt laufen die meisten herkömmlichen Fahrzeuge schnell und kräftig genug…

Links auf dem Foto liegt je ein Deltang RX61 (größer) und RX63 (kleiner) RC- Empfänger. Vom RX63 habe ich einen zu viel, da ich letztens aus Versehen statt einem RX61 einen RX63 bestellt habe und ich keine Rücksendung nach England dafür machen wollte. Der RX63 verträgt nur bis zu 400mA Strom für Motor und Funktionen (Licht usw). Das wäre noch nicht mal all zu tragisch.  Aber der RX63 verträgt nur maximal 8 Volt am Eingang, womit auch die maximale Motorspannung auf unter 8 Volt begrenzt ist. Sehr oft werden die winzigen Pololu 9Volt Step Up Regler verwendet, um aus einem einzelligen LiPo Akku 9 Volt Fahrspannung zu „kitzeln“. Das ist mit dem RX 63 nicht möglich. Also muss man den winzigen Empfänger mit entweder 2 LiPo Zellen (= 7,4 Volt) oder einen im Verhältnis deutlich größeren Step Up Regler kombinieren. Die dritte Variante wäre der Einbau eines Motors für 6 bis 9 Volt und der Betrieb mit einem fixen 5 Volt Step Up Regler von Pololu (der genau so winzig ist, wie der 9 Volt Typ). Durchschnittliche H0 Fahrzeuge älteren Jahrgangs dürften mit 5 Volt sogar ganz passable Geschwindigkeiten erreichen. Da müsste man nur sehen, ob der Motor dann nicht zu viel Strom zieht. Neuere Fahrzeuge dürften aber oft zu langsam sein bzw zu wenig Zugkraft übrig behalten.

Da wir nun schon viel über Step Up Regler gesprochen haben… Auf dem Bild oben sind zwei gänzlich verschiedene Typen zu sehen. Das winzige Teil rechts unten ist so ein Pololu 9 Volt Regler. Darüber das große Teil ist ein No Name China Produkt. Der große Nachteil ist natürlich genau das, die Größe. Aber der China Regler hat auch 2 nicht zu unterschätzende Vorteile, weswegen ich, sofern vom Platz her möglich (wie z.B. in meiner GEC), lieber die „großen Brummer“ einbaue. Zum einen bekommt man locker 4-5 von den großen Teilen für den Preis eines einzigen Pololu Reglers und zum anderen kann man bei den China Teilen die Spannung mit der kleinen Messing- Schraube in dem blauen Kästchen (ein Trimpoti) einstellen. Damit ist es möglich, die Fahrspannung und damit die Höchstgeschwindigkeit exakt an die eigenen Vorstellungen anzupassen.

Zunächst wird mal nach einem Platz für den Akku gesucht, da ich hier keine Variationsmöglichkeiten habe.

Der erste Versuch ist unter dem Dach des Führerhauses, eine häufig zu findende Variante.

Allerdings fällt hier der Akku von der Seite betrachtet doch sehr störend auf, selbst wenn man noch versucht, ihn mit Farbe zu Tarnen. Außerdem hat das Personal dann keinen Platz mehr für den Kopf.  Somit ist diese Option im Prinzip vom Tisch. Leider sind bei der Stainz die Wasserkästen nicht durchgehend frei, sonst wäre da genug Platz. Das sieht man auf einem Foto weiter unten ganz gut. Bleibt noch der Boden des Führerhauses.

Wenn ich den Akku schon dort im eigentlich sichtbaren Bereich unter bringen muss, dann kann ich natürlich auch gleich den großen Regler nehmen. Der stört dann auch nicht mehr als der Akku selbst. Später bekommt das Führerhaus eine schwarze Abdeckung aus Karton oder Kunststoff, auf der zwei „halbe“ Lokführer montiert werden. So sieht man nicht mehr wirklich etwas von der Technik am Boden. Allerdings werde ich den Ein/Aus Schalter (einen Mini- Schiebeschalter) von Innen mittig an die Stirnseite des Führerhauses und die Ladebuchse an die (in Fahrtrichtung) rechte Seitenwand im Bereich vor der Tür ankleben. Zum Laden und ein- bzw ausschalten muss ich dann zwar das Dach abnehmen, was bei der Stainz aber gar kein Problem ist. Das Dach ist nur gesteckt und lässt sich kinderleicht abnehmen…

Fehlt noch der Platz für den Empfänger…

Der Empfänger ist deutlich flacher und kleiner als der Akku. Deswegen wäre eine Möglichkeit, den Empfänger unters Dach zu bauen. Allerdings muss man dann ziemlich viele Kabel zum Dach führen, was zum einen nicht so gut aussieht und zum anderen unpraktisch ist, wenn man das Dach öfter abnehmen muss…

Eine andere Möglichkeit wären die Wasserkästen. Aber wie weiter oben schon erwähnt, sind die nicht frei, sondern werden vom Stehkessel- Imitat teilweise blockiert.

Der RX 61 ist leider etwas zu lang, um ihn im Stehkessel selbst unterbringen zu können… Was nun? Klar könnte ich den Empfänger auch noch ins Führerhaus legen, doch dann ragt die Elektronik vermutlich über die Fenster- Unterkante hinaus, etwas, was ich wirklich vermeiden möchte. Wenn es schlecht läuft, bekomme ich den RX 61 ohne Fräsarbeiten am Stehkessel  nicht eingebaut.

Aber bevor ich das Modell „zerstöre“ teste ich erst mal, ob nicht vielleicht der RX 63 ausreicht, um die mit 2 LED ausgestattete Stainz mit genügend Geschwindigkeit zu betreiben… Dann müsste ich außer einem kleinen Loch für die Kabel- Durchführung nichts weiter an der Lok ändern… Das mache ich aber nicht mehr heute.

 

GEC Diesel Lok Teil 4

Hier ist nun der 4. Teil des Bauberichts meiner GEC Diesellok.

Heute geht es um die Lackierung, bevor im letzten Teil dann der Einbau der Technik, die Detaillierung und Beschriftung geht.

Zunächst habe ich die Kanten und Klebefugen mit Acryl- Spachtel gefüllt.

 

Das ist die wohl schlimmste Stelle gewesen, da hier ein Stück des Gehäuses gefehlt hat. Aber nach dem Schleifen ist das nicht mehr wirklich sichtbar.

Danach wurde, wie eigentlich immer beim Spachteln, fast alles wieder runter geschliffen.

Anschließend kam die Lok in die Spülmaschine, einfach mit zum regulären Abwasch. Man kann den benutzten Lasagne Teller noch deutlich erkennen…

Nach dem Spülen  ist die Lok fettfrei, sauber und staubfrei. Damit das auch so bleibt, wird sie ab jetzt nur noch mit Vinyl- Handschuhen angefasst. Zum Lagern kommt sie in einen wieder verschließbaren Gefrierbeutel. Der ist Luftdicht und somit auch Staubdicht…

Die Grundierung ist rotbraun und trocknet matt auf (auf dem Foto noch nicht passiert), was ich dazu nutzen will, mal eine für mich neue Technik anzuwenden, die Salzkörner- Technik. Dazu werden an einigen Stellen Salzkörner auf das Modell gebracht. Nach dem Lackieren werden die Salzkörner entfernt und die darunter liegende Farbe (im Modellbau fast immer irgendwelche Rost- Töne, so auch hier) erscheint. Damit lässt sich recht einfach ein verrosteter, abgeplatzter Lack darstellen, bei dem der „Rost“ tatsächlich unter dem Lack sitzt und nicht wie sonst meist auf dem Lack….

Da meine Bahn eine Touristen- Bahn ist werden meine Fahrzeuge natürlich nicht total vergammelt aussehen. Ich mag diesen Gammel- Look, obwohl es sehr realistisch aussehen kann, nicht besonders. Meine schönen Loks und Wagen sind mir dafür meist auch viel zu schade… Die GEC wird aber einen Teil des Alltags- Verkehrs der RTR abwickeln müssen. Die eine oder andere kleine Roststelle ist da durchaus wahrscheinlich. Auch etwas Bremsstaub und feine Abgas- Spuren soll sie bekommen. Darüber hinaus wird sie aber gepflegt und gut in Schuss dargestellt.

Zur eigentlichen Farbgebung habe ich mir folgendes überlegt. Der Rahmen und das Umlaufblech werden schwarz. Die Pufferbohlen sollen Schwarz mit diagonalen gelben Streifen werden sofern ich das brauchbar abgeklebt bekomme. Sonst werden sie komplett Gelb. Der Aufbau wird Himmelblau mit einem umlaufenden gelben Zierstreifen, der unterhalb der Fenster verläuft. Damit sind 2 der 3 Nationalfarben (Sonnengelb, Himmelblau und Palmengrün) von Terthana im Farbschema enthalten. Das Dach wird Silber- Metallic und der Innenraum Grau. Ich denke, das sieht schon etwas nach Karibik aus, oder?

Die eigentliche Lackierung wird wohl nicht mehr vor Ostern komplett sein. Die eine oder andere Farbe wird sich aber bestimmt schon aufs Modell „verirren“.

Sobald es neues gibt, werde ich diesen Beitrag editieren, damit es nicht zu viele Teile werden… Erst wenn die Lackierung abgeschlossen ist, folgt dann der 5. und letzte Teil…

Es gibt Neues.

Nachdem ich die kleinen Farbbreiche (Kühlergrill und den Untergrund für den Zierstreifen) lackiert hatte, wollte ich vorhin das Modell abkleben. Dabei fiel mir förmlich die Grundierung entgegen. Diese Grundierung hatte ich bisher noch nicht benutzt (und werde es in Zukunft auch nie wieder tun). Die Acryl- Farben hätten ohne Grundierung sicherlich tausendmal besser gehalten. Jetzt muss ich erst mal versuchen, die Grundierung vom Modell abzuwaschen. Da ich weder Backofenreiniger noch Nagellackentferner noch Spiritus im Hause habe muss ich aber erst einkaufen.

Ich werde es zuerst mal mit Spiritus versuchen. Der ist selbst hier in der Pampa leicht zu bekommen, billig und lässt sich auch für andere Zwecke nutzen. Falls das nicht hilft, muss ich weiter sehen. Auf jeden Fall muss das rote Zeugs erst wieder runter, bevor es mit der GEC weiter gehen kann…

Der Versuch mit Spiritus war recht Erfolgreich. Der größte Teil der rotbraunen Grundierung ist nach dem 24 stündigem Bad in Spiritus wieder runter, unter Zuhilfenahme eines Topfschwamms und viel fließendem warmen Wassers. Dabei sind aber auch die meisten Klebestellen aufgegangen, zumindest am Aufbau. Zum Glück ist das Fahrwerk, der Rahmen noch größtenteils zusammen. Lediglich die Aufstiege muss ich hier wieder ankleben.

Allerdings sind die Probe- Lackierungen, die ich innen auf meist nicht grundierten Stellen gemacht habe nicht abgegangen. Weder Vallejo Model Color noch Revell Aqua Color ließ sich mit Spiritus vom Kunststoff ablösen. Von der Grundierung schwamm die Farbe sehr schnell in großen Stücken davon. Deswegen werde ich demnächst weitestgehend auf Grundierung verzichten. Zumindest, wenn das Modell aus einheitlichem Kunststoff- Material besteht. Bei gelasertem MDF oder Karton dürfte eine Grundierung aber wohl unverzichtbar sein…

Wenn die Einzelteile trocken sind, werde ich Sie erst mal wieder zusammen kleben und dann einen neuen Lackierversuch starten.

So, Farbe ist drauf. Ich werde gleich überprüfen, ob alles Ok ist und dann die Klebestreifen vom Abkleben entfernen. Dann noch das Salz abwaschen und mal sehen, wie es geworden ist. Innen ist sie allerdings noch nicht lackiert. Das kommt später, vermutlich per Pinsel und nicht per Airbrush.

Das Klebeband ist ab, das Salz noch nicht. Dazu will ich die Farbe erst über Nacht trocknen lassen, um sie wirklich Wasserfest zu bekommen. Übrigens ist das Dach schwarz geworden, weil meine Silber-  Spühdose verdorben ist.  Das „berühmte“ gelb- schwarze V Muster auf den Pufferbohlen habe ich auch nicht hin bekommen. Dafür sind die schwarzen Pufferbohlen jetzt von einem gelben Rand umgeben, was mindestens genau so auffällig ist…

Die Zierstreifen muss ich noch ein wenig ausbessern. Besonders da, wo der Untergrund uneben ist, hat das Abdeckband nicht perfekt angelegen. Daneben müssen natürlich noch diverse Details bemalt werden (Kühlergrill, Türgriffe, Fensterrahmen usw). Auch fehlen noch ein paar Anbau Teile, die nicht Bestandteil des Bausatzes sind. Ich habe noch eine Glocke fürs Dach und ein paar Feuerlöscher. Handläufe und Geländer fehlen auch noch. Und ein wenig Staub und Dreck wird sch vermutlich neben den kleinen Rost- Spuren auch nicht vermeiden lassen.

Aber grundsätzlich ist es speziell nach der Panne mit der schlechten Grundierung gar nicht so übel geworden, auch wenn ich schon bessere Lackierungen zustande gebracht habe. Da ich zum ersten Mal Revell Aqua Color zum lackieren mit der Airbrush verwendet habe, ist da bestimmt noch Luft nach oben…

Der Lack ist allerdings extrem matt, selbst das Himmelblau, was eigentlich „Glänzend“ sein sollte (weil es diese Farbe nicht in „Matt“ gibt). Mal sehen, wie das nach dem Überzug mit Klarlack wirkt…  Der kommt allerdings erst dann, wenn auch die Beschriftung erledigt ist. Viele Beschriftungen gibt es bei der RTR ja nicht. Eine Tafel mit dem Landeswappen (das ich erst noch „erfinden“ muss) und dem Namen der Lok selbst, was in etwa der Loknummer bei anderen Bahngesellschaften entspricht, das ist fast alles.  Sonst gibt es nur noch eine handschriftliche Nummer, die eigentlich eine Laufnummer sein soll, tatsächlich aber die „Selecta“ Einstellung ist, womit es mir leicht fällt, die Lok einer Position am Sender zuzuordnen, ohne das ich mir das alles merken muss.

Inzwischen habe ich die Korrekturen am Lack vorgenommen. Außerdem ist die Inneneinrichtung und der Lokführer (ein Chinese, meint eine Billig Figur in 1:50 aus China) eingebaut worden. Daneben habe ich am Dach ein paar Kran- Ösen aus Messing angebracht. Die hatte ich noch in der Schublade liegen. Neben den Kran- Ösen lag auch noch ein Horn. Das habe ich ebenfalls aufs Dach montiert. Anschließend habe ich das Wappen und die Landesfahne von Terthana gezeichnet:

Das Wappen sieht recht schmuck aus. Allerdings ist in 1:45 auf den Namensschildern nicht mehr all zu viel von der Palme zu erkennen.

Daneben habe ich ein Foto eines Original Typenschildes einer GEC 25 Ton Baujahr 1941 aufgetrieben. Verkleinert auf 1:45 ist leider nichts mehr zu lesen. Auch die Patina vom Foto ist nicht mehr zu erkennen. Aber zumindest weiß ich ja, was das eigentlich ist. Zusätzlich habe ich noch ein paar Warnschilder („High Voltage“, „Flammable“ und „No Smoking“) mit ausgedruckt.

Die schwarzen Pufferbohle mit gelbem Rand gefallen mir nicht so besonders. Die üblichen Gelb- Schwarzen Streifen wären mir dann doch lieber. Da ich im Internet keine Vorlage für die Gelb- Schwarzen Warnstreifen auf den Pufferbohlen finden konnte, habe ich kurzerhand in Inkscape selbst welche gezeichnet. Auch diese habe ich mit ausgedruckt. Einen Ausdruck habe ich auf mattem Fotopapier gemacht und einen auf Glänzendem. Der glänzende Ausdruck ist vor allem für Warntafeln usw gedacht, die dadurch hoffentlich ein wenig Glanz behalten, nachdem der Klarlack drüber ist. Die Warnstreifen habe ich aus dem matten Ausdruck ausgeschnitten und mit Alleskleber auf die Pufferbohlen geklebt.

Nach dem Trocknen des Klebers schneide ich die überstehenden Bereiche des Papiers ab. Anschließend wird die Kante des Papiers mit einem Marker schwarz eingefärbt. Dazu soll der Kleber aber erst mal richtig durchtrocknen.

Außer dem Marker steht dann nur noch Pulverfarbe für Flugrost und Bremsstaub an. Es müssen auch noch ein paar Schilder angebracht werden.

Hier noch ein paar Fotos der fast fertigen Lok.

Sie steht auf dem Schleifklotz, da der Antrieb noch nicht montiert ist und sonst die Kupplungen aufliegen würden. Die Kadee Kupplungen sehen für automatische Modellbahn- Kupplungen doch ziemlich naturgetreu aus. Für Bahnen wie meine RTR gibt es keine bessere Wahl, finde ich.

Das Schild am Vorbau ist das verkleinerte Foto des echten Fabrikschildes, das ich im Internet gefunden habe.

Das Dach ist nur aufgelegt. Erst müssen noch die Fensterverglasung und die Beleuchtung eingebaut werden, bevor ich das Dach ankleben kann. Der Vorbau ist ja sowieso abnehmbar, um auch später an die Technik zu können.

Die Geländer und Handläufe, die ich ganz zum Schluss anbauen werde, sollen dann noch Gelb lackiert werden. So wie ich es auf vielen Vorbild- Fotos gesehen habe. Dann als Abschluss ein Überzug mit mattem Klarlack und die Fenster- Verglasung. dann ist die Optik fertig.

Nachdem ich die Geländer und Handläufe angebaut und lackiert hatte, konnte ich es nicht lassen und musste die Lok doch mal auf ihre eigenen Räder stellen, auch wenn der Antrieb noch mal wieder ab muss, um den Klarlack aufzutragen.

Die Lok passt doch prima zu den Magic Train Fahrzeugen. Und nach Tropeninsel sieht sie auch aus, oder?

Selbst auf den seitlichen Fotos fällt es überhaupt nicht auf, dass der Köf3 Antrieb einen zu kurzen Radstand hat. Genau wie ich gehofft habe.  Ich freue mich schon auf den Einbau der RC- Technik und Beleuchtung. Mehr dazu in einem späteren Beitrag.

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GEC Diesel Lok Teil 3

Hier ist der dritte Teil des Bauberichts der GEC Diesel Lok.

Heute geht es um das Führerhaus. Zuerst habe ich die Anpassung der vorderen Wand an den Köf-Antrieb vorgenommen.

Da die angespritzen Stirnlampen genau 3mm Innendurchmesser haben, passt natürlich eine Standard LED „sunny white“ mit 3mm Durchmesser perfekt hinein.

Die LED selbst übernimmt dann auch gleich die Rolle des Lampenglases.  Einfacher geht es nicht.

Die LED werden natürlich erst nach der Lackierung eingebaut, damit ich mir das Abkleben sparen kann…

Als nächstes habe ich die halb geöffneten Fensterrahmen in die Seitenwände geklebt.

Auf Terthana ist es ja meist ziemlich warm. Da sind geöffnete Fenster sicher die Regel und nicht die Ausnahme…

Jetzt habe ich die „Verglasung“ für die Fenster ausgeschnitten. Eingeklebt wird sie aber natürlich auch erst nach der Lackierung… Da man die Verglasung nicht wirklich sehen kann, habe ich kein Foto davon gemacht.

Es fehlten noch die Arbeitsklappen am Rahmen. Diese werden einfach flach aufgeklebt.

Unter der Kupplung spitzt ein Gewicht hervor. Hinten habe ich zusätzlich noch 3 weitere Gewichte eingeklebt. Damit habe ich 25g Ballast unter dem Rahmen anbringen können.

Im vorderen Bereich kommt noch die Befestigungsschraube für den Vorbau sowie der Ein/Aus Schalter für die RC Anlage und die Ladebuchse für den Akku hin. Deswegen habe ich hier kein Ballast montiert. Um die etwas ungleiche Gewichtsverteilung auszugleichen, kommt später noch Ballast unter den Vorbau, so weit es der Platz noch zulässt. Zusammen mit dem Köf- Gehäuseteil liegt die Lok inzwischen bei ca 165g (ohne extra Ballast im Vorbau) und ist somit bereits schwerer als die „Original“ Roco Köf. Ich möchte aber gerne ein Gewicht von ca 180g erreichen. So viel wiegt nämlich die Magic Train Stainz. Damit dürfte die GEC eine vergleichbare Zugkraft wie die MT Loks entwickeln…  Das sollte für meine Zwecke locker ausreichen…

Nun wird das Führerhaus zusammen geklebt.

Das Fotografieren für diesen Beitrag hat mir hier tatsächlich den „Hintern gerettet“… Mit bloßem Auge konnte ich nicht sehen, dass die Rückwand nicht richtig sitzt. Meine Augen sind nicht mehr besonders gut. Ich muss sogar demnächst am Auge operiert werden… Aber durch die starke Vergrößerung auf dem Foto habe ich den Fehler rechtzeitig bemerkt und konnte ihn noch korrigieren, bevor der Kleber ausgehärtet ist…

Das Führerhaus wird nach dem Lackieren und der Detaillierung (Führerstände, Sitze, Personal) sowie dem Einbau der Beleuchtung fest mit dem Umlaufblech verklebt. Der Auspuff wird ebenfalls am Führerhaus angeklebt und dient gleichzeitig als hintere Halterung für den Vorbau. Da unter dem Vorbau die ganze Technik eingebaut wird, muss er abnehmbar bleiben.  Im vorderen Bereich werde ich wieder eine Schraube mit (festgeklebter) Mutter verwenden, um ihn abnehmbar zu machen.

Da im Führerhaus außer einer oder ggfs 2 LED, falls ich auch noch eine Führerhausbeleuchtung realisieren will, weiter keine Technik eingebaut ist, wird später auch das Dach festgeklebt. LED gehen normalerweise nie kaputt, von daher kann man das Risiko sicher eingehen. Vermutlich werde ich nur ein paar Klebepunkte setzen, um im Zweifel das Dach halbwegs zerstörungsfrei wieder ab zu bekommen, sofern das mal nötig werden sollte.

Ein kleiner Nachtrag, da sich für diese kleinen Fortschritte ein eigener Beitrag nicht lohnt.

Nach dem Aushärten des Führerhauses habe ich den Auspuff angeklebt. Der Auspuff ist nur am Führerhaus angeklebt und dient so gleich als Teil der Halterung für den Vorbau.

Der Vorbau wird später bei der Montage unter den Auspuff geschoben und dann vorne mit einer Schraube von unten befestigt. Diese Schraub- Befestigung habe ich ebenfalls eingebaut.

Das Ganze besteht wieder aus einem Polystyrol- Steifen, einer M3 Mutter (diesmal eine Viereck- Mutter, die bei meinem 3D Drucker übrig geblieben war) und einer M3 Schraube, die von unten durch das Umlaufblech geschraubt wird. Die Klarsichtfolie soll verhindern, dass die Konstruktion beim Verkleben auch am Fahrwerk festklebt, was nicht im Sinne des Erfinders wäre… Die Mutter und die Verbindung vom PS Streifen zum Vorbau wurden wieder mit Stabilit angeklebt.

Nach dem Aushärten des 2K Klebers ist der Rohbau der GEC bis auf einige Details abgeschlossen. Diese werden aber erst nach dem Spachteln, Schleifen, Grundieren und Lackieren angebaut. Da die Teile nicht immer pass-genau sind, gibt es leider einiges zu Spachteln und Schleifen…

Als nächstes wird die Lackierung dran kommen.  Die Technik kann ich wohl besser erst danach einbauen, um nicht alles mit Lack zu „versauen“. Die genaue Farbgebung muss ich mir auch noch überlegen. Unten wird sie Schwarz und Innen Grau. Aber oben, da muss ich erst mal sehen. Irgendwas mit Grün, Gelb und/oder Blau auf jeden Fall (den Nationalfarben von Terthana) wird es wohl werden… Vielleicht Blau mit gelbem Zierstreifen oder so… Weiß ich aber noch nicht genau.

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Besuch bei der Moorbahn in Uchte am 13. Oktober 2018

Hier sind Fotos von einem Besuch bei der Moorbahn in Uchte vom 13. Oktober 2018. Das Wetter war, wie ja der ganze Sommer unglaublich gut für die Jahreszeit. Der Ausflug war sehr interessant und lehrreich, die Fahrt mit der Moorbahn ein Erlebnis.  Einen Besuch in Uchte kann ich nur jedem empfehlen.  Weitere Informationen kann man auf der Webseite der Bahn bekommen.

 

Und weil es dazu passt, habe ich auch noch ein paar Alltagsfotos einer Moorbahn aus dem Südlohner Moor, einfach mit dem Handy aus dem Auto heraus geknipst, während ich am Bahnübergang gewartet habe. Diese Fotos sind im November 2018 also nur ein paar Wochen nach dem Besuch in Uchte entstanden.

GEC Diesel Lok Teil 2

Hier ist der zweite Teil des Bauberichts der GEC Diesel Lok.

Nachdem meine Fräse so weit einsatzfähig ist, habe ich einige Teile für die GEC Lok aus Polystyrol gefertigt. Nun ist es so weit, sie werden eingebaut. Ich habe eine neue Grundplatte für den Antrieb der Roco Köf3  hergestellt, den ich so angepasst habe, das er genau in das Fahrwerk der GEC passt und die Kupplungshöhe stimmt.  Daneben habe ich Stege gefräst, die zwischen den Rahmen passen. Diese Stege haben ein Loch erhalten und werden fest in den Rahmen geklebt. Auf der Rückseite der Stege habe ich mit Stabilit Express je eine M3 Mutter angeklebt.

Dadurch lässt sich die neue Grundplatte problemlos und jederzeit lösbar von unten an der Lok befestigen. Der eigentliche Getriebeblock wird mit der original M1 Schraube an der Grundplatte befestigt, die auch schon beim unveränderten Modell zum Einsatz kommt. Im Bereich der M1 Schraube sind 2 Füllstücke montiert, um die Grundplatte an die Form des Getriebe- Gehäuses anzugleichen.  So sitzt der Antrieb „anständig“ und ist trotzdem jederzeit wieder demontierbar.

Auf diesem Foto sieht man sehr deutlich, dass der Radstand der Köf nicht wirklich zur GEC passt. Im Alltag fällt das aber dank des tief herunter gezogenen Rahmens nicht wirklich auf. Wenn die Lok von Unten dann auch noch schwarz ist, sieht man das gar nicht mehr.

Nachdem der Antrieb montiert war, habe ich die Lok mit aller Technik (Akku, RC- Empfänger und Step Up Regler) und den noch zu montierenden Bausatz- Teilen auf die Waage gestellt.  Das Gewicht liegt bis hierhin bei etwa 100 Gramm. Da die „Original-“ Köf dank Metall- Gehäuse und – Rahmen etwas mehr als 150 Gramm wiegt, muss ich meine GEC noch deutlich schwerer bekommen, wenn ich vergleichbare Fahr- Eigenschaften wie die der Köf (die ziemlich gut sind, für eine kurze 2- achsige Lok) erreichen will.  Nach einiger Recherche im Netz habe ich mir Auswucht- Gewichte für ALU- Felgen besorgt, mit denen ich das Lok- Gewicht sicher hoch genug bekomme…

Da der Köf Antrieb nicht vollständig unter dem Umlaufblech verschwindet, muss ich mir Gedanken machen, wie ich das Führerhaus anpasse. Eine mögliche Lösung ist ein Ausschnitt in der Front, durch den der Motor in den Führerstand hinein ragen kann. Dabei bleiben die Proportionen der Lok originalgetreu… Ein erster Test mit provisorisch montiertem Führerhaus sieht vielversprechend aus.

Genau so wirkt das Vorbild auch. Zwar sehr Amerikanisch, aber auf Terthana sind amerikanische Fahrzeuge nicht ungewöhnlich. Der bullige, hohe Motor- Vorbau der sehr viel Platz für die Technik (Akku, RC usw) bereit stellt, aber nur kleine Front- Fenster zulässt, vermittelt einen kraftvollen Eindruck. Gefällt mir irgendwie.

Eine andere Variante wäre es, das Führerhaus höher zu machen, es also auf einen Sockel zu stellen. Dafür müsste die Front zwar neu gefräst werden, man bekommt aber größere, mehr europäische Fenster. Und der Fußboden des Führerhauses wäre eben und völlig frei von Modell- Technik.

Für meinen Geschmack wird das Führerhaus so aber zu hoch. Vergleicht man es mit der Stainz dahinter, so fällt die Höhe doch sehr unangenehm auf. Damit ist die Entscheidung gefallen. Das Führerhaus wird Original bleiben.

Das nächste Problem, das es zu lösen gilt ist die Befestigung des Motors am Getriebe- Gehäuse.  Ich habe den Motor erst mal provisorisch mit Sekundenkleber angeheftet. Auf Dauer ist das aber keine Lösung. In der Köf wird der Motor vom Vorbau in Position gehalten. Bei genauerer Betrachtung erschien es mir möglich, den Köf- Vorbau, der aus Metall ist und somit viel Gewicht mitbringt, genau dafür weiter zu verwenden. Nach einigem Einsatz einer Mini- Trennscheibe ließ sich der Köf- Vorbau tatsächlich in der GEC so unter bringen, das er den Motor genau wie in der Köf an seinem Platz hält. Allerdings entgegengesetzt zur ursprünglichen Fahrtrichtung.

Einige Teile, wie der Auspuff und die Front- Lampe sowie ein Teil des „hinteren“ Bereichs mussten weichen, Damit ist der Weg zurück zur H0 Köf jetzt endgültig versperrt. Neben der Befestigung des Motors und dem zusätzlichen Gewicht ist ein weiterer Vorteil, das der Motor nun nicht mehr „offen“ im Führerhaus zu sehen ist. Das Stück Köf- Gehäuse kann man leicht als eine (vorbildähnliche) Getriebe Abdeckung oder ähnliches „Interpretieren“, wenn man nur „schamlos“ genug ist.

Nun muss der Köf- Vorbau „nur“ noch mit dem Umlaufblech der GEC verklebt werden, was ich wieder mit Stabilit Express gemacht habe.

Hiermit ist der zweite Bau- Abschnitt beendet, da der Kleber erst mal in Ruhe aushärten soll.

Demnächst geht es dann weiter mit der Anpassung des Führerhauses und des Vorbaus. Auch eine lösbare aber möglichst unsichtbare Befestigung für den Aufbau muss noch „erfunden“ werden, damit man bei Bedarf an die eingebaute Elektronik kommt… Anschließend wird dann noch die Technik eingebaut, bevor es an die Details und das Finish geht…

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