“Martha” die Harz Mallet Lok 99 5901 – 03 in 0e

Ich träume ja schon ewig von einer Mallet Lok. Ich wollte (will) ja aus einer H0 “Zuckersusi” eine O&K Mallet (wie sie z.B. in Indonesien liefen) bauen, irgendwann mal. Nun gibt es seit kurzem aus derselben Quelle wie die 3D Dateien für die Spreewald und die Hannover auch Dateien für eine 1:45 Harz Mallet der Baureihe 99 5901 bis 99 5903. Da konnte ich nicht widerstehen und habe die 5€ für die Dateien investiert. Die Harz Mallet ist viel größer und wuchtiger als die “O&K”, die ich geplant hatte. Natürlich hat auch dieses Modell dasselbe Problem wie die Spreewald, das Original ist für Meterspur, ich fahre aber auf Engspur. Also wieder “nur” ein Freelance Modell ähnlich der Harz Mallet. Finde ich nicht schlimm, hab ich schon oft gemacht.

Das Dach ist ein getrenntes Teil, was die Montage erleichtert. Die Lok ist für zwei mal Fleischmann “Anna” als Fahrwerksspender vorgesehen.

Das hintere Fahrwerk ist starr eingebaut, das Vordere drehbar. Ich wundere mich nur etwas, das es vorne angeschlagen ist und nicht irgendwie in der Mitte. Ich bin ja mal gespannt, wie das so läuft.

Wenn man engere Radien befahren will bzw. muss (so wie ich in der Kehrschleife, die anders einfach nicht unterzubringen ist), sollte man das vordere Fahrwerk unmotorisiert einbauen und die Motorhalterung abfräsen, um mehr Beweglichkeit zu gewährleisten. Tatsächlich habe ich ein Anna Fahrwerk mit Motor und eines ohne Motor hier verfügbar, die ich dafür einsetzen kann. Fährt man nur größere Radien, kann man auch beide Fahrwerke angetrieben einbauen. Das würde der Zugkraft sicherlich gut tun. Allerdings ist ein gutes Gewicht dafür wichtiger als die Anzahl der angetriebenen Achsen oder die Anzahl der Motoren. Und Platz für Gewicht ist reichlich vorhanden.

Sogar “Überzieher” für die vorderen, größeren Zylinder sind dabei.

Die Lok wird ziemlich groß, passt allerdings grade eben auf einmal in meinen Drucker…

Das motorisierte Fahrwerk bekommt sicherlich einen anderen Motor. Mal sehen, ob ich da irgendwie doch einen größeren Motor einbauen kann als den vom Platz her optimal passenden 1015 Typ.

Ok, das wird auf jeden Fall viel mehr Arbeit als gedacht.

Vorne angeschlagen, wie in den Dateien vorgesehen, kann das auf keinen Fall funktionieren, wenn man mit der Lok tatsächlich fahren will. Ich hab mal die beiden “Annas” auf Gleise der Magic Train Weihnachts- Startpackung gestellt. Die Steckerleiste dient nur zur Visualisierung der Mittelachse des Gehäuses. Man sieht, das es sehr weit überhängt. Der Anschlag muss zwingend zwischen die beiden Fahrwerke, sonst geht das 100% schief. Besonders, da das hintere Fahrwerk starr eingebaut ist. Besser wäre es, wie bei einer “normalen” Drehgestell- Lok beide Drehgestelle eben das, also drehbar auszuführen. Allerdings sind bei Mallets die hinteren Fahrwerke starr eingebaut, was hier also richtig wiedergegeben wird. Trotzdem sind Mallets grade für enge Radien gedacht gewesen. Gegenüber einem Vierkuppler sind sie also immer noch deutlich gelenkiger.

(Quelle Wikimedia, Bild anklicken, um zum Original zu gelangen)

Hier eine Schemaskizze der Anordnung von Wikipedia.

Das muss also in den Dateien zwingend geändert werden, wenn die Lok kein reines Standmodell werden soll. Mal sehen, wann das wie geht.

Weil ich grade dabei war, noch eben schnell ein Foto mit der Spreewald und den beiden “Anna” Fahrwerken. Die Mallet wird ein gutes Stück größer als die Spreewald.

Ich habe gestern mit dem Autor der 3D Dateien gesprochen. Er meinte, die Mallet hat er für einen Freund gemacht, der nur ein Vitrinenmodell haben wollte. Da war das so in Ordnung und durch große Radien läuft sie trotzdem. Er wird eine neue Variante zeichnen, bei der die vordere “Anna” komplett vom “Metallteil” befreit wird und dann hinten angeschlagen wird. Dann kann man den vorderen Antrieb zwar gar nicht mehr motorisieren, aber dafür kommt sie um die Kurve. Ohne diesen Umbau würde vom Kessel nichts mehr übrig bleiben, damit genug ausgeschwenkt werden kann. Die einzige Frage, die bleibt, ist, ob eine “Anna” alleine noch stark genug ist. Da bin ich aber ziemlich zuversichtlich. Zumindest werden die Räder kaum durchdrehen können, da es eben fast schon unendlich viel Platz für Ballast gibt. Die Hohlräume kann man gar nicht alle mit Ballast auffüllen, sonst wird die Lok ernsthaft zu schwer.

Nun muss ich also warten, bis ich die neue Dateien bekomme. Bei der Hannover gingen diese Anpassungen ziemlich schnell. Hier ist aber mehr zu tun, deswegen weiß ich nicht, wie lange das dauert.

Nach meinem Gespräch mit dem Autor hat es nur ein paar Stunden gedauert, bis die überarbeiteten Dateien zum Download bereit standen.

So sieht das auf jeden Fall deutlich vielversprechender aus. Leider wird es noch 1 oder 2 Tage dauern, bis ich einen Testdruck machen kann. Gespannt bin ich allemal.

Wenn es etwas neues gibt, geht es hier weiter.

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