“I came from a land down under” – Trambahn Dampflok “Paluma” aus Australien

Mein aktuelles Projekt ist eine Trambahn- Dampflok in 1:48, die ihr Vorbild in Australien hat. Dank einem Forumsbeitrag im Schmalspurtreff- Forum bin ich über die Seite von Keith Faulkner gestolpert. Dort gibt es viele 3D Druckdateien zum kostenlosen Download. Die Modelle scheinen gut durchdacht zu sein und sollten sich kostengünstig und schnell realisieren lassen.

Ausprobieren wollte ich zuerst mal die “Paluma”. Paluma stammt aus einer der der Aborigines- Sprachen und bedeutet  “Donner”.  Als Antrieb dient das Fahrgestell einer Lima H0 Rangierlok, die es seit Jahrzehnten gibt und die nie viel Geld gekostet hat.

Ich habe Eine bei eBay für 11,95€ aufgetrieben. Der Motor ist nicht gerade optimal, aber zumindest ist die Lok keine heftige “Rennsemmel”. Für den aufgerufenen Preis fährt sie nach etwas Wartung sogar ziemlich anständig. Man könnte die Fahreigenschaften durch einen neuen Motor sicher deutlich verbessern, doch ich habe das Projekt bewusst als schnelles low- cost- Projekt angelegt. Hätte die Lok einen “normalen” Motor hätte ich bestimmt einen meiner vorrätigen Glockenanker Motoren eingebaut. Aber sie hat, ganz ähnlich wie ältere Märklin oder Fleischmann Loks einen Scheibenmotor. Dafür ist ein wirklich preisgünstiger Ersatz nicht so ohne weiteres aufzutreiben. Und ich baue ganz sicher keinen 100€ Motor in eine 10€ Lok ein…

Nach der langen Sommerpause wollte mein Halot One seinen Dienst nicht wieder antreten. Das OTA Firmware- Update ist schief gegangen. Nun startet er nicht mehr und ich habe noch keine Idee, wie ich ihn wieder zum Laufen bekomme. Zum Glück habe ich noch den alten Elegoo Mars, den ich zwischendurch mal repariert hatte. Damit kann ich die Teile der  Lok, wenn auch sehr langsam ebenfalls drucken.

Das Chassis musste ich zweimal drucken. Der allererste Versuch war nicht optimal vorbereitet, es gab zu wenig Stützen. Für die ersten Fotos musste es aber trotzdem herhalten.  Der zweite Druck ist deutlich besser geworden. Aktuell druckt gerade der Kessel. Wenn ich da nicht auch zweimal ran muss, sollte morgen oder übermorgen dann die Kabine und das “Kleinkram” dran sein.

Der Antrieb wird einfach mit den beiden Original- Schrauben, mit denen er auch in der H0 Lok eingebaut war, in das gedruckte Chassis  geschraubt und fertig. Die “Kringel” sind dafür gedacht, dort Unterlegscheiben oder Muttern als Ballast einzulegen. Dennoch sollte man die verbleibenden Hohlräume der Lok möglichst umfangreich mit weiterem Ballast füllen. Die H0 Lok hat ein anständiges Gewicht, was den Fahreigenschaften zuträglich ist. Die neue 0n30 Lok sollte ebenfalls so schwer wie möglich werden.

Der Kessel wird mit der Kabine zusammen geklebt (nach dem Lackieren)  und das komplette Gehäuse dann mit 4 Mini- Schrauben an das Chassis geschraubt. Sieht alles sehr gut durchdacht aus. Die Paluma bekommt keinen RC Empfänger, da es die im Moment so gut wie gar nicht zu kaufen gibt. Stattdessen bekommt sie einen Train-O-Matic DCC Decoder mit einem Goldcap Pufferbaustein, ebenfalls von Train-O-Matic. Damit kostet mich die Lok etwa 55€. Der Decoder kostet 18€, der Pufferbaustein 19€, die Spenderlok hat 12€ gekostet. Die Harz- Kosten belaufen sich auf ca. 2,50€. Dazu kommt noch etwas Farbe, etwas Klarsicht Verpackungsabfall für die Verglasung und zwei Kadee No.5. Die Gearboxes dafür sind bereits in der Konstruktion mit eingebaut worden. Ob ich die Lok beleuchte, weiß ich noch nicht. Die LED kämen dann im Zweifel noch obendrauf.

Inzwischen sind alle Teile gedruckt.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, habe ich die Teile mal lose zusammen gesteckt.

Ich muss am Kessel/Rahmen etwas nacharbeiten, damit die Teile genau passend sind. Ob das am Druck oder an der Konstruktion liegt, mag ich nicht beurteilen. Ist auf jeden Fall kein großer Aufwand, nur ein wenig mit der Feile nacharbeiten.

Die Lok sieht von den Proportionen her durchaus ansehnlich aus. Auf dem Vorbildfoto gefiel sie mir eigentlich nicht so gut wie jetzt das gedruckte Modell. Obwohl, erst mal abwarten, wenn man die Teile tatsächlich sehen kann, nachdem sie lackiert oder zumindest grundiert sind. Das transparente Harz ist hier nicht so wirklich gut zu beurteilen.

Und noch mal ein Vergleich 0n30 zu H0… Das eigentliche Fahrwerk ist am Modell ja nun gar nicht zu sehen. So spielt es überhaupt keine Rolle, was die Lok im Original als Fahrwerk hat. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Original ein C- Kuppler und nicht wie hier eine zweiachsige Lok. Wohl nicht zuletzt deswegen ist die Paluma als “Freelance” eingestuft. Das Modell wird auf jeden Fall gut zu meiner Karibik- Insel passen, da bin ich mir sicher..

Um die Proportionen der Paluma einschätzen zu können, noch einige Fotos mit anderen Fahrzeugen zum Vergleich.  Die Paluma ist ja eine 0n30 Lok, also im Maßstab 1:48. Dafür ist sie aber nicht all zu klein.

Hier neben der Porter von Bachmann in 1:48

Einem Bachmann Güterwagen in 1:48

und meiner GEC Diesellok, ebenfalls in 1:48

Auch neben ein paar 1:45 Fahrzeugen passt die Größe, finde ich. Zuerst die bekannte Stainz von Fleischmann Magic Train:

und meiner kleinsten 1:45 Lok, einer Jung Feldbahnlok:

Wenn es etwas neues gibt, melde ich mich wieder.

9€ Ticket Reise: Helgoland – 13.07. 2022

Einen lange gehegten Reisewunsch konnte ich mir am 13.07.2022 im Zuge der 9€ Ticket Reisen endlich erfüllen. Ich war endlich auf Helgoland. Auch wenn die Fähre nicht im 9€ Ticket enthalten ist, war dieser Tagesausflug ein echter Volltreffer.

Hier die Fotos dazu:

9€ Ticket Reise: Kühlungsborn – 08.06. 2022

Am 08.06 habe ich den ersten Tagesausflug mit dem 9€ Ticket unternommen. Ursprünglich wollte ich schon an diesem Tag nach Sylt, habe das Ziel aber auf Grund des schlechten Wetters an der Nordsee eben an die Ostsee verlagert. Hier war das Wetter deutlich besser. Und nach Kühlungsborn wollte ich sowieso schon immer mal.

Hier sind die Fotos:

Wirklich spektakulär ist die Fahrt mit dem Dampfzug durch die Fußgängerzone in Bad Doberan. Dazu wird es später auch noch ein Video geben. Das erste Foto in der Galerie ist ein Screenshot aus dem Video als Vorgeschmack.

9€ Ticket Reise: Sylt – 21.06. 2022

Eine der erfreulicheren Fahrten mit dem 9€ Ticket war die Fahrt am 21.06 nach Sylt.  Hier sind die Fotos:

Leider mussten einige der Fotos während der Fahrt durch die Fenster von Bahn oder Bus gemacht werden. Deswegen fehlt es manchmal etwas an Brillanz und Schärfe.

Jagsttalbahn- Güterwagen aus einem Lasercut Bausatz

Nachdem ich ja eher zufällig von einem Lasercut Bausatz für einen Jagsttalbahn- Wagen in 0e erfahren habe und mir, ganz im Gegensatz zu den allermeisten sonstigen Modellbahn- Artikeln der Preis nicht als völlig überzogen, sondern realistisch und fair erschien, habe ich kurzerhand so einen Bausatz bestellt. Das war Anfang Dezember 2021. Leider musste mir der Konstrukteur, Herr Scholz von HS Design (die vorrangig hochwertige “Ausschneidebögen” herstellen) mitteilen, das die Bausätze sehr kurzfristig ausverkauft wurden und ich keinen mehr bekommen konnte. Vor ein paar Tagen hat mir Herr Scholz per Email mitgeteilt, das eine Neuauflage erschienen ist. Nun konnte ich meinen Bausatz doch noch bekommen. Da ich per Vorkasse bezahlt und den Wagen ohne Kupplung bestellt habe, musste ich exakt 30€ (incl. Versand) für den Bausatz bezahlen. Aktuell habe ich kaum Zeit für die Modellbahn, aber zumindest ein “Unboxing” konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.  Außerdem muss man solche Angebote dann kaufen, wenn sie verfügbar sind. Wenn also jemand Lust auf so einen Wagen hat, oben ist die Webseite von HS Design verlinkt…

Wann ich aber dazu komme, den Wagen zusammenzubauen und den dazu gehörenden Baubericht fertig zu stellen, kann ich aktuell noch nicht sagen.

Der Bausatz wird in einer stabilen Pappschachtel verschickt und war innerhalb von nur wenigen Tagen da.  Im Bausatz enthalten sind auch die Metall- Radsätze mit Speichenrädern sowie die Lagerbuchsen dafür.

Daneben sind je zwei graue und zwei schwarze gelaserte Karton- Platten dabei. Zunächst mal ein Blick auf die grauen Platten:

Die Fahrzeugbeschriftung ist auf den Laser- Karton aufgedruckt und somit akkurat sitzend und nicht so leicht “abgrabbelbar”. Die grauen Teile sind für den Aufbau. Und hier noch die schwarzen Kartons:

Es sind auch Teile für “Pappräder” dabei. Diese machen aber nur bei reinen Standmodellen Sinn. Aber man kann sie sicher irgendwo als Deko verwenden. Die schwarzen Teile sind für den Rahmen und das Fahrwerk.

Daneben liegt auch noch ein bedrucktes Blatt bei, das zur Dekoration des Wagenbodens und der Innenseiten des Aufbaus gedacht ist.

Hier sind auch Beschriftungsvarianten enthalten. Dieses Blatt ist nicht gelasert. Man muss also ganz klassisch mit Lineal und Skalpell an die Sache heran gehen.

Durch die Farbgebung des Kartons und die bereits angebrachte Beschriftung hat man keinerlei Lackier- Arbeiten vorzunehmen. Es sei denn, man will den Wagen “weathern”.

Als Bauanleitung liegen drei gedruckte A4 Blätter bei, mit vielen Zeichnungen und etwas Text. In wie weit diese Anleitung ausreichend, großzügig oder zu knapp ist, wird sich beim Bau herausstellen.

So weit das “Unboxing”. Sobald es was neues zu Berichten gibt, werde ich es hier einstellen.