Mein neues Projekt die C-50 in Version 2.0

Genau wie bei den Zuckerrohr- Loren hat es sich ja erübrigt, die C50 komplett selbst zu konstruieren, Man bekommt eine fertige STL davon auf Thingiverse, auch noch im passenden Maßstab 1:45. Das Rad ganz neu zu erfinden, ist dann doch nicht so meins. Also werde ich “meine” C50 auf Basis dieser STL Dateien aufbauen. Die komplette “Eigen- Konstruktion” wird dann auf das nächste Modell vertagt…

Da ich inzwischen viel in OpenSCAD gelernt habe, bekomme ich es nun problemlos hin, STL Dateien in OpenSCAD weiter zu verarbeiten… Das Original ist für ein Drehgestell eines Roco Taurus mit einem Faulhaber- Motor vorgesehen. Eine sicher sehr gut laufende aber leider auch extrem teure Variante. Zumindest wenn man keinen Roco Taurus zum Schlachten vorrätig hat… Ein gebrauchter Taurus ist aktuell kaum unter 180-200€ zu bekommen. Etwas arg viel, nur um ein Drehgestell mit Getriebe und Rädern davon zu verwenden… Also muss ich den Rahmen so umbauen, das man eine Roco Köf3 als “Antriebsspender” nutzen kann. Wie oben schon gesehen, passen sowohl Achsstand als auch Raddurchmesser ziemlich gut zu einer C50 in 0e. Die Köf 3 bekommt man für 30-50€, sofern man keine hat. Ich habe halt eine Köf 3 hier auf Halde liegen.  In sofern kostet der Antrieb mich gar nichts…

Da ich heute Lust hatte, etwas mit OpenSCAD herum zu spielen, habe ich mich mal an den Rahmen gemacht.  Zuerst habe ich die Befestigungen für den eigentlich vorgesehenen Antrieb entfernt und den Ausschnitt im Rahmen auf das Maximum erweitert. So habe ich den Rahmen dann mal als Test ausgedruckt, um die notwendigen Anpassungen genau ausmessen zu können. Das schwere “Unterteil” der Köf3 (aus Metall) kann man leider nicht verwenden. Es ist schlicht zu breit. Dadurch muss man wieder, wie bei der GEC alles, bis auf den Getriebeblock, die Achsen und den Motor “entsorgen”. Allerdings habe ich dieses Mal die untere Getriebeabdeckung, die bei der GEC fehlte.  Deswegen werde ich versuchen, sie weiter zu verwenden.

Außerdem habe ich die Öffnung in den Puffern so erweitert, das man dort eine NEM 362 Kupplung einstecken kann. Die Höhe passt zum Glück.

In den Ausschnitt muss ich nun eine Halterung für die Antriebsteile hinein “konstruieren”. Das steht jetzt als nächstes an.

Das Gehäuse kann man wohl unverändert übernehmen. Lediglich die Lampen fehlen, die man einzeln drucken muss. Entsprechende Bohrungen dafür sind aber vorhanden.

Inzwischen habe ich den C50 Rahmen an den Antrieb von der Roco Köf3 angepasst. Aktuell wird gerade ein Testausdruck  gemacht.

Diese Variante ist für das Köf Fahrwerk, aber mit einem Glockenanker Motor vorgesehen. Daneben sind Aussparungen für eine Ladebuchse und einen Schalter vorgesehen.

Da ich bei der GEC ja keine so besonders guten Erfahrungen mit uralten Roco Motoren gemacht habe, habe ich mir gleich einen neuen Motor für die C50 besorgt. Einen weiteren, baugleichen Motor habe ich für die GEC vorgesehen. Der Original- Motor ist 10mm dick. Also darf der neue Motor auch nur 10mm dick sein, sonst greift die Schnecke nicht mehr richtig. Dünner ginge, da man unterfüttern kann. Aber Dicker geht halt nicht. Also habe ich mir zwei 1020 Glockenanker Motoren gekauft, je mit einer 5mm dicken Schwungmasse und einer neuen Schnecke Modul M0.4, passend zum Original- Getriebe der Köf. Der 1020’er sollte eher stärker sein als der alte Roco Motor. Von daher erwarte ich keinerlei Probleme…

Ein guter Freund möchte auch gerne so eine C50 haben, aber für ein Halling Vario Fahrwerk. Dabei stimmt zwar weder der Achsstand noch der Rad- Durchmesser mit dem Vorbild überein, aber dafür sind die Fahrwerke leicht zu bekommen, nicht sonderlich teuer und laufen sehr gut, auch mit RC… Durch den tief herunter gezogenen Rahmen sieht man das auf der Anlage ohnehin nicht.

Also werde ich nach der Köf Version auch noch eine für das Halling Fahrwerk machen. Damit kann man die C50 nun in allen gängigen Spurweiten nachbauen. Das Original gibt es ja in so ziemlich jeder denkbaren Spurweite von 600 bis 1000 mm. Für 0f auf 12 mm Spurweite kann man ein Halling H0m Fahrwerk einbauen, bei 13,3 mm bietet es sich an, die Räder eines HallingH0 Fahrwerks etwas enger zusammen zu schieben. . Für 0e dann ohne weitere Bastelleien  entweder ein Halling H0 oder ein Köf Fahrwerk nutzen. Die 0m’er sind ja Kummer gewohnt. Dort gibt es meist nichts, was man als Bastelgrundlage nehmen könnte. Aber sowohl das Halling Fahrwerk als auch das der Köf kann man relativ unproblematisch auf 22,2 bzw. 22,5 mm Spurweite umbauen. Man muss nur die Radsätze mit längeren Achsen umspuren.  Das ist bei beiden Varianten nicht sonderlich kompliziert, habe ich mir sagen lassen. Na ja, ich fahre in 0e, da brauche ich solche Umbauen nicht zu machen…

Die STL Dateien werde ich natürlich online stellen, sobald sie fertig sind.

Aktuell druckt der erste Rahmen gerade.

Morgen werde ich dann noch ein paar Fotos vom neu gedruckten Rahmen machen und hochladen.

Der Druck hat leider nicht geklappt. Irgendwie ist der Wurm drin, seitdem ich mir einen neuen Resin- Tank gekauft habe, weil beim Originalen ein paar Schrauben vermackelt sind und sich nur noch mit viel Mühe aufdrehen lassen (zum Folienwechsel). Ich werde nachher, wenn das Elegoo Bio- Resin angekommen ist (soll heute kommen), noch mal einen Versuch mit dem alten Tank aber dem neuen Harz starten. Wenn das dann klappt, tausche ich die eigentlich noch gute Folie beim neuen Tank aus. Denn an etwas anderem als an der Folie kann es sonst ja eigentlich nicht liegen, das nach dem Tankwechsel die Drucke nicht mehr auf der Bauplatte haften. Sollte das mit dem alten Tank, mit dem es immer funktioniert hat, auch nicht hin hauen, dann muss ich erst ein neues Druckbett bestellen, bevor es weiter geht. Dann müsste es ja am Druckbett liegen.  Irgendwie glaube ich das aber nicht, denn das wäre schon ein großer Zufall, wenn das Druckbett (oder auch das Display wegen meiner), genau dann schlapp macht, wenn ich den Tank wechsele…

Beim Aufbau gibt es daneben ein Problem mit der Original- STL Datei. Das Mesh ist nicht geschlossen (“wasserdicht”). Die Fehlermeldung dazu in OpenSCAD kommt erst beim Rendern und lautet “The given mesh is not closed!”. Deswegen kann man das Gehäuse zwar problemlos in der Vorschau anzeigen, aber kein STL der veränderten Datei erstellen lassen. Da es drei verschiedene Downloads für die C50 vom selben Author gibt, habe ich alle drei ausprobiert. Alle drei produzieren denselben Fehler in OpenSCAD…

Ich habe schon einige Online- Reparatur- Werkzeuge ausprobiert. Bis auf eines haben sie keine Fehler entdeckt. Und das, was die Fehler entdeckt hat, hat die 8 MB STL Datei auf 3000 MB aufgeblasen. Damit ist die Datei nicht mehr nutzbar. Zum Glück lässt sich das Gehäuse ohne Probleme slicen und drucken. Nur meine eigentlich geplanten Änderungen kann ich vermutlich nicht vornehmen. Da nicht so viel geändert werden muss, ist das kein großes Problem, zumindest nicht für mich. Den Ausschnitt im Boden im Bereich des Führerstands zu vergrößern, kann man zur Not auch ganz klassisch mit Messer und Feile erledigen. Doch eine Version mit abnehmbaren Dach kann ich so natürlich nicht erzeugen… Ich werde im Lauf der Woche noch ein paar andere Sachen ausprobieren, um die STL vielleicht doch noch weiter verarbeiten zu können. Aber an sowas sieht man mal wieder, das STL eigentlich kein gutes Format ist, schon gar nicht, wenn man die Dateien noch weiter verarbeiten will/muss…

Zur Not muss man eben das Gehäuse so nehmen, wie es ist. Die anderen Sachen wie andere Lampen oder die Inneneinrichtung kann man ja gut auch ohne das Gehäuse konstruieren und drucken…

Inzwischen habe ich die Probleme mit dem Drucker im Griff.  Doch meine Konstruktion war leider nicht wirklich fehlerfrei. Aber inzwischen bin ich zumindest sehr nah dran. Ich hoffe, das die aktuelle Version jetzt wirklich passt. Die vorherige Version des Rahmens, der heute über Tag gedruckt worden ist, passt schon fast, aber noch nicht zu 100%. Zur Not könnte man mit etwas Nacharbeit diesen Rahmen tatsächlich schon verwenden.  Ich will es aber wirklich richtig machen. Deswegen drucke ich noch ein Exemplar mit den letzten kleinen Anpassungen. Ob das jetzt wirklich die finale Version ist, sehe ich erst Morgen.

So sieht es zur Zeit aus. Könnte man fast durchgehen lassen, aber ganz passend ist es nicht. Der Antriebsblock sitzt nicht waagerecht, weil noch etwas im Weg ist.

Im Bereich, in dem die Zahnräder zu sehen sind, kann man vorne an der Kante gut erkennen, das es so nicht geht und noch mal geändert werden muss.  Der Druck kommt direkt aus dem Drucker, ist weder gehärtet noch richtig gesäubert. Die Arbeit mache ich mir auch erst, wenn ich das Teil wirklich verwenden will. Auch das Gehäuse ist nur ein Test- Druck gewesen, da ich wissen wollte, ob mein Versuch in Meshmixer die Ausgangs- STL zu reparieren, funktioniert hat. OpenSCAD meckert trotzdem über die jetzt fünf mal so große Datei. Und der Druck ist sogar schlechter geworden als zuvor. Das war also nichts. Aber zum Probieren reicht das Gehäuse auf jeden Fall. Die wirkliche Lok bekommt aber ein neues, hoffentlich dann sauber gedrucktes Gehäuse. Zum Glück ist es ja nicht teuer, das Gehäuse oder den Rahmen auszudrucken. Zusammen sind das keine 3€ an Harz- Kosten.

Noch ein Blick von unten. Hier kann man schön sehen, wie der Antriebsblock der Köf mit der original- Getriebeabdeckung montiert wird.

Weiter geht es, wenn die nächste Version des Rahmens fertig ist.

Ich hatte große Probleme mit meinem 3D Drucker. Irgendwie konnte ich keinen funktionierenden Druck mehr hin bekommen. Die Bauteile blieben einfach nicht mehr am Druckbett haften. Was ich nicht alles versucht habe, um das Problem in den Griff zu bekommen… Ich habe das Harz gewechselt (zum Glück, dazu später mehr) , ich habe ein neues, CNC geschliffenes Druckbett gekauft,

(links neu, rechts alt)

neue Folie in den Tank gebaut, die Raumtemperatur von 20° auf 23° erhöht, egal, nichts hat funktioniert. Auch in der Slicer Software habe ich Optimierungen vorgenommen. Ich habe die Lift- Geschwindigkeit drastisch reduziert, was die Abreiß- Kräfte deutlich reduziert, die Belichtungszeit der Bodenschichten verdoppelt, eine Pause vor und nach dem Belichten eingefügt, damit sich das Harz erst beruhigen kann. Alles witzlos…

Ich war schon wirklich am Verzweifeln, als ich in einem 3D Druck– Forum auf jemand mit exakt demselben Problem mit exakt demselben Drucker gestoßen bin. Genau wie bei mir ging alles eine halbe Ewigkeit völlig problemlos und dann von Heute auf Morgen funktionierte gar nichts mehr. Kam mir doch sehr bekannt vor. Die Lösung, die der Kollege dort nach unzähligen Fehlversuchen letztendlich gefunden hat, ist so banal, das man nur schwer darauf kommt.

Das Problem lag bei den “Füßen” des Stützmaterials. Da der Slicer für diverse völlig verschiedene Drucker vorgesehen ist, hat der Hersteller versucht, einen Fuß zu entwickeln, der auf allen Geräten irgendwie funktioniert.  Auf Geräten wie den Elegoo Mars/Saturn oder Anycubic Photon ist diese Fußform aber sub- optimal. Die Default- Füße sind an den Außenkanten abgeschrägt, so das man leichter mit einem Spachtel darunter kommt. Das führt aber dazu, das die Auflagefläche klein im Vergleich zum eigentlichen Fuß ist. Dadurch werden große Abreißkräfte verursacht, die nach einer gewissen Zeit die Haftung an der Bauplatte so schlecht macht, das man nichts mehr drucken kann. Die Standard- Form nennt sich “Skate”.

Ein Umstellen auf “Cylinder” (bei allen drei Support- Stärken) hat das Problem bei dem Kollegen sofort gelöst. Und so wie es bisher aussieht, funktioniert diese Lösung auch bei mir. Im Piktogramm oben kann man die (in meinem Fall ungünstige) Form des Fußes gut erkennen…

Und voila, der fertige Rahmen:

Im Hintergrund sieht man schon den Halling Antrieb stehen, für den ich als nächstes den Rahmen anpassen will…

Ich hatte zuletzt noch mal den Halter für den Motor leicht geändert und ein kleines Loch oben vorgesehen, durch das man eine kleine, selbst schneidende Schraube eindrehen kann, die den Motor arretiert, wenn der Antrieb selbst schon montiert ist.

Außerdem saßen die NEM Schächte für die Kupplung um ca 0,5 mm zu hoch. Auch das habe ich angepasst. Jetzt ist der Rahmen tatsächlich vollständig einsetzbar.

Das Gehäuse werde ich demnächst auch neu drucken. Dabei will ich es um knapp 1 mm schmaler drucken (durch Skalieren im Slicer). Die Länge passt ganz exakt, aber in der Breite steht das Gehäuse leicht über. Das gefällt mir nicht…

Noch ein Wort zum Harz. Da ich ja unter anderem das Harz in Verdacht hatte, der Grund für die Probleme zu sein (war es letztendlich aber nicht), habe ich, auch wenn ich die Alkohol- Panscherei eigentlich gar nicht mag, doch mal “normales” Resin gekauft. Eine Flasche Standard- Resin über Aliexpress (ist noch nicht da, dafür aber spottbillig) und eine Flasche ABS-Like Resin (beides mangels Alternative in Gelb) über Amazon.  Daraus ist dieser Druck entstanden. Und ich muss sagen, das Material ist eine Wucht. Zum einen lässt es sich in Brennspiritus unglaublich leicht waschen und zum anderen fühlt es sich nach dem Aushärten extrem solide an. Es ist überhaupt nicht spröde aber trotzdem sehr stabil. Es fühlt sich auch überhaupt nicht klebrig an. Und der Druck ist sehr “scharf”. Die Details kommen super präzise raus.  Vom Ergebnis her definitiv das beste Harz, das ich bisher in die Finger bekommen habe. Und für Sachen, wo es wirklich auf die Qualität ankommt, werde ich es wohl in Zukunft häufig einsetzen, trotz der Alkohol- Panscherei…

Allerdings riecht es dann doch spürbar stärker als das Wasser- waschbare Harz oder gar das Sojaöl- Harz.  Und man muss eben mit Alkohol hantieren. Zum Glück reicht der überall leicht zu bekommende und billige Brennspiritus völlig aus dafür.  Im Gegenteil soll die Reinigungswirkung besser als die von IPO sein. Wenn der Spiritus zu stark verschmutzt ist, kann man ihn einfach eine halbe Stunde in die UV Härtekammer stellen und danach das ausgehärtete Harz einfach ausfiltern. Somit hat man quasi keinen Verlust (und vor allem keinen Sondermüll), nur das, was im Küchenpapier haften bleibt (geht einfach in den Restmüll) und das, was während der Arbeit eben verdunstet.

Wenn ich die Tage mal meine Makro- Fotoausrüstung ausgrabe, werde ich hochauflösende Fotos der Oberfläche und auch von den neuen und alten Stützfüßen im Vergleich machen. Wann genau das sein wird, weiß ich aber noch nicht.

Inzwischen habe ich den Aufbau mit dem ABS-Like Resin neu ausgedruckt. Dabei habe ich ihn in Chitubox leicht kleiner skaliert, damit der Aufbau nicht über den Rahmen übersteht. Die Werte kann man folgendem Bild entnehmen.

Die als nächstes (ok, zuerst mache ich noch den Rahmen für den Halling Antrieb fertig) zu konstruierende Inneneinrichtung wird sich auf ein Gehäuse mit exakt diesen Maßen beziehen, nicht auf ein mit 100% Ausgedrucktes.  Wer die Lok also nachbauen will, sollte diese Werte auch wirklich verwenden. Da man ja leider den Aufbau nicht weiter verarbeiten kann, kann man die Anpassungen nur im Slicer (also in meinem Fall Chitubox) vornehmen…

Das ABS-Like Harz gefällt mir wirklich gut. Auch die Proportionen der Lok sind so sehr stimmig. Wirklich ein schickes Maschinchen, die Kleine.

Den Rahmen musste ich aber tatsächlich noch mal überarbeiten. Nur eine Kleinigkeit, aber leider notwendig. Ich habe doch eine kleine Schraube zum Arretieren des Glockenanker- Motors vorgesehen, die von oben eingeschraubt wird.

Leider drückt diese Schraube das Fahrwerk zu stark nach unten, so das die Schrauben , die den Getriebeblock halten, aus dem Resin raus gedrückt werden.

Deswegen drucke ich aktuell den Rahmen noch einmal, dieses Mal aber mit seitlich angebrachten Bohrungen für die Klemmschrauben. Jetzt müssen es zwar 2 Schrauben werden, die gleichmäßig angezogen werden müssen, damit der Motor nicht aus der Mitte gedrückt wird. Aber so sollte die Belastung für die Getriebeblock- Schrauben nicht so groß sein. Funktioniert auch das nicht, bleibt wohl nur noch, den Motor mit 2K Kleber einzukleben… Harz ist eben kein Metall. Da muss man mit sowas immer rechnen.

Jetzt noch die Inneneinrichtung und die Lampen, dann kann die C-50 lackiert und montiert werden… Ich vermute, ich kann Sie noch vor Weihnachten “in Dienst stellen”…

Damit man eine Vorstellung bekommt, habe ich mal zwei Aufbauten direkt aneinander gelegt.

Der Aufbau oben  ist mit 100% gedruckt worden und ragt über den Rahmen hinaus. Der untere Aufbau ist mit den Werten, die man oben aus dem Screenshot entnehmen kann, gedruckt worden und passt ganz exakt zum Rahmen…

Die letzte Änderung am Köf- Rahmen war nun tatsächlich erfolgreich. Mit den zwei seitlichen Schrauben lässt sich der Motor sowohl sauber justieren als auch anständig befestigen. Hier geht es mit dem Aufbau der Lok dann weiter, wenn ich den Rahmen schwarz lackiert habe. Das kann man besser machen, bevor die Technik eingebaut wird.  Bis dahin konstruiere ich erst mal den Rahmen für das Halling Fahrwerk.

So funktioniert das eigentlich schon gut. Eigentlich? Dazu später mehr.

Der Antrieb wird von unten eingesetzt und sitzt saugend in der Halterung.

Er kann weder nach vorne, hinten, oben, rechts oder links hin wegrutschen. Nach Unten kommt dann der Drehgestellbügel zum Einsatz, mit dem man den Antrieb  am Rahmen anschraubt. Die Halling Vario Antriebe gibt es mit und ohne Drehgestellbügel. Der Preis ist identisch. Falls man also einen Antrieb für die C-50 kaufen muss, dann gleich die Variante mit Drehgestellbügel kaufen. Hat man aber schon so einen Antrieb, aber eben ohne den Bügel, ist das kein großes Problem. Man kann auch einfach ein Streifen Messing- oder ALU- Blech mit 1 mm Dicke, 4 mm Breite und 28 mm Länge zuschneiden und dort zwei Löcher rein bohren, durch die man den Bügel am Rahmen anschrauben kann. Der Blechstreifen wird einfach unter dem Motor durchgeschoben und fixiert dann den Antrieb am Rahmen.

Der Rahmen wäre so voll funktionsfähig. Doch wenn man versucht den Aufbau auf den Rahmen zu setzen, stößt dieser an die Halterung an.

So schön einfach geht es also leider nicht.

Hier ist übrigens mal der Roco Köf Motor mit auf dem Bild. Man sieht, er ist ein gutes Stück kleiner als der Halling Motor. Das giftgelbe Harz ist übrigens das ERYONE Billig- Harz von AliExpress.  Es ist spröder als das ABS- Like Elegoo Harz und auch nicht ganz so filigran in den Ergebnissen, aber durchaus auch brauchbar. Tatsächlich ist es sehr wenig am Stinken. Das wurde auch ausdrücklich so beworben. Und es stimmt. im Vergleich zu dem ABS- Like Resin riecht man es fast gar nicht mehr.

Zur Zeit druckt gerade die neue Variante.

Durch die abgeschnittenen Ecken erschien mir die Halterung nicht mehr stabil genug. Deswegen habe ich oben die zusätzliche Verstärkung angebracht. Die sollte den Motor nicht stören und auch genug Wärmeabfuhr erlauben.

Der Druck ist fertig und hat zu 99,9% funktioniert. Man kann den Halling- Rahmen so jetzt auch mit Aufbau verwenden. Dazu muss man den Boden des Aufbaus im Bereich des Führerstands etwas auffeilen. Leider kann ich den Aufbau ja nicht verändern, sonst würde ich das gleich dort einbauen. Also muss man hier mit Feile oder Mini- Bohrmaschine mit Schleifstein ran. Dann passt der Aufbau aber auch auf den Halling- Rahmen. Das graue Gehäuse habe ich hier zur Demonstration  genommen, weil ich dort den Boden ohnehin schon mal raus geschnitten hatte.

Ich muss nur eine kleine Unsauberkeit beseitigen, die dazu führt, das an einigen Stellen ein paar “Häute” stehen bleiben, ähnlich wie man das von manchen Plastik- Bausätzen kennt.

Da habe ich die Quader, die die Ecken abschneiden, etwas (ca 0,1 mm) zu klein gemacht. Kann man zwar mit einer Feile in ein paar Sekunden beheben, aber das muss ja nicht so bleiben, wenn ich das einfach im OpenSCAD File beheben kann. Davon abgesehen ist die Konstruktion beider Varianten (Köf und Halling) des Rahmens nun abgeschlossen.  Man kann die Lok jetzt also für alle denkbaren Null- Schmalspurweiten aufbauen. Wie im Original kann man die Lok auf allem, von 600 mm Feldbahn bis 1000mm Schmalspurbahn vorbildgerecht einsetzen. Für die 0f Spurweite 12 mm verwendet man ein Halling H0m Vario- Fahrwerk. Für 13,3 bzw. 14 mm Spurweite nimmt man ein Halling H0 Vario- Fahrwerk und schiebt die Radscheiben auf den Achsen etwas enger zusammen, was ohne weiteres möglich ist. Für 0e und die 0m Spurweiten 22,2 bzw. 22,5 mm kann man entweder ebenfalls ein Halling H0 Vario Fahrwerk verwenden oder man nimmt das Fahrwerk einer Roco Köf3 mit einem 1020er Glockenanker- Motor. Letzteres hat einen viel besser zum Original passenden Achsstand und auch die Radscheiben haben den passenden Durchmesser, wohingegen die Räder des Halling Fahrwerks doch deutlich zu klein für die C-50 sind. Der Glockenankermotor schadet mit Sicherheit auch nicht. Dank dem tief herunter gezogenen Rahmen der C-50 sieht man die zu eng stehenden und zu kleinen Räder bei der Halling- Variante im Anlagenbetrieb sicher nicht. Außerdem dürfte diese Variante auf Grund des kürzeren Achsstands auch durch engere Radien kommen als die Köf- Variante. Besonders bei 0f von Bedeutung.

Bei 0m muss man (wie fast immer) die Achsen umspuren. Das geht bei beiden Antrieben ohne Probleme. Räder und Ritzel von der Original- Achse abziehen und auf eine längere Achse mit der passenden Spurweite wieder aufschieben. Die C-50 bietet dafür mehr als ausreichend Spielraum unter dem Rahmen.

Weiter geht es mit der Konstruktion der simplen Inneneinrichtung, die vorrangig dazu gedacht ist, die sonst deutlich sichtbare Antriebstechnik im Führerhaus zu verbergen. Dazu demnächst mehr.

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