(Modellbahn-) Fotografie Teil 1 – „Normale“ Blitzgeräte

„Normale“ Blitzgeräte

Es fehlen noch die „nicht so tollen“ Möglichkeiten in Form von „normalen“ Blitzgeräten, sei es zum Aufstecken oder ganz schlecht, fest eingebaut…

Aufsteckblitze kennt fast jeder. Das sind Blitzgeräte, die man oben auf die Kamera steckt und die dann von der Kamera passend ausgelöst werden. Diese Lösung ist auf jeden Fall besser als die fest eingebauten Blitze. Zum Einen sind sie meist leistungsstärker und zum Anderen kann man hier zumindest etwas mit dem Licht gestalten. Meist kann man diese Blitze etwas weg von der Kamera bewegen, womit rote Augen meist vermieden werden. Außerdem ist leicht seitlich oder von Oben einfallendes Licht gefälliger als direkt von vorne Kommendes… Daneben kann man damit, eine weiße Decke vorausgesetzt, den Blitz auch indirekt gegen die Decke richten und somit ein sehr viel weicheres, schöneres Licht erzeugen…

Man kann, sofern indirektes Blitzen nicht möglich oder sinnvoll ist,  verschiedene Vorsätze vor den Blitz spannen, um das Licht etwas weicher zu machen.  Von einem simplen Papier- Taschentuch, das man etwas „bauchig“ mit einem Gummi vor den Blitz spannt über Kunststoff- Vorsätze (despektierlich oft „Joghurtbecher“ genannt),

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bis hin zu den oben bereits erwähnten Mini- Softboxen:

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All das ist in 99,999% der Fälle besser als das Licht einfach so aus dem Blitz auf das Motiv zu „knallen“.

Hieran kann man schon erkennen, das es das denkbar schlechteste Licht ergibt, wenn man „einfach so“ blitzt. Deswegen sind Smartphones und einfache Kompaktkameras extrem ungeeignet, um „vernünftig“ zu blitzen. Zumindest dann nicht, wenn man sie nicht mit andern Blitzgeräten ergänzt. Es gibt nämlich auch viele Blitzgeräte, die über einen Fotozelle verfügen und durch den in der Kamera/Smartphone eingebauten Blitz synchron mit ausgelöst werden. Das können z.B. nahezu alle Studioblitze, aber es gibt auch kleine, kompakte und tragbare Blitze, die so etwas können. Hier ein Gerät von Canon, das aber auch mit allen anderen Kameras funktioniert:

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Im Zweifel gibt es die Fotozellen zum Auslösen von Blitzgeräten auch für kleines Geld einzeln,

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so das man einen vorhandenen bzw. günstig (gebraucht) erworbenen Blitz trotzdem auch mit dem Smartphone zusammen verwenden kann. Der auf so einen Sensor aufgesteckte Blitz löst dann aus, wenn auch der Blitz der Kamera/des Smartphones auslöst. Deswegen muss man zum einen unbedingt den Blitz manuell zuschalten und zum anderen die Belichtung manuell einstellen können.

Eine sehr interessante und sehr günstige Sonderform dieser „Slave- Blitzgeräte“, die sich fast immer lohnt,  auch dann wenn man plant, eine „richtige“ Studioblitzanlage anzuschaffen stellen die „Glühbirnen- Blitze“ dar:

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So einen Blitz schraubt man in eine normale Lampenfassung (Format E27). Darüber wird er mit Strom versorgt und löst automatisch mit aus, wenn ein anderer Blitz gezündet wird.  Hat man Studio- Dauerlicht mit eine entsprechenden Fassung (wie oft bei günstigen Sets) kann man so das (Video-) Licht auf Blitz zum Fotografieren umstellen. Aber man kann ihn auch in Kombination mit einem Studioschirm als Ersatz für ein „richtiges“ Studio- Blitzgerät verwenden.  Es gibt keine günstigere Möglichkeit an „Studioblitz- Feeling“  zu kommen. Ich habe mir gerade ein Set mit 2 solcher Blitzgeräte, 2 Stativen, 2 Fassungen und 2×2 Studio- Schirmen (2x Durchlicht weiß, 2 x Reflex- Silber) für zusammen nicht mal 40€ bestellt. Es soll zum Wochenende hier sein.

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Einen solchen Blitz habe ich schon seit vielen Jahren. Nun kommen zwei weitere hinzu. Zusätzlich werde ich mir nach meiner OP auch noch ein Set mit 2 LED Dauerlicht- Softboxen anschaffen. Diese haben ebenfalls E27 Fassungen, so das ich die Softboxen wahlweise mit, umgerechnet auf herkömmliche Glühbirnen, 900 Watt Dauerlicht oder mit 45Ws Blitzlicht bestücken kann. Zum Verständnis, da sich die 45 Ws erst mal nicht nach viel anhören im Vergleich zu den 900 Watt des Dauerlichts. Der Blitz liefert bei ein mal Blitzen dieselbe Lichtmenge, die eine Lampe mit 45 Watt im Verlauf von 1 Sekunde liefern würde…  Allerdings ist die Leuchtdauer des Blitzes erheblich kürzer, so das die gesamte Lichtmenge nicht in 1 Sekunde sondern in 1/200 Sekunde freigesetzt wird. Für ein Foto muss es nicht länger „hell“ sein. Alles was vorher oder nachher an Licht scheint, ist für das Foto nicht wirksam, da es nicht auf den Sensor fallen kann. Von daher spielt es keine Rolle, das der Blitz nur 1/200 Sekunde leuchtet. In dieser sehr kurzen Zeitspanne von 1/200 Sekunden wird nun dieselbe  Lichtmenge ausgestrahlt, wie eben sonst bei 45 Watt in einer Sekunde. Tatsächlich entspricht die Lichtmenge, die für das Foto relevant ist, der einer (Dauer-)  Lichtquelle mit 45 x 200 = 9000 Watt… Das ist die zehnfache Lichtmenge, die das (an sich schon sehr helle) LED Studiolicht für ein Foto bereit stellen könnte. Wie viel Licht ein „richtiger“ Studioblitz mit 250 Ws oder auch 600 Ws oder noch viel mehr dann zur Verfügung stellt, ist kaum noch vorstellbar…

Man kann die „Glühbirnen- Blitze“ auch in vorhandene Lampen schrauben, wenn man ein „normales“ Zimmer fotografiert. Dann sieht es selbst auf dem, mit Studioblitzgeräten geblitzten Foto so aus, als ob die Lampe eingeschaltet wäre (ist sie ja eigentlich auch).

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