(Modellbahn-) Fotografie Teil 1 – Nicht selbst leuchtende Lichtquellen

Nicht selbst leuchtende Lichtquellen.

Das hört sich irgendwie absurd an, aber ist eigentlich ganz naheliegend.  Jedes Objekt reflektiert Licht und stellt somit pauschal eine Lichtquelle dar, sofern Licht auf das Objekt trifft.  Schwarze Löcher mal ausgenommen…

Ein schönes Beispiel für solch eine Lichtquelle aus der Natur ist unser Mond. Der Mond leuchtet nicht selbst, sondern reflektiert nur das Licht der Sonne. Trotzdem reicht das in Vollmondnächten aus, die Landschaft so zu beleuchten, das man fast alles erkennen kann…

Gleiches kann man im kleinen Rahmen für unser „Fotostudio“ aber auch wenn man draußen fotografiert, ausnutzen. Tatsächlich wird das sogar sehr häufig gemacht. Dabei kann der Raum selbst der Reflektor sein. Zum Beispiel beim indirekten Blitzen gegen die Decke. Oder auch die Studiobox mit ihren, das Licht zurück werfenden Wänden. Daneben kann man jederzeit Aufheller (so nennt der Fotograf diese Reflektoren) käuflich erwerben oder auch, mit einfachsten Mitteln selbst herstellen.

Käufliche Aufheller sind meistens zum Zusammenfalten und haben oft eine silberne und eine goldene Seite. Sie gibt es in Rund, Oval, Eckig oder sonst welchen Formen und in unterschiedlichsten Größen.

(Bildquelle: amazon.de Auf das Bild klicken, um zur Quelle zu gelangen)

Damit kann man unerwünschte Schatten, z.B. um die Augen, wenn man draußen Portraits fotografiert, beseitigen. Ich habe so etwas auch immer in der Fototasche, da die Teile sehr günstig sind…

Der Nachteil dieser Aufheller ist, das man eine zweite Person benötigt, um sie zu halten und auszurichten. In unserem „Studio“ können wir aber auch problemlos auf selbst „gebaute“ Aufheller zurückgreifen. Ein einfaches, geknicktes Blatt Papier kann aufrecht stehend schon viel bewirken. Weißes Styropor bringt in der Regel erheblich mehr. Noch effektiver sind aber Aufheller aus zerknitterter Alu Folie. Die Alu Folie aus der Küche „entwenden“ , zusammen knüllen und wieder etwas glätten. Dann kann man sie auf Pappe oder ähnliches aufkleben und mit Stützfüßen versehen. Da diese Aufheller praktisch nichts kosten, kann man sich davon eine ganze Menge in unterschiedlichen Größen und Formen basteln… Damit kann man das Motiv erheblich besser ausleuchten als es nur mit einer oder zwei Lampen der Fall ist.

Das ist das Ende des ersten Theorie- Teils. Vieles von dem, was es hier zu lesen gibt, werden wir später auch noch praktisch ausprobieren. Im zweiten Theorie- Teil geht es dann um die Technik der Kamera, Verschlusszeit, Blende, Belichtung, Schärfe, Schärfentiefe, Brennweite, Perspektive, Abbildungsmaßstab usw…

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