Kitwood Hills Drehscheibe im Bau Teil 1

Hallo.

Am 20. November ist mein 3 Wochen vorher bei Kitwood Hills in England bestellter Drehscheiben- Bausatz eingetroffen. Die 27 CM Drehscheibe hat incl Versand aus England, der übrigens nur 3 Werktage gedauert hat, 85€ gekostet. Ein absolutes Schnäppchen, vor allem, wenn man die Preise mit denen deutscher Kleinserien- Hersteller vergleicht. Der Bausatz besteht zum größten Teil aus präzise gelaserten Sperrholz- Teilen. Aber auch alle Antriebs- und Beschlagteile aus Metall sind im Bausatz enthalten.

Jetzt wo die Scheibe da ist, kann ich die letzten Arbeiten am Unterbau des ersten Abschnitts meiner Anlage fertigstellen. Zum genauen Anzeichnen des Ausschnitts in der Grundplatte habe ich auf die Bausatz- Teile warten müssen.  Diese von mir nicht gerade geliebten Arbeiten sind soweit abgeschlossen. Leider bin ich eine absolute Niete mit der Stichsäge. Deswegen ist der Ausschnitt alles andere als Präzise geworden. Da werde ich später wohl noch ausbessern müssen. Nun geht der Bau der Drehscheibe tatsächlich los.

Da ich zur Festlegung der Größe der Drehscheibe (9 oder 10,5 Zoll) einen Pizza- Teller verwendet habe, passt es natürlich perfekt, dass der Bausatz nun in einem „Pizza- Karton“ geliefert wurde.

Im Ernst, der Karton hat wirklich die Abmessungen einer Schachtel, in der der Lieblings Italiener seine Pizza ausliefert.

Die Teile sind nach Baugruppen zusammengefasst in Plastikbeuteln verpackt. Alle Teile waren obendrein zusätzlich mit Luftpolsterfolie gut geschützt, so das beim Transport nichts beschädigt wurde.

Als erstes habe ich mal die 14 Seiten Bauanleitung, die nur als PDF geliefert wurden, ausgedruckt. Das ist beim Bau einfach praktischer, als immer auf das Smartphone oder den PC schielen zu müssen. Zur Montage des Bausatzes benötigt man Sekundenkleber, am besten sowohl dünnflüssig für Verklebungen, die vorher zusammen gesteckt werden können als auch Gel für z.B. die Schwellen, die flach auf den Boden geklebt werden. Des weiteren benötigt man Kontaktkleber zum Verkleben der Bodenplatte, Lötkolben und – Zinn um die Laufschiene zu montieren und die elektrischen Anschlüsse herzustellen. „Tesafilm“ dient zur provisorischen Befestigung und um zu verhindern, das die Justierstifte einfach durch die Sperrholz- Teile durch rutschen.

Daneben ist eine Pinzette hilfreich um die Finger bei der Montage der Schwellen nicht völlig mit Sekundenkleber zu zu schmieren. Schleifpapier und Feilen zum Entfernen der Stützen und zum Glätten der Holz- Oberflächen sind ebenfalls nützlich…

Zur Farbgebung habe ich mir überlegt, tatsächlich „echte“ Holzschutz- Lasur zu verwenden. Für die Schwellen und die Brücke werde ich „Ebenholz“- Lasur verwenden, die fast Schwarz ist. Die Grubenwände, die Decks und andere sichtbare Holzteile bekommen dann eine „Palisander“ Lasur, die deutlich heller, aber immer noch dunkelbraun  ist. Beide Lasuren habe ich ohnehin noch vorrätig, deswegen fiel die Wahl darauf. Außerdem passen diese tropischen Edelhölzer gut zu meiner tropischen Insel. Der Boden der Grube wird eingesandet, genau so wie die Schienen.

Jetzt geht es dann wirklich richtig los.

Die erste Baugruppe ist der Grubenboden, der aus 3 Sperrholz Scheiben, genauer einer Scheibe und zwei Ringen, besteht. Als Hinweis in der Bauanleitung steht, das man die Stufen vor der Montage mit einer Mini- Fräsmaschine abflachen sollte, wenn man die harten Stufen im Boden nicht möchte.  Da ich den Boden meiner Scheibe mit Sand bedecken will, sind diese harten Kanten eher nicht optimal.  Also habe ich zunächst die innere Kante des kleineren Rings abgeschrägt.

Da zum Verkleben der Bodenplatten ausdrücklich kein Weißleim sondern Kontaktkleber vorgeschlagen wurde, habe ich die Zeit, die der Kleber zum Anziehen benötigt, genutzt, um die Kante des äußeren Rings abzuschrägen.

Durch die Justierstifte bekommt man die einzelnen Teile problemlos zentriert. Dadurch verrutschen sie beim Anpressen auch nicht.

Anschließend wird noch der äußere Ring mit der Platte verklebt, wieder mit Kontaktkleber.

Damit ist die erste Baugruppe fertig gestellt. Und so sieht das Ganze von unten aus:

 

Als nächste Baugruppe wird die Laufschiene montiert. Dazu klebt man zunächst die Pertinax Schwellen auf den Grubenboden.  Hierzu wird Sekundenkleber Gel verwendet. Auf dem Boden sind Markierungen eingraviert, an denen man die Schwellen ausrichten muss. Leider sind die Linien zu kurz und werden von den Schwellen vollständig verdeckt. Das macht ein Ausrichten der Schwellen unnötig kompliziert. Der erste kleine Kritikpunkt an dem sonst wirklich hervorragendem Bausatz. Bei meiner Tropenbahn wird auch im Original das Ganze nicht so eng gesehen, deswegen stört es mich nicht wirklich, das die Schwellen etwas „windschief“ daher kommen, ganz im Gegenteil. Obendrein verschwinden sie größtenteils sowieso im Sand. Für eine saubere Funktion ist nicht die Lage der Schwellen, sondern ausschließlich die Lage der Schiene selbst von Bedeutung. Aber wer so eine Drehscheibe für eine Anlage nach „Preußisch- korrektem“ Vorbild verwenden will, der sollte hierbei sehr sorgfältig vorgehen.   Eine Pertinax Schwelle ist breiter als die anderen. Hier wird dann der Anfang und das Ende der Laufschiene angelötet.

Jeweils 2 Markierungen bleiben zwischen den Pertinax Schwellen frei, auf die anschließend die Holzschwellen geklebt werden. Die Holzschwellen selbst haben keinerlei Funktion und dienen nur der Optik. Die Schiene wird später nur auf den Pertinax- Schwellen angelötet. Irgendwie hat das Ganze jetzt etwas von einer Uhr, oder?

Nachdem ich auch die Holzschwellen (ebenfalls mit Sekundenkleber Gel) angeklebt hatte, brauchte ich dringend eine Pause. Zum einen ist das Ganze doch etwas fummelig und zum Anderen haben mir von den Sekundenkleber- Dämpfen die Augen gebrannt… Obendrein wird mein „großer Bastel- Tisch“, der eigentlich mein Esstsich ist, für seinen ursprünglichen Verwendungszweck benötigt. Die Drehscheibe hätte ich zwar auch an meinem „kleinen Bastel- Tisch“ montieren können. Sie ist dafür „klein“ genug. Da residiert zur Zeit aber meine im Bau befindliche GEC Lok, die ich nicht unbedingt wegräumen wollte.

Das Nächste, was jetzt ansteht, ist das Anlöten der Schiene. Dazu mehr demnächst.

Weiter (Drehscheibe Teil 2)

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