9€ Ticket Reise: Helgoland – 13.07. 2022

Einen lange gehegten Reisewunsch konnte ich mir am 13.07.2022 im Zuge der 9€ Ticket Reisen endlich erfüllen. Ich war endlich auf Helgoland. Auch wenn die Fähre nicht im 9€ Ticket enthalten ist, war dieser Tagesausflug ein echter Volltreffer.

Hier die Fotos dazu:

9€ Ticket Reise: Sylt – 21.06. 2022

Eine der erfreulicheren Fahrten mit dem 9€ Ticket war die Fahrt am 21.06 nach Sylt.  Hier sind die Fotos:

Leider mussten einige der Fotos während der Fahrt durch die Fenster von Bahn oder Bus gemacht werden. Deswegen fehlt es manchmal etwas an Brillanz und Schärfe.

Creality 3D® Halot-One

Da mein “alter” 3D Drucker einen Schaden hat, bin ich letzte Woche auf der Suche nach Ersatzteilen gewesen. Dabei bin ich über ein wirklich unglaublich günstiges Angebot bei Banggood gestolpert. Dort wurde ein 3D Resin Drucker mit Monochrom Display für sagenhafte 115€ incl. Versand aus Spanien (also EU, keine Zoll- Probleme) angeboten. Ich also nicht lange gefackelt und auf den “Bestellen” Knopf gedrückt.  Erst danach habe ich mich etwas über den Drucker “schlau gemacht”. Zum einen ist der Drucker von einer Marke, die zwar im Resin- Drucker Bereich eher nicht so bekannt ist, aber dafür ist Creality eine große Nummer im Bereich der FDM Drucker. Eine der bekanntesten, beliebtesten und erfolgreichsten Drucker Serien, die Ender Drucker stammt von Creality. Was das für Folgen hat, dazu später mehr. Der Halot-One wurde erstmals im Herbst 2021 angeboten, ist also ein noch recht aktuelles Modell.

Zunächst möchte ich mal die Vorteile des Halot-One gegenüber meinem alten Mars 1 auflisten. Natürlich ist heute ein Monochrom- Display Standard. Und natürlich hat der Halot-One im Gegensatz zu meinem Mars 1 solch ein Monochrom- Display. Das bedeutet etwa 3 mal so schnelle Drucke und etwa 10 mal so lange Haltbarkeit des Displays. Aber damit sind die Vorteile natürlich noch nicht komplett aufgezählt. Der Halot-One hat einen um ca 20% größeren Bauraum als der Mars. Dabei sind die äußeren Abmessungen nahezu identisch.  Das Touch- Display des Halot-One ist mit 5 Zoll extrem groß, das größte Display aller aktuell erhältlichen Consumer Resin Drucker. Deswegen lässt es sich hervorragend ablesen. Und fast der wichtigste Vorteil überhaupt, der Halot-One ist Wifi- fähig. Ein sehr seltenes Feature im günstigen 3D Drucker Bereich. Neben der total einfachen Online- Firmware Aktualisierung bedeutet das auch Zugriff auf eine Cloud voller kostenloser 3D Modelle und natürlich auch die Übertragung der Daten vom PC per Wifi und nicht umständlich per USB Stick.

Die Bestellung bei Banggood lief unkompliziert ab. Aber der Liefertermin wurde nicht ganz gehalten. Der Drucker hat zwischendurch 2 Tage “Urlaub” in Frankreich gemacht.  Eigentlich sollte er am Mittwoch kommen. Tatsächlich ist er am Freitag, also 2 Tage später angekommen. Egal, jedenfalls ist er jetzt da.

Wie man am Karton unschwer erkennen kann, hat der Drucker schon eine weite Reise hinter sich, bevor er bei mir sein endgültiges Zuhause gefunden hat.

Falls jemand jetzt “Ich auch” ruft, tja, leider zu spät. Dieses Fabel- Angebot ist leider abgelaufen. Deswegen gibt es auch keinen Link zum Angebot. Zur Zeit ist so weit mir bekannt ist, der günstigste Preis für den Halot-One etwa bei 180€-190€, was angesichts der Ausstattung immer noch in Ordnung ist.

Aktuell drucke ich gerade einen Kalibrierungswürfel, um zu sehen, wie Maßhaltig die Drucke sind. Derweil schreibe ich hier den Beitrag zum “Unboxing”, wie das so schön auf Denglisch heißt. Apropos druckt. Genauer er druckte. An die kurzen Druckzeiten muss ich mich erst noch gewöhnen. Der Testwürfel ist gerade in der Härtekammer. Vor dem Härten waren die Achsen alle etwas unterschiedlich groß (bis maximal 0,15mm). Ich werde also nachkalibrieren müssen. Das ist zwar weniger als 1% (bei 20mm Kantenlänge), aber mir trotzdem zu viel. Zum Glück kann man das in der Software leicht und getrennt für alle Achsen einstellen.

Neben dem eigentlichen Drucker ist natürlich auch einiges an Zubehör dabei.

Neben der recht umfangreichen Anleitung (in Englisch und Chinesisch) ist ein Stromkabel, ein Staubpinsel ein angeschliffener Spachtel, ein paar Resin Filter und eine Ersatz FEP- Folie dabei. Eine Ersatz- Folie ist nicht selbstverständlich und ich habe das bisher bei keinem anderen Drucker gesehen. So wie es aussieht, passen aber auch die Folien, die ich noch für den Mars angeschafft habe.  Was nicht dabei ist, sind Masken (sollte heutzutage sowieso jeder vorrätig haben) und Einmal- Handschuhe. Was ich nicht gefunden habe ist die Druck- Level- Karte, die zwar überall erwähnt wird, aber nirgends zu sehen ist. Da es sich dabei nur um ein einfaches Blatt Papier handelt ist das kein Drama. Laut der Banggood Seite wird der Drucker inzwischen ohne USB Stick ausgeliefert. Bei meinem Exemplar ist aber ein Stick dabei gewesen. Wirklich benutzen werde ich ihn aber nicht. Per Wifi ist dann doch viel komfortabler.

Hier kann man mal die Bauplatten der beiden Drucker nebeneinander sehen. Die Platte vom Halot-One (links) ist doch um ein gutes Stück größer als die vom Mars. Daneben ist auch die Bauhöhe beim Halot-One auf Grund der platzsparenderen Konstruktion bei exakt identischer Gerätehöhe  um ganze 10mm höher, so das sich etwa 20% mehr Bauvolumen ergibt. Tatsächlich ist das nicht unerheblich mehr Bauraum. Wie viel das ausmacht, kann man an einem Beispiel zeigen. Auf Thingiverse gibt es ein OpenSCAD Skript, mit dem man Standard- ISO Container erzeugen kann. Dabei kann man Normal- Tank- und sogar Wohn- Container herstellen. Außerdem lässt sich der Maßstab genau einstellen.  Mit dem Elegoo Mars 1 durfte ein Modell eines 20 Fuß Standard- Containers maximal im Maßstab 1:51 sein, um in den Bauraum zu passen. Damit wird wirklich jeder einzelne Millimeter ausgenutzt. Mit dem Halot-One sind 20 Fuß Container selbst in 1:43 kein Problem. Hier mal ein Container in 1:45 im Slicer.

Man sieht, es ist noch in alle Richtungen Luft. Ich hätte mir ja bei Bedarf ein paar Container in 1:51 gedruckt. Aber eigentlich ist das etwas arg klein für 0e… Jetzt werde ich sie vermutlich in 1:48 drucken, passend zu den Bachmann 0n30 Flachwagen.

Beim Auspacken muss man zig Schutzfolien abziehen. Wichtig ist die Folie auf dem Druck-Display. Vergisst man die, leidet die Druckqualität.

Als erstes habe ich den Drucker in mein Heimnetz eingebunden. Das ging relativ problemlos. Allerdings musste ich das WLan Passwort manuell eingeben. Eine Anmeldung per WPS- Schnellverbindung ist nicht möglich. Allerdings muss man das (sehr lange) Passwort ja nur einmal eingeben. Ist also nicht sooo dramatisch. Trotzdem wäre das eine Verbesserung, sollte das noch in die Firmware eingebunden werden. Die auf dem Drucker installiere Firmware ist ziemlich veraltet, Sie ist nur in Englisch und Chinesisch übersetzt. Außerdem sind viele notwendige Einstellungen noch gar nicht oder nicht vollständig implementiert worden. Als (krasses) Beispiel mal folgendes. Mit der aufgespielten Firmware pausiert der Drucker zwar, wenn man auf Pause drückt. Aber der eigentliche Sinn der Pause ist es zu überprüfen, ob der Druck auch tatsächlich am Druckbett haftet und nicht etwa lose im Resin herum schwimmt. Dazu muss das Druckbett hochgefahren werden und zum Fortsetzen des Drucks wieder runter. Das gibt es so bei FDM nicht und deswegen hat Creality nicht dran gedacht, die Bauplatte hochzufahren, damit man etwas sehen kann. Alle anderen mir bekannten Resin Drucker machen das aber sinnvollerweise. Und mit der neuen Firmware jetzt auch der Halot-One…

Also ist ein sofortiges Firmware Update zwingend notwendig. Ich hätte das sowieso gleich gemacht, schon aus Prinzip. Aber hier ist es wirklich unvermeidlich. An der Firmware und auch an der Slicer Software merkt man halt, das Creality noch recht neu im Resin Geschäft ist. Aber man merkt auch, das sie wirklich mit Hochdruck daran arbeiten. Als ich vor einer Woche den Drucker bestellt habe, habe ich mir vorab schon mal die Slicer Software “Halot-Box” herunter geladen. Seitdem ist schon wieder eine neue Version raus gekommen, die sehr viele Verbesserungen enthält.   Auf den Slicer gehe ich später noch mal näher ein. Jetzt erst mal einen Blick auf das wirklich sehr gute Display.

Wie man sieht, alles auf Deutsch. Die neue Firmware ist jetzt in 10 verschiedenen Sprachen (darunter Deutsch) nutzbar, nicht mehr nur in 2… Der Pause Knopf ist übrigens in Natura deutlich dunkler und Orange. Hier hat das Foto nicht alles richtig dargestellt.  Aber man bekommt trotzdem einen guten Eindruck vom Display.

Das Druckbett- Leveln geht hier genau wie bei allen anderen Resin Druckern. Ab Werk ist das Bett tatsächlich bereits gelevelt, so das man direkt loslegen kann. Neben der Reinigung der Bauplatte ist das ja so ziemlich die einzige regelmäßige Wartung, die ein Resin Drucker braucht. Ein Wort noch zur Lautstärke. Anfangs erschien mir der Halot-One extrem leise. Doch das ist er nur so lange, bis das erste Mal die Beleuchtung eingeschaltet wird. Beim Mars heult der Lüfter sofort nach dem Einschalten des Druckers los, beim Halot-One erst beim ersten Einschalten der UV-Lichtquelle. Dann ist er aber genau so unangenehm laut und eigentlich nicht Wohnungstauglich wie der Mars.

Also muss er sein Dasein genau wie sein Vorgänger im Badezimmer fristen. Dort stört mich der doch unangenehme Lärm am wenigsten. Außerdem ist das Bad der wärmste Raum in meiner Wohnung. 3D Harz ist ja ziemlich Temperatur- sensibel. Ein nicht beheizter Keller (den ich gar nicht habe) ist höchstens im Sommer zum Drucken geeignet…

Soweit das Unboxing. Im nächsten Teil geht es dann um die Slicer Software und um die ersten Druckergebnisse.

Der zweite Testwürfel passt bis auf ca. 1/100 mm von den Abmessungen her ganz exakt. Das reicht mir auf jeden Fall an Genauigkeit.  Möglich, das ich mit anderem Harz da noch mal nachkorrigieren muss. Aber mit dem Elegoo ABS-Like Harz passt das jetzt erst mal nahezu perfekt.

Also den Drucker gleich mal quälen. Dazu habe ich die Kathedrale von Reims gedruckt, ein Modell von Thingiverse:

https://www.thingiverse.com/thing:2963455

Das Teil ist irrsinnig filigran. Sowas zu konstruieren würde mich vermutlich Jahrhunderte kosten. Also ohne weiteres Optimieren ab in den Drucker. Und bang… der Druck hat nicht funktioniert. Allerdings lag das nicht am Drucker, sondern zu 100% an mir. Ich hatte schlicht nicht genug Resin im Tank, so das der Druck nach etwa der Hälfte  einfach aufgehört hat. Ganz ohne Harz kann der beste Drucker nun mal nicht drucken. Mea Culpa,..

Zum Glück habe ich das noch bemerkt, bevor ich schlafen gegangen bin. Also konnte ich den Druck über Nacht neu durchlaufen lassen. Und, was soll ich sagen. Das Teil ist phänomenal geworden. Fotos gibt es aber erst später, da ich zwischendurch mein Mini- Fotostudio abbauen musste und es nachher erst wieder aufbauen muss. Die Kathedrale ist vom Maßstab her etwa passend zur Spur T, also leider für die allermeisten Modellbahner nicht wirklich geeignet. Das tut dem Ding aber keinen Abbruch. Vielleicht baue ich sie irgendwo weit im Hintergrund doch in meine Anlage ein, mal sehen…

Bevor ich näher auf den Slicer “Halot-Box” eingehe, muss ich erst noch ein “fehlendes” Teil für den Halot-One herstellen. Beim Mars ist ein Kunststoffteil dabei, mit dem man das Druckbett im 45° Winkel aufhängen kann. So läuft das anhaftende Harz sehr gut ab und landet wieder im Resin- Tank.  Bei anderen Druckern gibt es sowas oft nicht. leider auch nicht beim Halot-One. Von der waagerechten Druckplatte tropft das Harz so gut wie gar nicht ab. Nach den sehr wenigen Test- Drucken bisher geht mir das schon enorm auf den Keks. Es gelangt unglaublich viel Harz in den Alkohol. Das ist gleich doppelte Verschwendung. Zum einen könnte man das Harz ja noch verwenden und zum anderen versaut man sich den Spiritus in Nullkommanix. Der Verbrauch an Reinigungsflüssigkeit ist so wohl 10 mal so groß.

Da der Anschluss des Druckbettes völlig anders geformt ist, kann ich das Teil vom Mars natürlich nicht verwenden. Also muss ein neues Teil her. Zum Glück hat man ja einen 3D Drucker… Eben schnell mal OpenSCAD angeworfen und was einfaches konstruiert.

Aktuell druckt das Teil gerade. Wenn man es so verwenden kann, stelle ich die STL- Datei online. Sonst muss ich halt noch mal nachbessern.

Und natürlich muss ich nachbessern. Wie eigentlich zu erwarten, da so üblich hat alles gepasst, bis auf die “Löcher”. Im 3D Druck werden Öffnungen einfach immer zu klein.  Deswegen bekomme ich das Teil nicht auf den Arm der Z-Achse geschoben. Das Druckbett auf den Halter zu schieben klappt dagegen perfekt.

Aktuell druckt die zweite Version. Damit ich die aber schon anständig abtropfen lassen kann, habe ich das erste Teil mit einer Raspel (hoffentlich) weit genug erweitert, um zumindest provisorisch zu funktionieren. Wird man in ca 90 Minuten sehen. Bis dahin baue ich mal mein Fotostudio wieder auf.

Der zweite Versuch hat funktioniert. Hier ist also die versprochene STL Datei.

Wie versprochen ein paar Fotos von der Kathedrale von Reims…

Der Staub ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Fotos sind da gnadenlos. Aber ist der Druck nicht großartig geworden?

Die Münze ist kein 10 Euro Stück, sondern 1 Cent.

Dafür, das es quasi der erste Druck mit dem neuen Drucker war, kann man echt nicht meckern… Die Einstellungen sind, abgesehen von der Schrumpfungskorrektur unveränderte Werkseinstellungen. Ach halt, ich habe die Anzahl der Boden- Layer von 2 auf 4 erhöht. 2 erschien mir einfach zu wenig.

Und jetzt stelle ich noch die zum Drucker gehörenden Slicer- Software Halot-Box vor, die teilweise heftige, ätzende Kritik einstecken musste. Der Halot-One wird vom Lychee Slicer unterstützt. Den finde ich absolut furchtbar. Ich bezahle doch keine 10€ im Monat für letztendlich einen Gerätetreiber. Oder vermurkse mir meinen ganzen Rechner mit als Werbung getarnten Viren in der sogenannten “Free” Version, die man leider sehr teuer bezahlen muss, wenn auch nicht direkt mit Bargeld.  Für mich indiskutabel.

Chitubox (was ich vorher mit dem Elegoo Mars verwendet habe), bei der die “Free” Version wenigstens wirklich “Free” ist, unterstützt den Halot-One aber nicht. Und das aus einem leicht nachvollziehbaren Grund. Im Gegensatz zu den meisten bekannten Herstellern von Resin Druckern wie Elegoo oder Anycubic  hat Creality nicht einfach alles bei Chitu eingekauft. In den bekannten Druckern ist die Elektronik, die Firmware und natürlich auch der Slicer einfach bei Chitu eingekauft worden. Das spart enorme Entwicklungskosten, sorgt aber auch für eine gähnende Langeweile, da sich die Drucker so gut wie gar nicht mehr unterscheiden. Sind ja doch alles Chitu Drucker mit einer Chitu Hauptplatine und Chitu Software…

Creality hat alles selbst entwickelt (oder individuell entwickeln lassen). Sowas benötigt natürlich Zeit. Im Prinzip ist der Drucker deswegen eigentlich noch “Bananenware” , also reift erst beim Kunden. Die Hardware ist aber wirklich gut und durchdacht und die Software hat zumindest mal viele gute Ansätze. Mit den gängigen Chitu Hauptplatinen könnte ein 5 Zoll Touch- Display gar nicht so ohne weiteres angesteuert werden. Bei Creality ist das sofort vorgesehen worden, womit der Halot-One sein tolles Display bekommen konnte. Teurer ist so ein 5 Zoll Display heutzutage nicht mehr als etwa eines mit 3 Zoll. Von daher ist das kein Kostenfaktor. Auch das Wifi oder der Aktivkohlefilter, alles quasi Alleinstellungsmerkmale der Creality Drucker… Zumindest im Low- Cost Consumer Bereich.

Da ich das weiß, bin ich eher gnädig gestimmt und verzeihe der Software so manchen Schönheitsfehler ohne zu murren. Aber ernste Probleme muss man auch ansprechen,. Sonst kann die Entwicklung nicht vernünftig weiter gehen. Man muss sich unbedingt die neueste Beta- Version von Halot-Box herunter laden. Zur Zeit werden noch Unmengen an Fehlern beseitigt, so das man mit einer zu alten Version keinesfalls arbeiten sollte. Da es ziemlich häufig neue Versionen gibt, lohnt es sich, regelmäßig vorbeizuschauen und ggfs. die neueste Version herunter zu laden und installieren.

Nachdem man Halot-Box installiert und gestartet hat, begrüßt einen die Drucker- Auswahl. Allerdings nur beim ersten Programmstart. Danach merkt es sich den ausgewählten Drucker.

Man kann aber jederzeit den Drucker auch wieder ändern. Die liste schließt man durch einen Klick auf das x hinter dem Wort “Druckerliste” im rechten Teil des Fensters.

Wirklich arbeiten kann man dann, nachdem man eine STL Datei geladen hat.

Der Aufbau des Fensters ist recht übersichtlich und gar nicht so viel anders wie bei Chitubox. Die Standard- Operationen wie Verschieben, Skalieren, Duplizieren und Drehen sind natürlich vorhanden. Eigentlich funktioniert alles. Aber beim Drehen kann sich Halot-Box schon mal verheddern, wenn mehrere Drehungen ausgeführt werden müssen.  Das scheint nicht all zu leicht zu realisieren sein, denn das ist mir mit Chitubox auch schon passiert. Allerdings passiert das bei Halot-Box dann doch sehr viel häufiger. Hier muss unbedingt nachgebessert werden.

Die unteren Knöpfe sind dann sehr “kreativ” übersetzt worden. “Schale” meint eigentlich das Aushöhlen von massiven Objekten, um Harz und/oder Gewicht zu sparen. Und der “Schlag”, der gehört dazu. Damit werden nämlich die Abflusslöcher für das nicht gehärtet Harz in das Modell “gebohrt”.  In aller Regel lasse ich meine Objekte aber massiv. Denn das Harz aus dem Inneren der Objekte wirklich raus zu bekommen, ist extrem schwierig. Meist bleibt ein großer Teil des flüssigen Harzes sowieso im Inneren hängen. Das verursacht auf Dauer massive Probleme, denn das flüssige Harz löst langfristig schon ausgehärtetes Harz wieder auf. Passiert nicht in Wochen oder Monaten, aber dann doch in Jahren. Mir sind schon mal zwei Kisten (Ladegut), die ich ganz zu Anfang mit dem Mars gedruckt habe und die ich ausgehöhlt hatte, später auseinander gefallen und das im Inneren noch befindliche Harz hat sich auf den Fußboden ergossen. Eine Riesen- Sauerei. Dann lieber Massiv…

Letter ist nicht wirklich schwer zu verstehen, obwohl es eigentlich nicht wirklich Deutsch ist. Damit kann man Texte in die Modelle einbringen.

In der Mitte oben hat man eine Art Assistent, der einen durch die Schritte von der STL- Datei hin zur fertigen Druck- Datei führt. Wenn man auf den nächsten Punkt klickt, kommt man zum nächsten Schritt in der Bearbeitungskette. Layout haben wir schon gesehen. Damit wird die Anordnung und Ausrichtung der Modelle im Druckraum festgelegt. Der zweite Schritt ist auch wieder so “kreativ” übersetzt worden. Klamme meint eigentlich Stütze. Hier werden die Stützen hinzugefügt und angeordnet.

Man hat hier die grundlegenden Einstellungen direkt griffbereit. Für individuelle Anpassungen muss man auf Erweitert klicken. Die Option “Floß unter Modell” ist etwas, das ich weder in Lychee noch in Chitubox gesehen habe. Damit wird die gesamte Fläche unter dem Modell mit einer durchgehenden Platte versehen, in der die einzelnen Stützen dann verankert sind. Das kann bei kritischen Modellen die Haftung an der Druckplatte deutlich verbessern, bei anderen Modellen aber auch das Entfernen des Stützmaterials deutlich erschweren.

Der dritte Punkt “Schnitt” ist das eigentliche Slicen, also der Bereich in dem aus der STL Datei und den Stützen die einzelnen Schichten die gedruckt werden, erzeugt wird.

Auch hier hat man grundlegende und erweiterte Einstellungen. Bei den erweiterten Einstellungen findet man dann auch die “Schrumpfungskorrektur”.

Als vierter und letzter Schritt folgt dann das Exportieren.

Mit “Local Print” erzeugt man eine Druckdatei auf dem PC, die man speichern und/oder per USB Stick zum Drucker schaffen kann. Mit “Remote Print” schickt man  die Druckdatei direkt per Wifi an den Drucker. Dazu muss er natürlich eingeschaltet sein. Aus diesem Grund habe ich meinem Drucker eine Smart- Steckdose gegönnt. So kann ich ihn per Alexa vom Schreibtisch aus einschalten. Hier ist noch alles auf Englisch (zum Glück, es gibt auch Requester, wo man plötzlich auf Französisch angeblinkt wird).

Damit ist die Arbeit in Halot-Box erledigt.

Mein Fazit:

Die Software ist definitiv noch “Beta”, also noch nicht “fertig”, sofern Software überhaupt jemals fertig werden kann. Aber so schlecht, wie sie meist gemacht wird, ist sie nun wirklich nicht. Halot-Box hat viel Potential und einige pfiffige Ideen, die man wo anders nicht findet. Die teilweise komischen oder ganz fehlenden Übersetzungen finde ich verschmerzbar. Störender ist da schon das Problem beim Drehen. Wenn diese Probleme eines Tages ausgeräumt sein werden, ist Halot-Box ein prima Slicer, der nichts mehr vermissen lässt.

Genau wie beim Slicer wird es wohl auch bei der Firmware des Druckers noch einige Updates geben und geben müssen. Aber die Hardware ist prima, die Druckergebnisse Spitze und der Drucker weist viele einzigartige Features auf. Neben dem Wifi und dem Aktivkohlefilter fällt mir da noch die pfiffige Reinigungsfunktion ein. Die habe ich ja noch gar nicht erwähnt.  Partikel, abgebrochene Stützen usw. sinken normalerweise im flüssigen Harz zu Boden. Bei der Reinigung belichtet der Drucker eine einzige Schicht auf der ganzen Druckfläche aus. In dieser Schicht wird dabei aller Dreck eingeklebt. Dann kann man die Schicht zusammen mit dem Dreck einfach aus dem Tank heben und spart sich so das umständliche Durchsieben des Harzes. ich weiß es nicht, kann mir aber vorstellen, das beim Umfüllen mehr Harz verloren geht als mit dieser Methode. Bequemer und schneller ist sie auf jeden Fall…

Die größten Mankos der Hardware sind die fehlende Abtropf- Halterung (muss man halt selber machen) und die viel zu lauten Lüfter. Das ist aber scheinbar normal und bei den meisten Druckern der Fall. Ich kenne es zumindest nicht anders. Gekauft habe ich diesen Drucker nur wegen des extrem niedrigen Preises in der abgelaufenen Banggood Aktion. Aber jetzt, wo ich ihn etwas kennen gelernt habe, gefällt er mir auch unabhängig vom Preis hervorragend. Wenn man damit umgehen kann, das die Software noch nicht wirklich “fertig” ist, ist der Halot-One meiner Ansicht nach uneingeschränkt zu empfehlen.

Diamond Drehgestell in 0e bzw. 0n30, parametrisierbar.

Eigentlich wollte ich ja meine C-50 fertigstellen. Allerdings habe ich mir beim Einbau der Innenbeleuchtung mit dem Lötkolben den rechten Arm verbrannt. Anfänglich war das kein Problem, aber jetzt ist die Wunde mitten in der Heilungsphase und schmerzt deswegen. Das behindert mich so, das ich die winzigen Lampen nicht wirklich anbauen kann, was zwingend als nächstes gemacht werden müsste.

Am PC arbeiten schaffe ich aber noch. Deswegen habe ich angefangen, mich um die Standard- Drehgestelle für meine zukünftigen Eigenbau Wagen zu kümmern. Ein Forumskollege hat mir zwar netterweise eine STL Datei für ein Diamond Drehgestell zukommen lassen. Das Drehgestell ist, obwohl eigentlich  für Gn15 (also 16,5mm Spurweite) vorgesehen dann doch fast schon eher zur Spur 0m passend. 16,5mm Radsätze mit Achslängen von über 28mm sind mir nicht bekannt. In etwa so lang müssten die Achsen für diese Drehgestelle dann schon sein.  herkömmliche Achsen fallen sofort vollständig durch das Drehgestell durch.

Auf dem Bild ist eine Standard- H0 Achse mit 10,4mm Rädern und einer 24,75mm langen Achse, wie sie von vielen Herstellern, z.B. Roco oder Fleischmann für ihre Wagen verwendet werden. Man müsste also das Drehgestell entsprechend kleiner skalieren. Dabei wird aber das Befestigungsloch ebenfalls kleiner und müsste mühsam wieder aufgebohrt werden. Außerdem wird es dann auch flacher, so das u.U. die Höhe des Fahrzeugs nicht mehr stimmt…

Langer Rede kurzer Sinn, ich habe die STL Datei als Vorlage genommen, um das Drehgestell komplett neu zu konstruieren. Dabei werde ich versuchen, es an unterschiedliche Achslängen anpassbar zu machen und wohl auch wahlweise für direkte Achslagerung im Druckteil als auch mit Aussparungen für Peho Messing- Lagerbuchsen. Damit laufen die Wagen dann besonders leicht und sauber. Außerdem kann man damit, bei geteilten bzw. mittig isolierten Achsen eine gute Stromabnahme für die Fahrzeug- Beleuchtung realisieren. Die direkte Lagerung der Achsen im Druckteil ist zum einen natürlich kostengünstiger (pro Drehgestell fallen für die Lagerbuchsen ca 2,50€ an) und auch mit weniger Aufwand zu realisieren. Wenn man nicht gerade kilometerlange Güterzüge fahren will, funktioniert das nämlich auch einwandfrei. Das konnte ich mit meinen gedruckten Zuckerrohr- Loren selbst feststellen, bei denen die Achsen direkt im gedruckten Fahrwerk laufen.

Zunächst habe ich mal den Seitenrahmen in “Diamond” Form gezeichnet, von dem dieser sehr verbreitete Drehgestell- Typ seinen Namen hat.

Der türkisfarbene Teil ist die STL- Vorlage, die zum Rendern wieder entfernt wird und mir nur als optische Hilfestellung dient. Ich werde vorerst keine Details (Bolzen, Federn, Nieten,…) anbringen, so lange ich noch nicht weiß, ob das dann später überhaupt funktioniert, wie geplant. Rein vom Aussehen her sieht der Rahmen aber schon mal ganz passabel aus. Der Rahmen und damit der Achsstand der Drehgestelle wird aber nicht parametrierbar werden, da sich dabei die diagonalen Streben in Winkel, Position und Länge verändern würden, was für meinen Geschmack viel zu komplexe Formeln ergeben würde…

Als nächstes habe ich angefangen, die Achslager zu zeichnen. So weit bin ich bis jetzt:

Es fehlen noch die Vertiefungen für die Achsen und das rüber klonen auf die andere Seite. Danach werde ich den Querträger zeichnen, zunächst mal völlig ohne Details. Damit kann man dann die ersten Prototypen drucken und testen, ob alles passt. Wenn dann alles passt, kommt die weitere Detaillierung dran.

Für dieses Jahr ist aber erst mal Schluss.

Ich hoffe, ihr seit alle gut ins neue Jahr gekommen. Ich war heute morgen schon fleißig, nachdem ich schon um 8:00 Uhr aus dem Bett geklingelt wurde..

So werde ich den ersten Prototypen mal drucken. Allerdings nicht in einem Stück, sondern geteilt. Die Teile kann man anschließend mit Sekundenkleber oder auch mit winzigen Schrauben zusammenbauen.

Man benötigt 2 Seitenteile:

und ein Mittelteil, um ein vollständiges Drehgestell zu bekommen.

Das hier ist die Variante “Einfach und Billig”, da die Achsen direkt im Druckteil gelagert werden. Zum Testen auf jeden Fall die erste Wahl.

Wie gesagt, irgendwelche Details wie z.B. die Spiralfedern sind noch nicht angebracht. Das mache ich erst, wenn die Funktionalität wirklich so gegeben ist, wie ich mir das vorstelle.

Inzwischen habe ich das Anpassen an unterschiedliche Achslängen ins Skript eingebaut. Als Standard- Wert habe ich 24,75 mm verwendet. Andere Achslängen werden als Korrektur von 24,75 mm aus gerechnet. Will man z.B. die Hornby Achsen mit 12 mm Rädern einbauen, so muss man 1.25 als Korrekturfaktor eingeben. 24,75 + 1,25 = 26, genau die Achslänge, die Hornby Radsätze normalerweise haben. Möchte man Radsärtze mit 24,4 mm Achsen verwenden, so gibt man -0.35 ein. Wie meist bei sowas, muss man den Punkt als Dezimaltrennung verwenden. Das in Deutschland übliche Komma wird anderswo nur selten dafür verwendet.

Zumindest virtuell schaut das dann so aus:

0f bzw. 17,75 mm Achslänge (-7)

0e bzw. 24,75mm Achslänge (0)

0m bzw. 33,75mm Achslänge (8)

Schaut alles noch machbar aus. Viel enger als bei 0f wird es aber kaum gehen. Das sieht sonst zu klobig aus. Für 0n15 oder ähnliches dürften diese Drehgestelle so nicht mehr wirklich nutzbar sein. In Spur 1 sollten die Drehgestelle zumindest für 1f und auch noch 1e funktionieren. Gn15 geht natürlich auch, keine Frage. Aber größer, denke ich eher nicht. Für H0 und H0m sollten sie zumindest funktional auch geeignet sein. Ob sie für diesen kleinen Maßstab noch detailliert genug sind, muss man dann sehen…

Gestern Abend habe ich die ersten Prototypen gedruckt. Was soll ich sagen. generell scheint das erstaunlich gut zu funktionieren. Ich habe mich nur irgendwie bei der Länge des Mittelteils vertan. Da muss ich noch mal nachbessern. So werden die Achsen viel zu stark eingeklemmt und außerdem spreizt sich das Drehgestell stark auseinander.

Und noch mal eine Auswahl an möglichen H0/00/0e/0n30 Radsätzen für dieses Drehgestell. Zumindest mal die, die ich zur Verfügung habe.

Von links nach rechts sind das ein Fleischmann Magic Train Speicheradsatz (13,5 mm Durchmesser, 24,75 mm Achslänge NEM) ein Roco H0 Radsatz (11,0 mm Durchmesser, 24,75 mm Achslänge NEM), ein Hornby 00 Radsatz (12,6 mm Durchmesser, 26,0 mm Achslänge RP25) und ein Hornby 00 Radsatz (14,1 mm Durchmesser, 26,0 mm Achslänge RP25).

Rein optisch gefallen mir die “kleineren” Hornby Radsätze in diesen Drehgestellen am besten, zumindest für 0e. Die 14,1 Radsätze passen zwar auch noch problemlos, sehen aber schon fast etwas groß aus.

Die MT Plastikräder sind nicht ganz so der Hit, obwohl ich mir bisher noch nicht die Mühe gemacht habe, sie auszutauschen. Sooo schlecht laufen sie, zumindest bei mir, dann auch wieder nicht. Es ist ja auch gar nicht so leicht, passende Metall- Radsätze zum Tausch aufzutreiben.

Zumindest für Güterwagen reichen die sehr günstig zu beschaffenden 11.0 bzw. 11.4 mm H0 Radsätze von z.B. modellbahnradsatz.de aber auch aus. Diese Radsätze gibt es in NEM und RP25 Ausführung. Selbst in der (etwas teureren) RP25 Ausführung kosten sie nicht mal 2/3 der aktuell nicht lieferbaren Hornby 00 Radsätze (wohl auch eine Brexit / Corona Folge). Hier gibt es auch noch eine Spezialität. Die 11.0 mm Räder gibt es gegen Aufpreis auch mit mittig isolierten Achsen. Verwendet man Messing Lagerbuchsen und diese Radsätze, so kann man eine sichere Stromabnahme für eine Innenbeleuchtung ohne Schleifer und ohne Erhöhung des Rollwiderstands herstellen.  Dazu kauft man entweder gleich bedrahtete Lagerbuchsen oder lötet etwas dünnen Kupfer Lackdraht an “normale” Lagerbuchsen an. So bekommt man 8 Stromabnahmepunkte pro Wagen, ohne den Rollwiderstand auch nur ein kleines Bisschen zu erhöhen.

Genau so groß und gut geeignet wie die “kleineren” Hornby Radsätze, allerdings ohne gelochte Radscheiben, sind auch die 0n30 Radsätze von Bachmann (ebenfalls RP25). Die sind mir bisher aber noch nirgends als Ersatzteil- Großpackung unter gekommen. Bei Bachmann muss man immer gleich ganze Drehgestelle kaufen.. Ebenfalls 12,6 mm Durchmesser haben die Kadee On30 RP25 Radsätze, von denen ich aber noch nie ein Exemplar in Natura gesehen habe. Verwenden wird man sie auf jeden Fall auch können.

Funktionieren sollten alle Räder mit Durchmessern von 9 mm bis 16 mm. Dafür ist wohl genug Platz. Ob so kleine oder so große Räder dann noch gut aussehen, muss man abwarten. Für 0e bzw. 0n30 würde ich auf jeden Fall Räder zwischen 11 und 13 mm Durchmesser empfehlen.

Das Mittelteil passt von der Länge her immer noch nicht genau (ist jetzt zu lang, statt zu kurz wie vorher). Deswegen habe ich da noch keine Details wie die Spiralfedern eingebaut. Was ich aber schon eingebaut habe, ist die Anpassung des Drehkranzes in der Mitte, um die Fahrzeughöhe (die “Hochbeinigkeit”) anzupassen.

Die Seitenrahmen passen jetzt aber. Deswegen habe ich die verschiedenen Lager- Optionen und die Details ins Skript eingebaut. Mögliche Optionen für die Achslager sind

0) direkte Spitzenlagerung im Druckteil.

1) Messing- Lagerbuchsen für Spitzenlagerung (Peho o.Ä.).

2) Öffnung für 2mm Messingrohr als Eigenbau- Lagerung entweder für Spitzenlagerung oder für Achsen mit 1mm Achsstummeln, da 2mm Messingrohr meist 1,1mm Innendurchmesser hat.

3) Öffnung für 2,5mm Messingrohr. Dieses Rohr hat meist einen Innendurchmesser von 1,6mm und kann damit problemlos Achsen aufnehmen, die mit 1,5mm Achsstummeln ausgestattet sind.

Morgen drucke ich den nächsten Prototyp. Falls dann alles passt, kommen auch noch die Details ans Mittelteil und das Skript ist fertig. Falls nicht, Skript anpassen und noch einen Prototyp drucken, usw… Wenn es fertig ist, wird das Skript auch zum Download angeboten, wie bei mir ja üblich.

Das Schöne hieran ist, man muss nicht mehr mühsam Radsätze passend zum Drehgestell suchen sondern passt die Drehgestelle einfach an vorhandene oder gewünschte Radsätze an.

Jetzt passt die Länge des Mittelteils und auch die Anpassung an die unterschiedlichen Achslängen per Parameter funktioniert. Ich habe mal ein Drehgestell für Roco H0 Radsätze (24,75mm Achslänge, 11,0mm Durchmesser) sowie eines für Hornby 00 Radsätze (26,0mm Achslänge, 12,6mm Durchmesser) gedruckt und beide funktionieren tadellos..

Links mit Hornby und rechts mit Roco Rädern. Beide Drehgestelle haben sehr, sehr gute Rolleigenschaften, obwohl die Achsen nur im Druckteil gelagert sind. Mir reicht das auf jeden Fall.

Hier noch mal das “Roco” Drehgestell:

Weniger als 11mm Durchmesser dürfe nicht mehr wirklich anständig aussehen, fürchte ich. Für 0f könnte das also unter Umständen eng werden…

Und zum Vergleich das “Hornby” Drehgestell:

Das passt optisch sehr gut, finde ich. Ich werde auf jeden Fall noch mal ein paar 11,4mm RP25 Radsätze bestellen und mal schauen, wie die sich optisch so machen. Die Hornby Räder sind ja zur Zeit nicht lieferbar und außerdem doppelt so teuer wie die Radsätze von modellbahnradsatz.de. Es wäre schön, wenn man eine entsprechende Alternative zu den 00 bzw. 0n30 Radsätzen auftreiben könnte…

Da die Funktion jetzt gegeben ist, habe ich die fehlenden Details hinzugefügt.

Die 4 Spiralfedern benötigen viel Rechenzeit zum Rendern. Deswegen habe ich es noch nicht hin bekommen, neue STL Dateien zu erzeugen und auszudrucken. Also gibt es jetzt nur eine 3D Vorschau des fertigen Drehgestells…

Ich habe die Performance Probleme im Skript lösen können. Dazu habe ich die Feder nicht im Drehgestell- Skript erzeugen lassen (und das gleich 4 mal), sondern einzeln und als externe STL Datei eingebunden. Nun dauert das Rendern nur noch wenige Minuten… Zur Zeit druckt gerade die erste heiße Probe, mit ABS-Like Resin und für 26mm Achsen (Hornby)

Inzwischen habe ich 4 verschiedene Längen gerendert. Damit sollte ich für alle bei mir vorkommenden Achslängen gerüstet sein. Falls nicht, kann ich ja jederzeit die fehlenden Längen nach- rendern…

Hier sind mal die 4 bisher von mir erzeugten Mittelteile direkt nebeneinander in Chitubox importiert. Man kann schön die Längenunterschiede erkennen. Von oben nach unten sind das 24,4mm (Märklin, Piko, Lima, Electrotren), 24,75mm (Roco, Liliput, DEAK/Fuggerth, Sachsenmodelle, Magic Train) 25,4mm (Jouef, die größten Räder, die ich bei modellbahnradsatz.de bekommen konnte) und 26,0mm (Bachmann, Hornby, Dapol, Kadee, Walthers, Lionel, Roco-alt)

Außerdem habe ich die Details an den Seiten noch ein wenig filigraner gestaltet. So sollten die fertigen Drehgestelle noch besser aussehen.

Es ist vollbracht. Das Skript für die Diamonds ist fertig und steht zum Download zur Verfügung. Diese Dateien sind unter einer Creative Commons Lizenz vom Typ Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) verfügbar. Um eine Kopie dieser Lizenz einzusehen, konsultieren Sie https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de oder wenden Sie sich brieflich an Creative Commons, Postfach 1866, Mountain View, California, 94042, USA.

Ich möchte euch bitten, den Download über diesen Link vorzunehmen:

Diamond Drehgestell

Wenn dieser Link genutzt wird, läuft ein anonymer Zähler mit. So bekomme ich einen Eindruck davon, wie oft die Datei herunter geladen wird, Weitere Daten werden nicht gesammelt, nur die pure Anzahl an Downloads. Danke.

Letzte Nacht ist der erste Schwung Drehgestell- Teile aus dem Drucker gefallen. Es handelt sich um 2 Paar Drehgestelle für 12,6mm Räder (also für meine Hornby Radsätze).

Man kann auch gut meine neue Druckplatte erkennen, für die ich den Drucker tatsächlich minimal umbauen musste. Diese Druckplatte ist flexibel, weswegen man die Druckteile sehr leicht davon lösen kann. Sie wird per Magnet an der ursprünglichen Druckplatte befestigt. Dadurch ist das Gebilde nun dicker als Original. So kann der Endstop- Schalter nicht mehr ausgelöst werden, weswegen man ihn mit Hilfe von Unterlegscheiben etwas absenken muss. Kein Aufwand, nur 2 Schrauben los und später wieder festdrehen. Es lohnt sich aber. Die Drucke haften hervorragend und lassen sich kinderleicht ohne Werkzeug (Spachtel o,Ä,) abnehmen.

Schnell mal provisorisch zusammengesteckt, noch vor dem Versäubern und Härten. Nur um zu sehen, ob die Achsen rein passen.

Die fertigen Teile nach dem Aushärten:

Das Harz für diese 4 Drehgestelle kostet incl. Stützmaterial etwa 0,80€, also 20 Cent pro Drehgestell.

Danach wurden die Drehgestelle montiert.

Dafür habe ich die Drehgestelle zusammengesteckt und mit den Radsätzen versehen. Bei einigen Teilen musste ich tatsächlich etwas mit einer Schlüsselfeile nacharbeiten. 100% exakt gleich groß werden die Teile im 3D Druck nicht wirklich. Denn die Seitenteile sitzen bewusst recht stramm auf dem Mittelteil. Nachdem alles gut passt, habe ich etwas Sekundenkleber an die Verbindungsstellen geträufelt. Sekundenkleber verklebt das Resin am Besten. Als der Kleber fest war, habe ich die Räder wieder ausgebaut und die Drehgestelle zum lackieren gereinigt und dann auf Schaschlikspieße gesteckt. So kann man sie gut lackieren.  Nachdem die Drehgestelle schwarz lackiert und der Lack ausgehärtet war, habe ich sie endgültig montiert.

So warten sie jetzt auf ihren Einsatz an den ersten noch zu konstruierenden Eigenbau Wagen.

Meine Drehgestelle brauchen sich hinter industriell hergestellten Großserienprodukten nicht wirklich zu verstecken, finde ich. Dazu mal ein Vergleich mit einem Bachmann 0n30 Drehgestell.

Zum Abschluss eine Aufnahme eines einzelnen Drehgestells.

Und nun viel Spaß beim Nachdrucken.

C-50 in Spur Null 1:45 Bauanleitung

Diese Bauanleitung wird es, sobald sie fertig ist, auch als PDF Dokument zum Download geben und wird im Zip Archiv mit allen STL und SCAD Dateien enthalten sein.

Vorwort:

Dieses Modell kann für alle Schmalspurweiten aufgebaut werden, die es im Maßstab 1:45 – 1:43,5 – 1:48 gibt. Die Kosten sind sehr überschaubar, da auf kostengünstiges Zubehör geachtet wurde.

Ich möchte mich zuallererst mal beim Autor der Original- STL Dateien bedanken, der sie auf thingiverse.com zum freien Download zur Verfügung gestellt hat. Der Name des Autors lautet Ulrich Torhauer, sein Nickname lautet Ulli-Peter und der Link zu seinem Profil ist:

https://www.thingiverse.com/uli-peter/designs

Die Originaldateien sind unter der Creative Commons CC BY-SA 3.0 Lizenz veröffentlicht worden:

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Die von mir überarbeiteten bzw. neu erstellten Dateien unterliegen derselben Lizenz, ganz im Sinne der Original- Lizenz.

Daneben gilt mein Dank allen Forums- Kollegen, die mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben und ohne die dieses Projekt wohl erst viel später oder gar nicht realisiert worden wäre. Und besonders möchte ich meinem guten Freund Martin danken, der mir den Halling Antrieb zur Verfügung gestellt hat.

Informationen zum Vorbild:

Die C50 ist ein weit verbreiteter Loktyp der ungarischen Schmalspurbahnen und Feldbahnen. Die Herstellung der zweiachsigen Lokomotiven hat 1952 angefangen. Bis 1968 wurden insgesamt mehr als 250 Exemplare in praktisch allen Spurweiten zwischen 600 und 1000 mm gebaut. Zur Konstruktion wurden teilweise LKW Komponenten verwendet, was der Lok ihr uriges, unverwechselbares Aussehen verleiht. Sie hat etwa 50 PS / 37 KW und wiegt 7 Tonnen. Keine wirklich beeindruckenden Werte. Sie wären es nicht mal für LKW. Trotzdem erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 30 Km/h und wurde sehr erfolgreich.

Die C-50 wurde in sehr vielen verschiedenen Varianten gebaut, Das Modell hat eine Lok mit tief heruntergezogenem Rahmen zum Vorbild. Dadurch müssen Achslager, Federung usw. nicht nachgebildet werden. Außerdem ist das Modell dadurch sehr unkritisch in Bezug auf Achsstand und Radgröße. Man sieht es schlicht und einfach nicht. Hier mal ein Foto dieser Variante.

Das Foto stammt von Wikimedia.

Die häufigste Farbgebung ist grüner Aufbau und schwarzer Rahmen, oft mit rot gestrichenen Rahmen- Seiten. Es gibt aber auch andere Farbgebungen, z.B. Rot mit grauem Rahmen oder Rot mit schwarzem Rahmen. Außerdem wurde viele Loks im Laufe ihres Lebens häufiger umgebaut und auch umlackiert. Sehr viele der Loks sind auch heute noch im Einsatz, teils museal, teils im harten Alltagseinsatz.

Bauteile:

Zum Bau der C-50 werden einige 3D gedruckte Teile benötigt. Natürlich den Rahmen, passend zum gewünschten Antrieb, den Aufbau, die Inneneinrichtung und 2-6 Lampen, je nach gewünschter Version. Daneben wird etwas Klarsicht- Kunststoff für die Fenster und einige kleine, selbst schneidende Schrauben, etwa in der Größe M 1,7 x 5. Wobei es nicht ganz genau auf die Größe ankommt. Falls man z. B. nur M2 Schrauben hat, sollten diese auch funktionieren. Eine gekürzte Lokführer- Figur macht sich auch nicht schlecht. Außerdem werden Kupplungen für den NEM Schacht benötigt, passend zum eigenen System. Daneben benötigt man noch etwas dünnen Draht (Messing o.Ä.) für die Griffstangen.


Und natürlich einen Antrieb. Der Original- Rahmen ist für ein Drehgestell des Roco H0- Taurus mit einem Glockenanker- Motor vorgesehen. Dieser Antrieb ist, sofern man keinen Taurus zum „Schlachten“ da hat, sehr teuer. Deswegen habe ich den Rahmen so umgestaltet, das man günstigere Antriebe verwenden kann. Als Nebeneffekt kann man die C-50 nun auch in anderen Spurweiten aufbauen als nur in 16,5 mm. Ich habe 2 Varianten des Rahmens konstruiert. Eine Variante ist für den weit verbreiteten und mit ca. 60€ bezahlbaren Halling Vario- Antrieb vorgesehen. Damit kann man alle Spurweiten realisieren. Für 0f mit 12 mm Spurweite verwendet man den H0m Antrieb. Für 13,3 oder 14 mm Spurweite verwendet man den H0 Antrieb und schiebt die Radscheiben etwas zusammen, entsprechend der Spurweite. Dafür ist ausreichend Spielraum vorhanden. Für 0e nimmt man natürlich den unveränderten H0 Antrieb. Ab 0e kann man aber auch den Antrieb einer H0 Roco Köf 3 verwenden. Dieser hat den passenden Achsstand und die passende Radgröße. Der Halling Antrieb hat deutlich kleinere und enger zusammenstehende Räder. Durch den tiefen Rahmen fällt das aber nicht auf. Bei 0m (egal ob 22,2 oder 22,5 mm Spurweite) muss man die Achsen umspuren. Dazu die Räder und Ritzel von den Original- Achsen abziehen und auf neue, längere Achsen wieder aufschieben. Die C-50 hat mehr als genug Spielraum unter dem Rahmen. Das Umspuren kann man sowohl mit dem Halling- als auch mit dem Köf Antrieb problemlos machen.

Apropos Halling Antrieb. Diesen gibt es mit und ohne den sogenannten „Drehgestellbügel“. Dieser Bügel wird zur Befestigung des Antriebs am Rahmen verwendet. Muss man also einen Antrieb erst noch kaufen, bitte mit diesem Bügel bestellen. Hat man aber schon einen Antrieb ohne den Bügel, kann man sich aus 1mm Blech oder stabilem Kunststoff einen 28 x 4 mm Streifen ausschneiden und unter dem Motor durchschieben. Damit lässt sich der Antrieb dann genau so gut befestigen.

Für den Köf Antrieb ist ein neuer Motor vorgesehen. Ältere Köf (aus den 1980er Jahren) haben gelegentlich Probleme mit den Motoren. Deswegen ist ein (preiswert zu bekommender) 1020er Glockenanker Motor eingeplant. Der Motor sollte sich für 20-25€ auftreiben lassen, incl. Schwungmasse und neuer Schnecke M0.4. Eine gebrauchte Köf3 kostet ca. 30-40€. Man kommt also in etwa auf dieselben Kosten wie mit dem Halling Antrieb.


Hier sieht man alles, was von der Roco H0 Köf 3 verwendet wird. Bis auf die Stromabnehmer. Diese benötige ich nicht, da meine C-50 ihre Energie aus einem Akku beziehen wird. Deswegen habe ich die Stromabnehmer gar nicht mehr und kann sie auch nicht mit aufs Foto packen. Aber man wird es sich vorstellen können, denke ich. Der Motor unten stammt von tramfabriek.nl. Baugleiche Motoren zu ganz ähnlichen Preisen bekommt man auch bei micromotor.eu

Natürlich braucht man auch noch „Elektronik“. Da wären natürlich ein paar LED zur Beleuchtung der Lampen und ggfs. des Führerstands. Und einen Digitaldecoder (mit/ohne Sound) und Strompuffer. Der Puffer lässt sich leicht unter bringen und ist bei so kleinen Loks eigentlich unverzichtbar. Man kann aber auch mit RC- Technik und Akku fahren. Dafür sind Aussparungen für die Ladebuchse und den Ein- Aus- Schalter vorgesehen. Damit gibt es überhaupt keine Kontaktprobleme. Auch die RC- Technik lässt sich gut in der Lok verstauen.

Auf dem Foto unten sieht man drei verschiedene LiPo Akkus, die eigentlich Ersatzteile für Spielzeug- Drohnen sind, sich aber hervorragend für die RC Modellbahnerei eignen.

Von oben nach unten haben die Akkus folgende Kapazitäten. 500 mAh, 250 mAh und 220 mAh. Der 500er ist der längste, aber auch der dünnste dieser Akkus. Der kleinste 220 mAh Akku ist der Dickste. Für meine C-50 kommt dieser kleinste Akku zum Einsatz Dieser Akku ist 17 mm breit und passt deswegen flach in den Vorbau der C-50. Die beiden anderen sind 20 mm breit und müssten diagonal eingebaut werden, was mir zu viel Platz weg nimmt. Der winzige Glockenanker- Motor sollte trotzdem viele Stunden damit betrieben werden können.

Bauanleitung:

Teile drucken:

Zunächst muss man natürlich die benötigten Teile drucken oder drucken lassen. Macht man das selbst, ist ein Resin Drucker sehr empfehlenswert, da die Teile auf einem herkömmlichen FDM Drucker doch nicht so filigran und sauber werden. Resin Drucker bekommt man heute schon für recht wenig Geld und sie bieten dafür eine Fülle an Möglichkeiten, die man mit keinem anderen Werkzeug hätte. Im Gegensatz zu FDM Druckern sind Resin Drucker auch eher leicht anzuwenden. Hat man keinen eigenen Drucker und auch keinen Kumpel, der einem da aushelfen kann, muss man eventuell einen kommerziellen Dienstleister damit beauftragen. Dadurch wird das Modell aber sehr viel teurer. Selbst gedruckt belaufen sich die Kosten für die 3D Teile auf unter 5€. Beim Dienstleister können daraus schnell mal 100€ und mehr werden. Außerdem ist die STL Datei des Aufbaus nicht fehlerfrei. Dadurch konnte ich den Aufbau nicht überarbeiten und viele Dienstleister werden die Datei deswegen ablehnen. Ich habe den Aufbau mal bei Shapeways hochgeladen und er wurde dort als „Undruckbar“ eingestuft. Auf meinem Elegoo Mars lässt er sich aber völlig problemlos drucken. Soviel also zu „Undruckbar“. Da man für das Geld, was man für die C-50 Teile beim Dienstleister ausgeben müsste, schon einen gebrauchten Elegoo Mars bekommt, lohnt es sich auf jeden Fall, mal über die Anschaffung eines eigenen Druckers nachzudenken…

Der Aufbau muss obendrein etwas kleiner gedruckt werden, als es eigentlich normal wäre. Sonst steht der Aufbau über den Rahmen hinaus. Dazu kann man die Skalierung in der Slicer Software (bei mir Chitubox, andere Programme bieten aber die gleichen Einstellmöglichkeiten) vornehmen.


Je nach Maßgenauigkeit des eigenen Druckers können die benötigten Werte minimal abweichen. Muss man zur Not ausprobieren. Der Aufbau muss 84,5 mm lang, 38mm breit und 41 mm hoch werden. Hätte ich die STL Datei weiter verarbeiten können (wie es zum Glück beim Rahmen der Fall ist), hätte ich diese Anpassung direkt integriert. Leider geht das aber nicht, also muss man eben beim Druck entsprechend eingreifen.

Für die Lampen gibt es mehrere Möglichkeiten. Man könnte entsprechende Lampen als Messingguss Teil kaufen oder aus der Bastelkiste kramen. Man kann sie aber auch selbst drucken. Hier sind nur mal 4 Beispiele zu sehen:


Will man die vorbildgetreuen Lampen verwenden (die beiden rechten Varianten), druckt man die entsprechende Anzahl (meist 4 oder 6, 2 wäre aber auch möglich) in der gewünschten Größe (groß oder klein) aus. Möchte man aber die eher amerikanisch aussehenden Lampen für 3 mm Standard- LED verwenden (links), so muss man sich die entsprechenden STL aussuchen. Ich habe für alle Varianten ein STL erzeugt und mitgeliefert. Benötigt man aber eine Maß- Korrektur, weil die Lampen auf dem heimischen Drucker zu groß oder klein werden, kann man das über einen Parameter im ebenfalls mitgelieferten OpenSCAD Script vornehmen…

Rahmen Lackieren.

Bevor man die Lok montiert, sollte man zumindest den Rahmen bereits lackiert haben. Dadurch verunreinigt man die Antriebsteile und elektronischen Komponenten später nicht mit Farbe. Details farbig absetzen und altern kann man durchaus auch noch nach der Montage.

Antrieb in den Rahmen bauen.

Die Montage unterscheidet sich je nachdem, welchen Antrieb man verwenden möchte.

a) Halling Antrieb.

Der Einbau des Halling Antriebs gestaltet sich sehr einfach. Er wird einfach von unten in den Rahmen eingeschoben. Dabei sollte er stramm und saugend sitzen. Man muss nur aufpassen, das der Antrieb auch wirklich bis ganz nach oben eingeschoben ist. Dann ist er in alle Richtungen außer nach Unten fixiert.

Sitzt der Antrieb passend, wird er mit dem Drehgestellbügel nach unten hin gesichert. Dazu bohrt man 2 kleine Löcher (je nach verwendeter Schraube, aber nicht über 1 mm Bohrer) in die beiden Montageklötze und schraubt den Antrieb bzw. Bügel mit 2 kleinen selbst- schneidenden Schrauben fest. Damit ist der Einbau schon abgeschlossen. Auf den Foto ist ein Prototyp des Rahmens zu sehen und ein selbst gedruckter Bügel. Man sieht gut, wie der Antrieb eingebaut wird. Außerdem ist dieser Vario- Antrieb auf den kleinst- möglichen Achsstand eingestellt. Für die C-50 sollte man aber tunlichst den längsten Achsstand auswählen. Denn der ist immer noch zu klein, im Vergleich zum Vorbild. Dieser Antrieb gehört mir nicht, weswegen ich ihn nicht umbauen wollte. Für die Konstruktion des Rahmens spielt der eingestellte Achsstand nämlich gar keine Rolle.

b) Köf Antrieb.

Der Einbau des Köf Antriebs ist etwas aufwändiger, da man hier sowohl den Getriebeblock, die Achsen und auch den neuen Motor einzeln montieren muss. Als erstes, sofern nicht schon geschehen, zerlegen wir die Roco Köf. Für unsere C-50 benötigen wir nur wenige Teile der ursprünglichen Lok. Dieses sind der Getriebeblock, die Pendel- Lagerung, die Achsen, die Getriebeabdeckung und die Stromabnehmer, sofern man nicht mit Akku fährt (so wie ich).

Dann setzen wir den Getriebeblock von unten in den Rahmen ein. Eigentlich passt er nur in eine Richtung. Sitzt er also nicht richtig, mal kontrollieren, ob der Block nicht vielleicht verkehrt herum eingesetzt wurde.

Danach kommen die Achsen, eine davon mit der 3- Punkt Lagerung in den Getriebeblock. Und, sofern erforderlich jetzt dann auch die Stromabnehmer- Platine.

Gesichert wird all das mit der Original- Getriebeabdeckung. Diese kann, muss man aber nicht zwingend, etwas kürzen. Dann werden 2 kleine Löcher gebohrt und der Antrieb mit der Abdeckung angeschraubt.

Jetzt drehen wir den Rahmen um und probieren, ob alles frei dreht. Wenn ja, fein. Wenn nein, muss man suchen, wo es klemmt und das Problem beheben.

Als nächstes setzt man nun den Motor ein. Er wird mit zwei kleinen Schrauben befestigt.

Wenn man Probleme hat, die winzigen Schrauben einzudrehen, kann es hilfreich sein, die Schrauben zuerst leicht einzudrehen, bevor man den Motor einbaut. Der Motor ist sehr magnetisch und beeinflusst die Schrauben stark. Dadurch kann es fummelig werden, sie in die Löcher zu bekommen.

Man muss die Schrauben gleichmäßig fest ziehen, damit der Motor nicht dezentriert wird. Danach sollte die Schnecke parallel zum Ritzel im Getriebeblock stehen. Sofern der Abstand zwischen Schnecke und Ritzel nicht passt, kann man den Motor noch leicht kippen, sofern er zu eng ist. Ist er zu weit, kann man mit etwas untergeschobenem Papier einige 1/100 mm korrigieren. Sitzt der Motor, wie er soll, ist der Antrieb fertig eingebaut.

Gehäuse vorbereiten

Nun wird das Gehäuse fürs Lackieren vorbereitet. Dazu müssen wir etwas schleifen, fräsen und bohren. Hätte ich die STL- Datei für das Gehäuse weiter verarbeiten können, hätte ich diese Anpassungen in der 3D Konstruktion erledigt. So muss man eben „in echt“ Hand anlegen.
Die Anpassungen sind je nach gewählter Antriebs- Variante unterschiedlich.
Für die Köf- Variante müssen wir etwas vom Boden im Bereich des Führerhauses wegnehmen. Sonst stoßen die Schrauben der Motor – Befestigung an und man bekommt das Gehäuse nicht (ohne Fummelei) auf den Rahmen.

Das kann man mit einer Schlüsselfeile in wenigen Sekunden erledigen. Es muss ja nicht schön werden, da man es am fertigen Modell ohnehin nicht sehen kann.

Bei der Halling- Variante muss man erheblich mehr vom Boden wegnehmen.

Hier muss man nahezu den kompletten Boden entfernen, da der Halling Antrieb deutlich breiter ist als der Köf Antrieb. Die beiden seitlichen Befestigungsschrauben entfallen dabei. Mit 4 Schrauben vorne und hinten sitzt das Gehäuse aber immer noch tadellos.

— Kleiner Einschub

Ich habe mal einen nicht verkleinerten Ausschnitt des Fotos oben gemacht (obere rechte Ecke). Darauf sieht man a) das man die Teile vorm lackieren unbedingt sehr gründlich reinigen muss und b) sieht man zwar Staub, Krümel, Fussel, Haare aber man sieht keine Schichten, Streifen oder Stufen. Nicht mal in dieser extremen Vergrößerung.

Es ist schon beeindruckend, welche Oberflächengüte man im einem 200€ Resin Drucker bekommen kann. Der Druck ist mit “Standard- Einstellungen, also mit 0,05mm Schichtdicke gemacht worden. Das verwendete Harz ist Elegoo ABS- Like Resin in Gelb. Für mich sieht das eher nach Orange oder wegen meiner auch Skin, also Hautfarbe aus. Aber Gelb ist das meiner Ansicht nach nicht…  Theoretisch könnte man bei meinem Drucker noch bis 0,01 mm Schichtdicke  runter gehen. Allerdings sieht man davon eher gar nichts, die Druckzeit und der Display- Verschleiß verfünffachen sich aber dadurch…

— Einschub Ende

Möchte man die Ausschnitte für Schalter und Ladebuchse verwenden, muss man in diesen Bereichen ebenfalls kleine Anpassungen vornehmen.
Wenn alle Anpassungen erledigt sind, sollte man noch die Löcher für die Griffstangen vor bohren. Und dann setzt man das Gehäuse auf den Rahmen und bohrt von unten die Löcher für die Befestigungsschrauben durch. Dazu muss der Aufbau natürlich exakt positioniert sein. Am besten klebt man ihn provisorisch mit Doppelklebeband an, bis man die Löcher gebohrt hat.
Nun wird das Gehäuse gesäubert eventuell kleinste Fehler gespachtelt und anschließend grundiert und lackiert. Dabei kann man die Inneneinrichtung gleich mit lackieren. Das wird ja einige Zeit dauern, da man das Gehäuse vermutlich in mehreren Farben lackieren wird (Innen und außen unterschiedlich, vielleicht mehrfarbig oder Zierlinien oder, oder, oder,…) Währenddessen kann man sich Gedanken über die einzubauende Technik machen.

Inzwischen ist auch der Aufbau lackiert.

Und hier mal mit einem ebenfalls vollständig 3D gedrucktem Anhängsel:

Während der Trocknungszeit habe ich mir Gedanken über den Einbau der RC Technik gemacht und obendrein die gelb- schwarzen Warnstreifen für die Pufferbohlen gezeichnet. Bei der C-50 ist das ja etwas kniffelig, da es fest montierte Details an den Pufferbohlen gibt. Es wird diese Streifen auch mit als Download hier geben. Vorab kann man mit einem Klick aufs Bild die PNG Datei in Original- Größe laden.

Man muss nur darauf achten, das man den Druck mit 100% skaliert macht. Sonst stimmen die Abmessungen der Schnitt- Markierungen nicht. Zur Montage der Warnstreifen später mehr.

Um sich eine Vorstellung davon zu machen, wie winzig die C-50 eigentlich ist, hier mal ein Foto zusammen mit einem kleinen Regelspur- Güterwagen im selben Maßstab.

Technik- Einbau.

Da ich nur eine C-50 aufbaue und diese mit RC Technik ausgerüstet wird, zeige ich hier den Einbau der RC Technik. Wenn man die Lok mit Digitaltechnik ausrüstet verläuft der Einbau in etwa ähnlich, aber natürlich nicht identisch. Man sollte dennoch eine Idee bekommen, wie man es machen kann…

Technik- Teile.

Zunächst mal ein Blick auf die einzubauenden Teile für den Betrieb mit Akku und Funk- Fernsteuerung.

Von links nach rechts sind das oben Stecker und Buchse für die Verkabelung zwischen Rahmen und Aufbau. Dann der einstellbare Stepup Regler, der aus den 3,7 Volt des LiPo Akkus daneben etwa 7-8 Volt macht, um genug Geschwindigkeit und Kraft aus dem Glockenanker Motor heraus zu bekommen, der ja für 12 Volt ausgelegt ist. In der unteren Reihe sieht man von links nach rechts ein Stück Lochstreifen- Platine als Basis für die Verkabelung, die Akku- Ladebuchse mit abgewinkelten Beinen, den Ein- und Aus – Schalter (1 x Um) und ganz rechts einen Deltang RX 63 Empfänger, der zur Zeit nicht lieferbar ist. Sofern man die Spannung am Stepup Regler nicht über 6 Volt einstellt, kann man bei dem kleinen Motor problemlos auch einen (lieferbaren) Empfänger aus der RX 4xx Serie nutzen, also z.B. einen RX 45. Diese Empfänger sind noch mal ein gutes Stück kleiner, vertragen dafür aber nur maximal 6 Volt Versorgungsspannung.

Technik- Einbau am Rahmen.

Zunächst bauen wir all das ein, was am Rahmen zu montieren ist. Das sind die Lochstreifen- Platine mit der 6 poligen Buchse sowie die von unten zugängliche Ladebuchse und den ebenfalls von unten zugänglichen Ein- und Aus- Schalter. Im Gegensatz zu einer Digital-Lok benötigt eine RC Lok so einen Schalter und eine Ladebuchse. Hier wird ein 1x Um Mikro- Schalter eingebaut, mit dem der Pluspol des Akku entweder auf den StepUp Regler (also eingeschaltet) oder auf die Ladebuchse (also ausgeschaltet) gelegt wird. Bessere LiPo Ladegeräte stört es nicht, wenn der Akku bei laufendem Betrieb aufgeladen wird. Die einfachen Ladegeräte, die man oft im Set mit den Akkus dazu geschenkt bekommt, mögen das aber nicht so gerne. Deswegen sorge ich so dafür, das man den Akku nur aufladen kann, wenn die Lok ausgeschaltet ist.

Wir fangen mit dem Schalter an. Der Schalter kommt in die größere der beiden Aussparungen im Rahmen und wird mit 2 M1,7 Schrauben angeschraubt.

Nach dem Einbau werde ich den Schalter noch schwarz lackieren und dabei auch gleich die Lackschäden an der alten Getriebeabdeckung beheben. Das ist aber nur Kosmetik und kommt erst ganz am Ende.

Von Oben sieht das dann so aus:

An den mittleren Pin des Schalters kommt der Pluspol des Akkus, an die beiden anderen je der StepUp Regler und die Ladebuchse. Jetzt wird die kleine Platine aufgebaut und bestückt.

Hier kann man die Pin- Belegung sehen und erklären:

Von oben nach unten haben die Pins folgende Belegung:

Ganz oben ist der Pluspol des Akkus. Dieser wird mit dem mittleren Pin des Schalters verbunden. Der zweite Pin von oben ist der Plus- Eingang des Empfängers/Stepup Reglers und wird mit der einen Seite des Schalters verbunden. Der dritte Pin von oben ist verschlossen. Hierbei handelt es sich um den Pluspol der Ladebuchse, die mit der anderen Seite des Schalters verbunden ist, aber eben nicht nach oben geführt werden muss. Am Stecker- Gegenpart ist der entsprechende Pin abgekniffen. So ist der Stecker verpolungssicher. Der vierte Pin von oben ist der Minuspol des Akku. Der muss nur mit der Ladebuchse verbunden werden, weswegen hier keine Litze angelötet wurde. Zuletzt noch die beiden unteren Pins. Das sind die beiden Anschlüsse zum Motor.

Was man beachten sollte ist folgendes: Diese Stecker – Buchsen Leisten gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Obwohl beide denselben Pin Abstand haben (2,54 mm) sind sie nicht kompatibel. Der „große“ Stecker und die dazu gehörende Buchse haben runde gedrehte Pins. Das ist die etwas teurere, dafür aber auch etwas bessere Variante. Obendrein sind diese Pins kompakter gebaut und lassen sich besser kürzen. Deswegen bevorzuge ich gedrehte Pins. Aber die Ladebuchse hat dennoch gestanzte Pins. Abgewinkelte Buchsenleisten gibt es nur in der gestanzten Ausführung. Zumindest habe ich bisher noch nichts anderes entdecken können. Deswegen benötige ich für die Lok ein anderes Ladekabel als sonst. Aber hier überwiegen die Vorteile der abgewinkelten Ausführung deutlich, weswegen der zusätzliche Aufwand sich dennoch lohnt.

Als nächstes werden die Litzen passend gekürzt, die Enden abisoliert und an die entsprechende Anschlüsse am Motor bzw. Schalter angelötet.

Das geht natürlich erheblich besser, bevor die Platine fest montiert wird. Die Montage erledigt man erst, wenn alles geprüft wurde und einwandfrei funktioniert. Dann wird mit einem kleinen Tropfen Heißkleber die Platine angeklebt und die Ladebuchse wird komplett mit Heißkleber „vergossen“, damit sie sich nicht durchdrücken kann…

Das Gehäuse passt so immer noch problemlos auf den Rahmen, was man aber natürlich regelmäßig überprüfen sollte..

Der „Rest“ der Technik, also Empfänger, Akku, Stepup Regler und LED zur Beleuchtung werden im Aufbau eingebaut. Dank der Steckverbindung kann man die beiden Lok- Teile auch weiterhin problemlos trennen, falls es mal z.B. zur Wartung notwendig ist.
Damit ist der Einbau der Technik im Rahmen abgeschlossen. Im nächsten Kapitel wird dann die Detaillierung des Aufbaus angegangen. Um die Beleuchtung einbauen zu können, müssen die Lampen und die Inneneinrichtung eingebaut sein. Bevor man die Inneneinrichtung aber einbauen kann, muss die Fenster- Verglasung erfolgt sein. Und das geht erst, nachdem man den Aufbau mit Klarlack versiegelt hat. Also muss als nächstes die Ausgestaltung, die farblichen Akzente usw. erfolgen.

Details anbringen.

Als nächstes müssen nun die Details am Aufbau und, damit man den Klarlack auf einmal auftragen kann, auch am Rahmen angebracht werden. Welche Reihenfolge man dabei einhält, ist Geschmackssache. Ich mache zuerst die Sachen, die aushärten müssen, bevor man sie weiter verarbeiten kann. Für die Anleitung trenne ich die beiden Bereiche Aufbau und Rahmen. Man kann aber ohne weiteres parallel an beiden Bereichen gleichzeitig arbeiten.

Details am Rahmen.

Fangen wir mit den Details am Rahmen an. Als erstes habe ich die kosmetischen Korrekturen unterhalb des Rahmens vorgenommen. Der Schalter und die alte Getriebeabdeckung sind nun schwarz.

Danach druckt man, sofern noch nicht geschehen, die gelb-schwarzen Warnstreifen aus. Dann schneidet man sie grob mit einer Schere zu und trennt die Schnittmarkierungen mit einem Cuttermesser aus.

Oben ist das bereits geschehen, unten noch nicht.

Anschließend färbt man die Schnittkanten mit einem Filzstift schwarz ein. Jetzt kommt man noch gut und von hinten an die Kanten dran. Nach der Montage sind sie nicht mehr wirklich zugänglich, können aber auffallen, da sie natürlich weiß sind und in der schwarzen Umgebung deutlich hervorstechen.

Ich verwende dazu einen einfachen Faserschreiber aus dem 1 Euro Shop. Der reicht völlig aus. Man sieht auch, das man nicht sonderlich genau sein muss, da man die Rückseite später sowieso nicht mehr sehen kann…

Anschließend klebt man die Streifen mit Alleskleber an die Pufferbohle.

Das Ganze lässt man in Ruhe aushärten. Wenn alles ausgehärtet ist, schneidet man das überstehende Papier ab und färbt die Schnittkanten wieder mit einem Filzstift schwarz ein.

Details am Aufbau.

Das Vorbild, welches ich mir für die Farbgebung meines Modells ausgesucht habe, ist eine Top gepflegte Maschine, die für Touristenfahrten eingesetzt wird. Da meine eigene fiktive Bahngesellschaft ebenfalls eine vorrangig touristisch geprägte Bahn ist, gibt es bei mir auch keine vergammelten Fahrzeuge. Das passt also. Das Vorbild für meine C-50 wird zwischen Felsőtárkány und der Vöröskő-Quelle in Zentral Ungarn eingesetzt. Die Lok dort ist Rot mit schwarzem Rahmen und gelben Griffstangen. Genau so wird meine C-50 auch. Allerdings hat das Vorbild den hoch ausgeschnittenen Rahmen, wohingegen meine C-50 ja den tief herunter gezogenen Rahmen besitzt. Deswegen ist es kein exakter Nachbau, sondern nur in Anlehnung an…

Zuerst habe ich ein paar Drähte gelb lackiert. Daraus werden später die Griffstangen hergestellt. Aus Ausgangsmaterial verwende ich Blumensteckdrähte. Die sind erheblich preiswerter als „offizielle“ Modellbau- Drähte, funktionieren aber für viele Sachen wie Griffstangen oder auch zum Bau von Bäumen sehr gut. Sie haben 0,6 mm Durchmesser und passen deswegen gut zum Maßstab 1:45… Man kann natürlich jeden passenden Draht ähnlicher Dicke verwenden, vor allem, wenn man ihn sowieso vorrätig hat.

Die Drähte vor dem Lackieren in ein Stück Styropor zu stecken erleichtert einem die Arbeit ungemein. Nachdem der Lack ausgehärtet ist, werden die Drähte auf Maß geschnitten, gebogen und als Griffstangen in die vorgebohrten Löcher im Aufbau eingeklebt.

Während der Lack auf den Drähten aushärtet werden einige Details bemalt. Der Auspuff und der Tankdeckel werden silbern, genau wie der Kühlergrill. Die winzigen Details bemale ich lieber mit einem Lackstift als mit einem Pinsel. Ich bin mit beidem nicht gut, aber mit dem Lackstift klappt es etwas besser. Deswegen habe ich den Auspuff und den Tankdeckel mit einem silbernen Lackstift bemalt.

Das Foto ist zwischen dem ersten und zweiten Auftrag entstanden. Gar so schlecht wie auf dem Foto sieht es in „Echt“ dann doch nicht aus. Vor allem ist das hier ja eine heftige Vergrößerung von winzigen Details, die man am Original- Modell gar nicht in dem Maße wahrnimmt.
Der Kühlergrill ist zu groß um mit dem Stift lackiert zu werden. Er wird deswegen abgeklebt und mit einem Pinsel angemalt.
Die Türgriffe und die Verschlüsse der Wartungsklappen sind beim Vorbild schwarz. Die habe ich ebenfalls mit einem Stift eingefärbt. Die Fensterrahmen sind aber tatsächlich Rot, exakt wie das Gehäuse.

Daneben habe ich den Rand und die Innenseite des Auspuffs ebenfalls geschwärzt, da sich dort natürlich immer Ruß absetzt.

Als nächstes wird nun der Kühlergrill abgeklebt und anschließend silbern lackiert.

Danach stellt man die Beschriftung her. Ich mache das immer selbst auf dem heimischen Drucker. Das Papier trägt zwar ziemlich auf, erscheint aber so wie eine Tafel und nicht wie einfach aufgepinselte Beschriftung. Die Bahngesellschaft auf meiner fiktiven Karibik- Insel verwendet keine Lok- Nummern. Die Loks bekommen stattdessen Namen zugewiesen. Dieselloks bekommen männliche Namen, Dampfloks Weibliche. Die Namen werden zusammen mit dem Staatswappen auf einer Tafel seitlich an der Lok angebracht. Daneben habe ich Fotos von Original- Aufschriften einer C-50 im Internet gefunden, entsprechend verkleinert und mit ausgedruckt. Man kann die Aufschriften zwar nicht mehr lesen, aber Größe, Form und Farbe stimmen.

Damit ist die Lok äußerlich so weit komplett. Im sichtbaren Bereich fehlen jetzt nur noch die Verglasung und die Lampen. Beides wird aber erst nach dem Klarlack- Auftrag angebaut, der sowohl den Lack als auch die Beschriftung schützen soll. Dabei wird auch der Glanzgrad angeglichen. Neben dem Aufbau sollte man auch die Inneneinrichtung und den Rahmen mit Klarlack versiegeln.

Um auch den Rahmen mit Klarlack versiegeln zu können, muss man die Technik abkleben, damit sie nicht mit Lack verschmiert wird.

Innenbeleuchtung.

Nachdem der Klarlack ausgehärtet ist, baut man, sofern gewünscht, die Innenbeleuchtung ein. Ich habe dazu eine 1,8mm LED Warmweiß unter das Dach im Führerhaus geklebt und die Zuleitung in der Farbe des Innenraums gestrichen.

Verglasung.

Um die Verglasung herzustellen hat man verschiedene Möglichkeiten. Man kann sie frei Hand aus Klarsichtmaterial, wie etwa Verpackungsresten ausschneiden. Man kann sie aber auch am PC in z.B. Inkscape zeichnen und aus klarem Acryl fräsen. Man kann die Inkscape- Zeichnung aber auch ausdrucken und sie als Schablone zum Zuschneiden von Klarsichtmaterial verwenden. Oder man macht es so wie ich und druckt die Zeichnung auf bedruckbarer Overhead Folie und schneidet die Fenster dann aus der Folie aus. Auf diese Art hat man die Schneidemarkierungen direkt auf dem transparenten Material aufgedruckt. Wenn es nötig gewesen wäre, hätte ich die Verglasung gefräst, da mir eine Mini- CNC Fräse zur Verfügung steht. Die Fensterscheiben werden allerdings nur von innen gegen das Gehäuse geklebt. Da ist die Genauigkeit einer Fräse nicht notwendig. Und die Schere ist dann doch schneller…

Die entsprechende Inkscape Datei ist ebenfalls im Download- Archiv enthalten.

Nach Einbau der Verglasung (sieht man auf Fotos kaum, deswegen kein extra Foto) fehlen zur Fertigstellung der Lok nur noch die Stirnlampen und der finale Einbau der Technik.

Spitzenlicht montieren.

Zunächst wollte ich wie sonst bei meinen Loks üblich nur ein Spitzenlicht installieren. Aber die seitlichen „Glupschaugen“ der C-50 sind so charakteristisch, das ich dann doch lieber je 2 Lampen anbauen wollte. Um mit Standard- LED auszukommen, habe ich ja eine Universal- Lampe konstruiert. Mit Hilfe des OpenSCAD Skripts kann man verschiedene Varianten herstellen, nur durch Veränderung weniger Parameter. Ich habe mich für die schlichte Variante mit rechtem und linken Sockel entschieden, je eine rechte und eine linke Lampe pro Lokseite…

Zunächst habe ich mal eine größere Menge der beiden Lampen- Typen mit gedruckt, als sowieso ein weiterer 3D Druck anstand. Die Kosten für das Harz sind praktisch nicht messbar und wenn man den noch vorhandenen Platz auf dem Druckbett ausnutzt, kostet das Spaß nicht mal Zeit…

Nach dem Druck habe ich zwei rechte und zwei linke Lampen auf je eine alte LED und die LEDs dann in ein Stück Styropor gesteckt. So konnte ich die Lampen leicht schwarz lackieren. Beim (Farb-) Vorbild meiner Lok sind die Lampen ebenfalls schwarz.

Nach dem Aushärten des Lacks wird je eine warmweiße LED vorne so flach gefeilt, das die LED auch gleich die Rolle des Lampenglases übernehmen kann. Dann wird die Lampe mit der LED verklebt. Dabei muss man darauf achten, das man die LED so dreht, damit die Beine parallel zum Sockel nebeneinander liegen.

So kann man sie rechtwinkelig abknicken und damit die ganze Lampe an der Lok befestigen.