Android TV Box als Hardware für die Roco Z21 App

Heute möchte ich mal etwas „artfremd“ werden. Ich beschäftige mich hier mit etwas, das im Streaming Media Bereich bekannt ist und auch dafür entwickelt wurde.  Der Modellbahn- Bezug ergibt sich über die App zur Steuerung der Roco/Fleischmann Z21 Digitalzentrale. Wozu eine Digitalzentrale, wenn ich doch mit RC Funkfernsteuerung und Akku fahre? Na ja, zum einen werden die Weichen per DCC gesteuert und zum Anderen gibt es Nachschub- Probleme bei den Empfängern. Deswegen werde ich wohl noch eine ganze Weile „zweigleisig“ also mit RC und DCC parallel fahren müssen.

(Bildquelle: z21.eu – Das Bild lässt sich anklicken um auf die Hersteller Seite zu gelangen.)

Deswegen zuerst einen kleinen Exkurs um die Z21 vorzustellen. Bei der Z21 handelt es sich um eine moderne Digitalzentrale, vorrangig für das international genormte DCC Protokoll. Es ist aber auch möglich, das alte Märklin Format „Motorola“ zu verwenden. Selectrix oder MFX werden nicht unterstützt. Eigentlich ist die Z21 nicht eine Zentrale, sondern eine Familie von Zentralen. Aktuell gibt es die Z21, die Z21 XL und die z21 Start. Die Z21 und Z21 XL unterscheiden sich nur durch den eingebauten Booster. Die Z21 hat genau wie die z21 Start einen 3Ampere Booster, die Z21 XL einen 6 Ampere Booster, womit sie vor allem für große Spurweiten von Interesse ist. Daneben gab es mal die z21 (ohne „Start“). Die Zentralen mit kleinem „Z“ sind die Einsteiger- Zentralen und auch in Startsets der Marken Roco und Fleischmann enthalten. Sie unterscheiden sich zuerst mal durch die Farbe (die „Z“ sind schwarz, die „z“ sind weiß)  im Preis und bei den Anschlussmöglichkeiten. Da der Unterschied zwischen der z21 und der Z21 für sehr Viele im Alltag nicht sonderlich störend ist, haben auf Grund des doch heftigen Preis- Unterschieds zu viele Leute zu der „kleinen“ z21 gegriffen. Deswegen wurde die abgespeckte z21 Start als Nachfolger auf den Markt gebracht. Die Hardware der beiden z21 Varianten unterscheidet sich überhaupt nicht. Bei der z21 Start ist nur die Software künstlich „verkrüppelt“ worden. Das kann man durch den Kauf eines „Freischaltcodes“, der gut 30€ kostet aber wieder rückgängig machen. Wenn man die z21 wirklich verwenden und sich nicht auf einen „besseren Multimaus- Verstärker“ beschränken lassen will, ist das Freischalten zwingend notwendig…

So weit nichts neues. Was die Z21 Familie aber besonders macht, ist das konsequente Einbinden von moderner Technik in die Modellbahn. Dazu kommuniziert die Z21 über das heimische Netzwerk bzw über ein extra für die Modellbahn aufgebautes Netzwerk mit Hilfe des mitgelieferten Billig- WLan Routers der Firma TP-Link. So gibt es Apps für Android und iOS, um darüber die ganze Anlage zu steuern, vorhandene Multimäuse zu aktualisieren uvm. Durch die Apps, die vorbildlich kostenlos bereitgestellt werden, kann jedes Smartphone in nullkommanix zu einem Drahtlos Handregler werden. Gäste können so mit ihrem eigenen Smartphone Loks und auch Weichen etc per WLan steuern und kontrollieren…  Dazu wird ein Z21 Protokoll genannter Standard verwendet, der inzwischen auch von anderen Herstellern genutzt wird. Neben kommerziellen Zentralen wie etwa der Digikeijs DR 5000 sei hier besonders das Projekt von Philipp Gahtow erwähnt, die auf einer Arduino basierten Eigenbau- Hardware aufbaut. Diese Aufzählung erhebt weder den Anspruch, vollständig zu sein, noch ist sie eine Qualitätsaussage.

Da ich vor einiger Zeit eine bereits freigeschaltete, gebrauchte aber voll funktionsfähige z21 Start für sehr kleines Geld (keine 20€) in einem großen Modellbahn- Laden gekauft habe, besteht für mich aktuell kein Bedarf an einer anderen Lösung. Sonst hätte ich vermutlich mal genauer nach der Eigenbau- Zentrale von Phillip geschaut. Schaut man sich die Preise für die z21 Start bei Ebay an und rechnet den notwendigen Freischaltcode mit ein, muss man sehr aufpassen, nicht zu viel zu bezahlen. Die DR 5000 ist erheblich besser als die z21 Start und ist ab ca 150€ neu zu bekommen. Eine z21 Start sollte also inklusive Freischaltung keinesfalls mehr als etwa 100€ bis maximal 120€ kosten. Sonst lohnt es sich nicht mehr und man fährt mit der DR 5000 eindeutig besser. Ob auch der Roco- WLan Router dabei ist oder nicht, spielt keine wirkliche Rolle. Die allermeisten Leute haben sowieso schon WLan zu Hause und falls nicht, findet sich im Bekanntenkreis immer jemand, der noch einen alten Router herum liegen hat. Mit meinen 19,90€ habe ich auf jeden Fall ein richtiges Schnäppchen gemacht.

Ein kleiner Tipp noch am Rande. die „kleine“ z21 bietet keine Möglichkeit, die Gleisspannung einzustellen. Da das Verhältnis von Eingangs- zu Ausgangsspannung immer gleich ist (Die Ausgangsspannung ist 1 Volt niedriger als die Eingangsspannung), kann man diesen Nachteil leicht durch eine andere Stromquelle für die z21 ausgleichen. Das mitgelieferte Stecker- Schaltnetzteil ist ohnehin zu schwach, um die möglichen 3 Ampere Fahrstrom überhaupt leisten zu können. Bei Roco/Fleischmann gibt es stärkere Netzteile, allerdings nicht einstellbar und (wie üblich) zu „Mondpreisen“. Die z21 ist (genau wie die Z21) nicht wählerisch, wenn es um die Stromversorgung geht. Sie kann mit 12 – 24 Volt Gleichstrom betrieben werden. So lässt sich also die Gleisspannung von 11 bis 23 Volt regulieren. Das sollte (außer vielleicht für die Busch H0f Feldbahn) eigentlich immer reichen. Wenn man sich nun ein „Universal Notebook Netzteil“ anschafft, welches eine einstellbare Spannung und mindestens 4 Ampere Leistung hat, kann man damit die z21 in diesem Bereich voll auf das Niveau der Z21 hieven, ohne viel Geld ausgeben zu müssen. Verwendet man externe Booster, so muss man natürlich dafür sorgen, das alle Booster mit derselben Spannung betrieben werden, wie die z21. Ich selbst habe mir dieses Netzteil zu meiner z21 besorgt, um das schwache Stecker- Netzteil zu  ersetzen:

(Bildquelle: Amazon.de – Das Bild lässt sich anklicken um auf die Produkt Seite zu gelangen.)

Der Stecker für die z21 muss außen 5,5 mm und innen 2,1 mm Durchmesser haben. Das ist ein genormtes Maß, welches z.B. von Dell, HP oder IBM für ihre Notebooks verwendet wird. Das abgebildete Netzteil hat einen passenden Adapter dabei. Somit steht der Nutzung als Stromversorgung für die z21 nichts mehr im Weg. Man kann die Spannung in Stufen auf 12, 15, 16, 18, 19, 20 und 24 Volt einstellen, deckt also den gesamten Spannungsbereich der z21 ab. Die Stufen entsprechen gängigen Spannungen bei Notebooks, von daher ist die Stufung nicht ganz linear, was aber nicht schlimm ist. Von 12 bis 19 Volt kann es bis zu 4,5 Ampere Strom liefern, bei 20 und 24 Volt dann bis zu 4 Ampere, was immer noch deutlich mehr ist als 3 Ampere, die der Booster maximal benötigt.

Also kann ich mit meiner z21 sowohl die Weichen usw digital schalten und auch  mit meinen alten Multimäusen die noch nicht auf Funk umgerüsteten DCC Loks steuern.  Zum Steuern von Loks lässt sich ja wie erwähnt die Z21 App für Android/iOS verwenden. Ein Lok- Fahrpult lässt sich prima auf einem Smartphone Display realisieren. Ich bin generell aber kein Freund der Touch- Steuerung für Loks. Da ist mir ein „Oldschool“ Drehknopf doch deutlich lieber. Deswegen bleibe ich wohl „auf ewig“ den Multimäusen treu. Aber zum Schalten der Weichen, zum Erstellen des Gleisbild- Stellwerks da ist ein Display wirklich super.

Allerdings ist mir ein Smartphone Display dafür zu klein. So geht es vielen Kollegen ebenfalls.  Die meisten verwenden dann ein größeres Tablet. So weit so „normal“. Wer aber noch größere Displays haben will, bekommt schnell Probleme. Größere Geräte sind selten mit den mobilen Betriebssystemen ausgerüstet, für die die Z21 App vorgesehen ist. Ein Weg diese Einschränkung zu umgehen ist die Verwendung eines Android Emulators für Windows oder Linux bzw eines iOS Emulators für Mac. Das benötigt den Einsatz eines „ausgewachsenen“ Computers, da etwas in der Art eines Raspberry Pi nicht leistungsstark genug für den Android Emulator ist. Diese Lösung ist vor allem dann von Interesse, wenn man neben der Z21 App auch noch ein „klassisches“ Steuerprogramm wie iTrain oder TrainController nutzen möchte.

Möchte man aber nicht unbedingt einen „full- size“ PC nur für den Betrieb einer Android App verwenden, kommen nun die im Titel erwähnten Android TV Boxen zum Zug.

Zunächst mal, was ist das eigentlich, eine Android TV Box? Eine Android TV Box ist im Prinzip ein Mini- Computer, gar nicht unähnlich dem bekannten Raspberry Pi. Allerdings richten sich die TV Boxen nicht an Bastler und Computer- Nerds, sondern an „jedermann“. Deswegen gibt es sie auch nur komplett fertig im Gehäuse mit Netzteil und Fernbedienung. Ausgelegt sind die Boxen dazu, um die Smart Funktionen von TV Geräten zu erweitern bzw zu ergänzen. Mit diesen Boxen kann man Youtube Videos, Amazon Prime oder Netflix oder sowas auf dem großen TV anschauen, man kann surfen, spielen eigentlich alles außer Telefonieren machen, was man mit einem Smartphone auch machen kann. Meistens wird auch die Multimedia- Software Kodi auf diesen Geräten installiert. Man kann damit aber auch arbeiten, z.B. mit Office Anwendungen, die es ebenfalls als Android App gibt. Und man kann darauf die Z21 App installieren und ausführen.

Im inneren bestehen diese Boxen aus Hardware von Mittelklasse Tablets oder Smartphones, nur eben ohne Display.  Die Boxen gibt es von unzähligen Herstellern, bekannten oder unbekannten, großen oder kleinen. Allen gemeinsam ist, das sie in China gebaut werden. Außerdem sind alle Boxen relativ preiswert, sehr sparsam im Stromverbrauch (ca 2-3 Watt im Betrieb) und völlig Lautlos, da sie stets ohne Lüfter auskommen. Obendrein sind sie in aller Regel auch sehr kompakt. Eine durchschnittliche Box ist nicht viel größer als 10 x 10 cm bei weniger als 2 cm Dicke… Preislich bewegen sie sich zwischen gut 20€ und gut 300€. Die billigsten Geräte sind normalerweise mit veralteter Hard- und Software (Android Version) ausgestattet, die teuersten haben viele Features, die für ihren eigentlichen Zweck interessant, für den Betrieb der Z21 App aber irrelevant sind. Die teuersten Geräte sind von bekannten Herstellern wie z.B. die Nvidia Shield für 219€.

(Bildquelle: nvidia.com – Das Bild lässt sich anklicken um auf die Hersteller Seite zu gelangen.)

Ein außergewöhnlich gutes Gerät, aber nur für die Z21 App dann doch übertrieben. Sofern man die Shield aber auch für den eigentlichen Zweck als Multimedia Gerät nutzen möchte, dann ist sie auf jeden Fall einen genaueren Blick wert. Die Shield ist deutlich größer als „normale“ Boxen, so ca 20 x 15 cm

Eine spezielle Form der TV Boxen, die aber sehr bekannt ist, ist der FireTv Stick von Amazon.

(Bildquelle: Amazon.de – Das Bild lässt sich anklicken um auf die Hersteller Seite zu gelangen.)

Den FireTV Stick erwähne ich hier nur, weil er sehr bekannt ist. Für unsere Zwecke ist er aber nahezu ungeeignet. Zum Einen hat er den Google Playstore nicht ab Werk installiert. Das nachzuholen macht viel Arbeit und erfordert Fachwissen.  Ohne den Playstore wird es schwer bis unmöglich, die Z21 App zu installieren. Außerdem hat der FireTv Stick keinerlei Anschlüsse, weder USB noch LAN. Man kann ihn also nur per WLan verwenden. Generell halte ich von den Sticks (die es auch von anderen Herstellern gibt) nichts. Zu unflexibel und zu oft mit thermischen Problemen behaftet, da das Gehäuse zu klein ist, um für ausreichende Kühlung der Chips zu sorgen… Außerdem sind sie für die gebotene Leistung im Vergleich nicht gerade billig.

Und dazwischen tummeln sich Tausende von „herkömmlichen“ TV Boxen aller Preisklassen und Formen.  Neben den „offensichtlichen“ Ausstattungs- Unterschieden wie Größe des Speichers und Anzahl sowie Geschwindigkeit der Anschlüsse gibt es vor allem bei den verwendeten Chips große Unterschiede. All diese Boxen, wie auch praktisch jedes Handy, jedes Tablet sowie die meisten Notebooks basieren auf einem integrierten Chip, in dem alles notwendige untergebracht ist. So etwas nennt man SoC (System on a Chip, zu Deutsch etwa System in einem Chip). Ein SoC beinhaltet neben dem eigentlichen Prozessor (CPU) auch die Grafik (GPU) sowie die Ein- und Ausgänge und den Speicher- Controller. also alles, was ein Computer an „Intelligenz“ benötigt. Genau wie bei den PC (Intel vs AMD) gibt es auch hier verschiedene Hersteller für diese Chips. Bei den TV Boxen sind vorrangig SoC von drei Herstellern im Einsatz. Rockchip, Allwinner und AMLogic. Es gibt auch noch andere Hersteller, die aber nur selten in solchen TV Boxen verwendet werden.  Ich persönlich habe mit Abstand die besten Erfahrungen mit AMLogic Systemen gemacht, weswegen ich natürlich auch Geräte mit einem SoC dieses Herstellers nutze und empfehle. Irgendwie mit dem Hersteller verbunden bin ich nicht. Ich bekomme nichts für diese Empfehlung. Sie entspringt allen meinen Erfahrungen.

Aktuell (September 2020) sind vor allem zwei SoC von AML im Einsatz. Der S922x ist der „High- End“ SoC, der nur in Geräten über 100€ zu finden ist und der S905x3 für alle „normalen“ Ansprüche. Alle anderen SoC sind entweder abgespeckte und/oder veraltete Versionen. Deswegen ist es wichtig, auf die „3“ im Namen „S905x3“ zu achten, denn es gibt auch S905x2 und S905x Soc, die deutlich älter und zumindest teilweise deutlich schwächer sind, ohne tatsächlich spürbar weniger zu kosten.  Ich selbst habe vorrangig je eine Box mit einem S912 (der Vorgänger des S922x) sowie einem S905x2 (der Vorgänger des S905x3) SoC im Einsatz. Sie arbeiten hier seit 1 bzw 3 Jahren völlig problemlos.  Auf dem Bild ist meine „Wohnzimmer Box“ zu sehen.  Die 2€ Münze dient zum Größenvergleich, den Staub ignoriert man am besten… Man sieht hinten rechts das Netzwerk (Lan) Kabel, in der Mitte den HDMI Anschluss und links den Anschluss fürs Steckernetzteil. Auf der linken Seite steckt der USB Empfänger für die Mini- Tastatur mit Touchpad, die ich an der Box angeschlossen habe. Vorne ist das Display mit Uhrzeit und Status- LED zu erkennen.

Die ältere (von 2018) S912 Box habe ich im Schlafzimmer, wo auch meine Anlage (ent)steht. Die neuere S905x2 Box (von Anfang 2020) wird aktuell im Wohnzimmer eingesetzt. Ich liebäugle aber damit sie eventuell durch eine Shield zu ersetzen, wodurch die S905x2 Box im Wohnzimmer obsolet würde und die deutlich ältere und nur mit 2 GB RAM ausgerüstete S912 Box im Schlafzimmer verdrängen würde…

Generell sollte man die Box per Kabel- LAN anschließen, denn WLan ist immer bei weitem unzuverlässiger und langsamer als kabelgebundenes Lan. Hat nichts mit der Box sondern mit der WLan Technologie zu tun. Da die z21 sowieso per Kabel angeschlossen werden muss und die Box meist nicht all zu weit von der z21 entfernt steht, bietet es sich ja auch an. Dabei gibt es selbst heute noch Boxen, die nur 100MBit Lan unterstützen. Zum Betrieb der z21 sollte das zwar locker ausreichen, aber für den eigentlichen Einsatzzweck der Box (Media- Streaming), ist das fast immer zu langsam. Da es aber nicht mehr kostet, eine Box mit Gigabit LAN zu kaufen, sollte man halt schauen, ob die Box das hat.
Dann ist natürlich die Ausstattung mit RAM und Flash Speicher von Bedeutung. Aktuell verlangt die Z21 App 2 GB RAM. Man sollte aber lieber das Doppelte, also 4 GB RAM wählen, um auf Nummer sicher zu sein. 4GB sind heute Standard, das stellt also kein Problem dar. Zum Speichern von App benötigen wir eigentlich nicht so viel Platz, da ist die Z21 App genügsam. Aber auch hier sollte man nicht zu knapp gehen. 32 Gbyte ist das Minimum, was ich akzeptieren würde. 64 GB ist aber kaum teurer und man hat länger keine Platzprobleme. Deswegen würde ich zu einer Box mit 64 GB raten.

Ob die Box Bluetooth hat oder nicht, ist nicht sonderlich wichtig. Nur wenn die USB Anschlüsse knapp sind, kann es Sinn machen, eine Tastatur/Maus Kombi per Bluetooth statt per USB Empfänger anzuschließen. Auch wenn eine Fernbedienung immer zum Lieferumfang dazu gehört, ist damit nur eine rudimentäre Steuerung möglich. Deswegen sind eine Tastatur und Maus, eventuell auch eine Mini- Tastatur mit eingebautem Touchpad, wie man es von Laptops kennt, eigentlich unverzichtbares Zubehör, das man anschaffen muss. Damit kann man die Box fast genau so bedienen, wie einen herkömmlichen PC oder Laptop.

Man muss außerdem darauf achten, das der zu verwendende Monitor (oder TV) zwingend einen HDMI Anschluss haben muss. Ältere VGA Monitore kann man an so eine Box nicht anschließen, da sie generell keinen VGA Ausgang haben.

Eine Sache gibt es noch zu beachten. Diese Boxen bekommen eigentlich nie Software Updates.  Man sollte also auf eine möglichst aktuelle Android Version achten, damit die Box nicht zu schnell veraltet ist. Ich würde Stand heute nicht unter Android 9 gehen, nach Möglichkeit ein Android 10 Gerät anschaffen.

Die Form und das Design der Box sind eigentlich völlig egal. Hier kann man ganz nach dem eigenen Geschmack gehen. Es gibt sie in Schwarz oder Bunt, Eckig oder Rund, mit oder ohne Display für die Uhrzeit, usw. Auch Designs mit glühenden Alien Augen oder mit Zacken und Dornen gibt es. Man kann auch einfach das Gerät mit dem niedrigsten Preis auswählen, das alle Features hat, die man sich vorstellt.

Im zweiten Teil werde ich dann das Einrichten der Z21 App auf (m)einer Box im Schlafzimmer zeigen und erklären… Dazu später mehr.

Treiber für PL2303 Adapter installieren

Hier möchte ich euch dabei helfen die sehr gängigen und weit verbreiteten USB-Serial Adapter mit einem PL2303 Chip zum Funktionieren zu bekommen. Auch wenn diese Chips weit verbreitet sind, sind doch bei Windows 10 keine passenden Treiber dabei. Das liegt daran, dass der ursprüngliche Hersteller dieses Chips die Produktion schon lange eingestellt hat und heute ausschließlich (vermutlich nicht lizenzierte) Nachbauten im Handel zu finden sind. Solche Nachbauten bekommt man nicht nur auf eBay, sondern überall zu kaufen, auch bei „seriösen“ Anbietern wie Conrad, Reichelt usw… Das Problem ist also allgegenwärtig. Adapter mit diesen Chips werden inzwischen in den aktuellen Treibern generell geblockt, obwohl die Treiber und Chips eigentlich tadellos funktionieren würden.

Abhilfe bringt die Installation älterer Treiber, die diese Blockade noch nicht beinhalten. Als ich selbst dieses Problem hatte, habe ich im Netz nach einer Lösung gesucht und sie letztendlich auf dieser Webseite gefunden:

Fake PL2303 – how to install on Windows 8.1

Die Anleitung dort ist für Windows 8.1, funktioniert aber exakt genau so auch unter Windows 10 oder auch unter Windows 7. Dort gibt es auch die Treiber zu laden, die ebenfalls mit Windows 7 – 10 funktionieren. Im unteren Drittel der Seite auf den Link „IO-Cable_PL-2303_Drivers-Generic_Windows_PL2303_Prolific“ klicken, dann wird der Treiber herunter geladen. Für alle, die des Englischen nicht so mächtig sind, hier noch mal eine Schritt für Schritt Anleitung auf Deutsch:.

Zuerst lädt man die Treber von der oben verlinkten Webseite. Dann installiert man ihn erst mal einfach so. Im heruntergeladenem Archiv ist eine .exe Datei enthalten. Diese einfach ausführen und den Anweisungen folgen. Das sollte eigentlich so weit noch jeder hin bekommen. Nun den Adapter an den PC anschließen. Dabei werden „natürlich“ automatisch die aktuellen Treiber installiert, die keine Funktionalität bieten. Wir müssen also die unpassenden aktuellen Treiber durch die älteren aber funktionierenden Treber ersetzen. Dazu müssen wir den Geräte- Manager von Windows öffnen. Bei Windows 10 geht das am einfachsten in dem man mit der rechten Maustaste auf den Startknopf drückt.

Ist der Geräte- Manager gestartet wird einen in etwa so ein Bild geboten:

Unter Anschlüsse (COM & LPT) taucht ein „Prolific USB to Serial Comm Port“ auf. Der tatsächliche Com Port (bei mir COM 7) hängt vom eigenen Computer ab. Die Nummer dahinter spielt aber keine Rolle. Wir müssen sie nur kennen, um später den richtigen COM Port im DT-Programmer auswählen zu können. Leider ist unser COM Port aber mit einem gelben Dreieck „verziert“. Macht man nun einen Doppelklick auf den Eintrag, dann erscheint ein weiteres Fenster. Hier kann man die nicht wirklich aussagekräftige Fehlermeldung lesen. Dieser Fehler ist die Folge des vorsätzlichen Blockens der PL2303 Chips und nicht wirklich ein Fehler. Um diesen Fehler nun zu beseitigen, klicken wir auf den Reiter „Treiber“.

Nun auf „Treiber Aktualisieren“ klicken und es erscheint noch ein Fenster.

Hier klicken wir auf „Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“.

Nun auf „Aus einer Liste verfügbarer Treiber auf meinem Computer auswählen“ klicken und anschließend auf „Weiter“.

Nun sollte in der Liste „Kompatible Hardware anzeigen“ mindestens 2 Einträge stehen. Der aktuelle Treiber hat hier die Version 3.8.28.0. Der Treiber blockiert aber unseren Adapter. Deswegen wählen wir die Version 3.3.2.105 aus, obwohl sie schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Das ist der Treiber, den wir vorher von der oben verlinkten Webseite geladen und installiert haben. Sollte wieder Erwarten die Version 3.3.2.105 nicht in der Liste erscheinen, dann muss man die Treiber- Installation noch einmal ausführen…

Normalerweise verwendet Windows automatisch den aktuellsten Treiber. Das ist im Allgemeinen ja auch sehr sinnvoll. Nur in unserem Fall funktioniert das halt nicht wie gewünscht. Nachdem wir den „alten“ Treiber ausgewählt haben, einfach auf „Weiter“ klicken. Nach kurzer Zeit sollte dann dieses Fenster erscheinen.

Nun können wir auf „Schließen“ klicken und die Treiber- Installation sollte erfolgreich erledigt sein. Jetzt sollte das gelbe Dreieck im Geräte- Manager verschwunden sein und unser Adapter und somit unser Prog4 tadellos funktionieren.

Ein kleiner Hinweis noch. Sollte der Prog4 nicht einwandfrei funktionieren, dann steckt man den Adapter am besten direkt an den PC und nicht an einen USB Hub. Danach wird es höchstwahrscheinlich so sein, dass man die oben beschriebene Prozedur ab dem Öffnen des Geräte-Managers wiederholen muss, da der Adapter nun einen anderen COM Port erzeugen wird.  So habe ich auch die Screenshots für diesen Artikel erzeugt, in dem ich den Adapter einfach an einen anderen USB Port angesteckt habe.

Software zum Programmieren von DT RC-Empfängern

Hallo.

Diese Seiten wurden auf Deutsch geschrieben und werden automatisch mit Google Translate übersetzt. Ich bitte die nicht fehlerfreie Übersetzung zu entschuldigen. Als Service für internationale Besucher steht diese Seite auch manuell übersetzt in Englisch zur Verfügung.

English page for DT-Programmer software

Ich möchte euch hier ein Programm vorstellen, das ich zur Zeit entwickle. Es dient dazu, DelTang Empfänger mit Hilfe des Prog4 Programmers komfortabel am PC zu programmieren. Neben einem Windows PC benötigt man natürlich einen Prog4 (ca 20€) und zusätzlich ein Seriell auf USB Kabel (ca 2-20€) um den Prog4 mit dem PC zu verbinden. Und natürlich das Programm „DT-Programmer“, welches man von hier laden kann.  Zum Download des Programms einfach den Link am Ende des Beitrags  anklicken. Dort ist immer die neueste Version des Programms zu finden.

Nach dem Download das Zip- Archiv öffnen und die darin enthaltene Datei ausführen. Mit Hilfe eines gewöhnlichen Installationsprogramm  wird DT-Programmer auf dem PC installiert. Das sollte eigentlich jeder hin bekommen.

Nachdem man DT-Programmer installiert hat sollte man zunächst den Prog4 mit dem PC verbinden. Unter Umständen müssen dazu Treiber für das Seriell auf USB Kabel installiert werden. Das ist deswegen notwendig, da diese Kabel eine zusätzliche COM Schnittstelle auf dem PC erzeugen. Diese COM Schnittstelle muss im DT-Programmer ausgewählt werden. Sie wird aber nur dann angezeigt, wenn sie auch existiert. Und das ist eben nur der Fall, wenn das Kabel eingesteckt ist. Obendrein muss der zu programmierende Empfänger zunächst einmal an den Prog4 gebunden werden, genau so, wie es sonst auch mit dem Sender erfolgt. Dazu hat der Prog4 seitlich einen „Bind- Button“. Eigentlich sollen sich die Empfänger merken, das sie (auch) an den Prog4 gebunden sind. Allerdings ist es bei mir wiederholt vorgekommen, dass die Empfänger sich das eben nicht gemerkt haben und ich sie somit vor dem eigentlichen Programmieren neu an den Prog4 binden musste.

Nun können wir das Programm starten. Es erscheint zunächst auf Englisch.

Zum Umstellen auf Deutsch und für weitere Einstellungen rufen wir im Menü oben den Punkt „Configuration“ auf. Dann öffnet sich ein neues Fenster, in dem wir ein paar Einstellungen vornehmen müssen.

Neben der Sprache wird vor allem noch der COM Port, an dem der Prog4 angeschlossen ist, eingestellt. Je nach Version des Prog4 muss noch die passende Baudrate ausgewählt werden. die aktuellen V2 benötigen 9600 Baud, die alten V1 115200 Baud. Nun auf „Save“ klicken. Jetzt kommt ein Hinweis auf Englisch, dass der DT-Programmer neu gestartet werden muss, um die Änderungen zu übernehmen. Bestätigen und DT-Programmer neu starten, dann sollte er auf Deutsch erscheinen, sofern man die Sprache umgestellt hat.

Das Fenster ist bei jedem Punkt ganz ähnlich aufgebaut. Der rechte Teil ist immer identisch. Hier stellt man die Verbindung zum Prog4 her. Das muss man machen, bevor man irgendwas programmieren kann. Wenn die Verbindung erfolgt ist, ändert sich das Symbol oben und wechselt die Farbe von Rot nach Grün. Man kann die Verbindung auch wieder trennen. Beim Beenden des DT-Programmers wird die Verbindung aber ohnehin getrennt, so das man den COM Port nicht versehentlich geöffnet lassen kann.

In der Zeile darunter kann man eine Sequenz zum Programmieren manuell absenden. Das ist besonders nützlich für Optionen, die noch nicht im DT-Programmer implementiert sind.

Mit dem Knopf darunter kann man die Verbindung zum Prog4 testen. Bei Erfolg erscheint im Feld darunter die Versionsnummer des Prog4. Dieses Feld zeigt alle Antworten vom Prog4 an, die während einer Programmier- Sitzung eingehen.

Der linke Bereich ändert sich, je nach dem, welchen Bereich man in der Navigation ausgewählt hat. In der oberen Reihe wählt man die Firmware Version des zu programmierenden Empfängers aus. Leider gibt es keine Möglichkeit dieses aus dem Empfänger auszulesen und somit automatisch zu machen. Aber die Firmware ist auf jedem Empfänger handschriftlich vermerkt.

Die vielen Knöpfe darunter bringen uns nun zu den eigentlichen Einstellungen, die wir in den Empfänger schreiben wollen. In der Regel gibt es unten einen Knopf „Schreiben“, mit dem die jeweils ausgewählte Option mit den eingestellten Parametern in den Empfänger geschrieben werden. Die allermeisten DelTang Empfänger können immer nur einen Befehl zur Zeit empfangen. Deswegen muss man jeden Schritt einzeln abschicken.  Aus dem gleichen Grund kann man auch nur jeweils eine einzige Option auswählen. Das ist eigentlich bei allen  Punkten so, bis auf den Punkt „Zurücksetzen“. Hier sind völlig unterschiedliche Optionen zusammen gefasst. Deswegen gibt es hier mehrere Knöpfe um Befehle abzuschicken. So sieht es bei V611 aus:

Mit dem Knopf „Zurücksetzen“ setzt man den Empfänger auf den Werkszustand zurück, aber ohne die Variante zu ändern. Das geschieht ohne weitere Sicherheitsabfrage, also Vorsicht. Außerdem kann man mit einem Mausklick die Variante des Empfängers umstellen. Sehr praktisch, wenn die benötigte Variante gerade nicht lieferbar war oder man eine falsche Variante bekommen hat. Dazu ist der Knopf „Variante Wechseln“ vorgesehen.

Im mittleren Teil kann man bei V611 das Binde- Verhalten ändern. Bei V610 ist das unter „Sonstiges“ zu finden, da es in der Firmware ebenfalls unter „Others“ integriert ist. Das Ändern des Binde- Verhaltens sollte sollte allerdings eher selten von Interesse sein, da in den allermeisten Fällen die automatische Bindung funktioniert.

Ab Version 1.0.3.2 des DT-Programmer gibt es ein neues Feature, ein Programmierungs- Protokoll. Damit behält man den Überblick darüber, was man in welchem Empfänger eingestellt hat. Bei DCC kann man die Decoder ja auslesen, da wäre sowas nicht notwendig. Aber hier kann man nur schreiben.  Mit der neuen Option wird dieser Nachteil kompensiert.

Man vergibt in der rechten oberen Region einen Namen für die Protokoll- Datei, gleich über dem „Verbinden“ Knopf. Der Name kann frei gewählt werden. Allerdings ist es sinnvoll, einen aussagekräftigen Namen wie z.B. „Typ des Modells und des Empfängers“ zu verwenden.  Wurde kein Namen eingetragen, verwendet DT-Programmer default den Namen „protocol.txt“.

Beim ersten Programmier- Schritt wird die Protokoll- Datei erzeugt, sofern sie noch nicht existiert. Alle weiteren  Schritte werden dann ans Ende des Protokolls angehängt. Die Protokolle werden in einem Unterordner des Programm- Ordners namens „RX“ angelegt. Es sind einfache Text- Dateien, die mit Notepad oder jedem anderen Text- Editor oder – Betrachter angezeigt werden können. Außerdem kann man das Protokollieren auch ganz unterbinden. Zum Beispiel wenn man Empfänger für andere Leute programmiert oder so… Einmal erzeugt, werden alle weiteren Schritte ans Ende des Protokolls angehängt. Dazu muss man aber natürlich denselben Namen weiter verwenden. Man kann auch zwischen verschiedenen Protokollen wechseln, in dem man einfach einen neuen Namen ins Eingabefeld einträgt. Gibt man hier später wieder einen Namen ein, der schon mal vergeben wurde, zu dem also bereits eine Protokoll- Datei existiert, wird die vorhandene Datei weiter verwendet.

Zur Zeit kann man die Protokolle nur per Explorer oder ähnlichem verwalten, also ansehen, ausdrucken oder löschen. Später bekommt DT-Programmer auch noch einen Protokoll- Manager eingebaut. Das wird aber noch dauern. Bis es soweit ist, kann man die Protokolle leicht mit Windows- Bordmitteln (Explorer und Notepad) verwalten…

Damit müsste man nun klar kommen. Falls nicht, bin ich ja nicht aus der Welt und in mehreren Foren im Internet unterwegs.

Aktuell werden die Firmware Versionen V110, V510, V511, V520 und V610 (vollständig) sowie V611 bis auf Menü 12 und 13 unterstützt.

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