Kitwood Hills Drehscheibe im Bau Teil 3

Weiter geht es mit dem dritten Teil des Bauberichts. Nun stehen zunächst Lackierarbeiten an. Na ja, eigentlich wird ja lasiert und nicht lackiert… Mit Abfallstücken habe ich zunächst Tests gemacht, sowohl mit Palisander Lasur als auch mit Ebenholz Lasur.

Im feuchten Zustand ist Palisander dunkelbraun und Ebenholz Schwarzgrau. Wenn die Lasur aber getrocknet ist, sind die Unterschiede längst nicht mehr so groß, wie ich es erwartet hatte.

Nichts des do trotz habe ich die Bühne Palisanderfarben und die Balken Ebenholzfarben Lasiert

Dann habe ich die Grube, genauer die Laufschiene farblich behandelt. Leider konnte ich die Schwellen nicht lasieren, da sie ja teilweise aus Pertinax und nicht aus Holz sind.

Die Schwellen habe ich mit schwarzer Plaka- Farbe angemalt und die Schiene mit Revell Aqua Color „Rost“. Die Schwellen sind nur grob eingefärbt, da sie ja später zum großen Teil im Sand verschwinden, der auch die Ungenauigkeiten verdecken wird. Deswegen habe ich mir hier keine Mühe gegeben. Wenn die Grube eingesandet ist, kommt noch ein feiner Nebel „Rost“ aus der Airbrush auf Schiene, Schwellen und Sand. Danach wird der Schienenkopf blank geschliffen und die Laufschiene sollte in etwa so aussehen, wie ich mir das vorstelle. Vielleicht noch ein wenig „Grünzeugs“ aber das war es dann.

Revell Aqua Color „Rost“ ist übrigens ziemlich gut zum „Verrosten“ geeignet, zumindest für Sachen, die im Original relativ gleichmäßig am Rosten sind, wie eben Schienenprofile. Diese sehr matte Farbe wirkt recht realistisch als Rost.

Derweil ist die Lasur getrocknet. Das Ergebnis sagt mir durchaus zu.

Nicht zu gleichmäßig aber es sieht doch nach einem „anständigen“ Schutzanstrich aus.

Als nächstes sind die Laufräder mit ihren Halterungen dran. Die Halterungen werden aus diversen kleinen Lasercut Teilen zusammengeklebt. Ich muss allerdings zugeben, die gedruckte Anleitung als Untergrund zum Fotografieren zu verwenden ist nicht besonders geschickt. Das könnte durchaus etwas verwirrend sein. Ich gelobe Besserung. Auf dem Bild ist eine Halterung bereits zusammengeklebt und probehalber auf den Bühnen- Rahmen gesteckt.

Die Teile für die andere Seite liegen noch unmontiert herum.

Hier entsteht gerade die zweite Halterung.

Und nun wird auf der einen Seite das Laufrad montiert. Die Achse ist nur im Holz gelagert, das Rad mit beidseitigem Profil dreht frei auf der Achse. Dadurch kann es eventuellen Unebenheiten und Ungenauigkeiten der Laufschiene problemlos folgen. Die Achse wird mit Rad von vorne in den Schlitz geschoben. Dann werden die „Fangstücke“, die wie stilisierte Krokodil- Köpfe aussehen, über die Achsstummel gestülpt und mit den Seitenwänden der Halterung verklebt. Ein Tropfen Öl oder Fett (ich habe Kettenfett vom Fahrrad verwendet, weil ich das da habe) an die Achsen sorgt für einen leiseren ruhigeren Lauf der Bühne…

Nun ist schon wieder die Lasur an der Reihe.  In der Anleitung steht davon nichts, aber es ist mit Sicherheit besser, die Halterungen der Laufräder vor dem Ankleben farblich zu behandeln.

Auch wenn das nicht der Reihenfolge aus der Anleitung entspricht, habe ich während der Trocknungszeit der Laufräder schon mal die Tragebalken, die ja schon ihre Farbe haben, mit dem Bühnenrahmen verklebt.

Als ich damit fertig war, waren die lasierten Teile auch schon so weit getrocknet, das ich sie zumindest wieder anfassen konnte. Also wurden sie ebenfalls verklebt, genau wie die Endplatten.

Der Farbunterschied sieht auf diesem Foto viel heftiger aus als in Natura. Aber eigentlich ist das in etwa so, wie ich das haben wollte.  Den „natürlichen“ Eindruck kann man viel eher auf dem nächsten Foto bekommen.

Die Bühne ist probehalber mit der Grube zusammengefügt.  Trotz der Probleme, die ich mit dem Anlöten der Laufschiene hatte, läuft die Bühne wirklich sauber. Lediglich an einer der beiden  Endplatten muss ich noch mal mit dem Schleifklotz ran (und vermutlich auch noch mal mit Lasur). Diese eine Platte schleift an einigen wenigen Stellen etwas am äußeren Rahmen entlang. 1/2 mm mehr Luft wäre besser gewesen. So muss ich das halt mit dem Schleifklotz korrigieren. Das mache ich aber heute nicht mehr. Erst soll alles in Ruhe trocknen können.

So sieht es doch schon sehr nach Drehscheibe aus, oder?

Das, was jetzt noch fehlt, gibt es demnächst hier zu bestaunen.

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